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Porsche Cayenne im Test: Mehr Nutzwert in schöner Schale

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Porsche Cayenne: Mehr Nutzwert in schöner Schale

14.04.2010, 17:10 Uhr | Silke Koppers/mid

Porsche Cayenne im Test: Mehr Nutzwert in schöner Schale . Porsche Cayenne 2010 (Foto: Porsche)

Porsche Cayenne 2010 (Foto: Porsche)

Rank und schlank und mit werbewirksamem Hybridantrieb will die neue Generation des Porsche Cayenne ab dem 8. Mai an die Verkaufserfolge des Vorgängers anknüpfen. Das mit dem VW Touareg eng verwandte Luxus-SUV steht mit Otto- und Dieselmotoren im Leistungsband zwischen 240 PS und 500 PS zu Preisen ab 55.431 Euro beim Händler. Die 380 PS starke Hybridversion kostet 78.636 Euro.

Coupé-Linie beim Cayenne zu erkennen

Das Luxus-SUV sieht mit seinem neuen Gewand dynamischer und wesentlich gefälliger aus als bisher. Das liegt daran, dass bei der Gestaltung stärker in Richtung Sportwagen gearbeitet wurde und im Cayenne nun die Coupé-Linie des 911 wiederzuerkennen ist. Die Motorhaube wurde deutlich nach unten gezogen, während das Heck mit seinen schwungvollen Leuchten zwar ansprechend wirkt, aber ein wenig an Modelle aus Korea oder Japan erinnert. Nicht zu sehen ist der Längenzuwachs von fünf Zentimetern auf 4,85 Meter und ein um vier Zentimeter gewachsener Radstand, der nun bei knapp 2,90 Metern liegt.

Mehr Platz für Passagiere

Das Größen-Plus kommt besonders den Fondpassagieren zugute, die sich nun über eine um 16 Zentimeter verschiebbare Rückbank für drei Personen erfreuen dürfen. Zudem lassen sich jetzt auch die Rücklehnen in drei Stufen um bis zu sechs Grad verstellen. Tatsächlich war es an der Zeit, das SUV familienfreundlicher zu gestalten. So erfordert nun auch das Umlegen der Rücksitzlehne zur Erweiterung des Kofferraumvolumens von 670 auf 1780 Liter kein vorangegangenes Krafttraining mehr. Allerdings fehlt immer noch das ein oder andere sinnvolle Detail wie Befestigungshaken für Einkaufstaschen im Laderaum.

Porsche setzt den Cayenne auf Diät

Dafür hat der Cayenne eine ordentliche Diät hinter sich. Je nach Modellversion wiegt das SUV bis zu 180 Kilogramm weniger als der Vorgänger. Damit kommt der neue Cayenne auf ein Gewicht von 1995 Kilogramm in der Basisvariante. Das schlägt sich in einem allgemein geringeren Verbrauch nieder. Die Öko-Bilanz weiter verbessern soll der Hybridantrieb, der aber besonders aus Image-Gründen wichtig ist: Er kommt gesellschaftlich wegen des grünen Images gut an, bringt tatsächlich aber nur eine geringe Verbrauchseinsparung.

Cayenne kann kurze Strecken elektrisch fahren

Wie beim Schwestermodell VW Touareg arbeiten ein 333 PS starker 3,0-Liter-V6-Kompressorbenziner und ein Elektromotor mit 47 PS zusammen. Neben der Unterstützung des Verbrennungsmotors beim Anfahren und Beschleunigen kann der Elektromotor den Cayenne kurze Strecken auch rein elektrisch antreiben. Allerdings erfordert dies einen äußerst sensiblen Gasfuß, ansonsten springt sofort der Verbrennungsmotor an und der Verbrauch steigt: Auf dem Papier ist für 100 Kilometer 8,2 Liter Super Plus angegeben, in der Praxis kann man sich jedoch glücklich schätzen, wenn man unter zehn Litern bleibt. Weniger Verbrauch ist zwar möglich, erfordert jedoch eine Fahrweise, mit der man zum Hindernis im fließenden Verkehr wird.

Einstiegsdiesel braucht 7,6 Liter

Die übrigen Verbrennungsmotoren der Angebotspalette wurden verbrauchsoptimiert, ohne an Leistung einzubüßen. Drei der fünf Antriebe sollen weniger als zehn Liter Kraftstoff auf 100 Kilometern benötigen. Möglich machen das unter anderem die neue ZF-Achtgangautomatik mit Start-Stopp-System, ein neues Thermomanagement und der Einsatz von Leichtbaumaterialien. Am sparsamsten ist man mit dem V6-Dieselmotor unterwegs, der bei 240 PS lediglich 7,4 Liter Diesel benötigt.

Gefühl der Sicherheit

Beim 3,6-Liter-V6-Benziner sinkt trotz einer um zehn PS auf 300 PS gesteigerten Leistung der Normverbrauch von 12,4 Liter auf 9,9 Liter Super Plus. Der V8-Turbo leistet 500 PS und schluckt laut Hersteller 11,5 Liter Super Plus. Zudem lässt sich der allradgetriebene Cayenne wie gewohnt on- und offroad souverän bewegen, mit seinen elektronischen Helfern bewältigt er jede fahrerische Herausforderung. Dabei gibt er gleichzeitig den Insassen ein Gefühl der Sicherheit, gepaart mit Komfort und einem edlen Ambiente.

Neuer Cayenne bis zu 4000 Euro teurer

Doch all das hat seinen Preis. Je nach Modell ist dieser gegenüber dem Vorgänger zwischen 2000 Euro und 4000 Euro gestiegen. Preislich geht es bei 55.431 Euro für die ab Juli erhältliche Variante mit dem V6-Benziner los, der ab Juni beim Händler eintreffende Diesel kostet ab 59.596 Euro, die V8-Modelle S und Turbo sind ab Mai für 72.686 Euro beziehungsweise 115.526 Euro zu haben.

Bewertung

Plus: gefällige Optik, gestiegene Vielseitigkeit
Minus: polarisierendes Heck-Design

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