22.04.2010, 16:02 Uhr | mid
Mercedes E-Klasse Langversion (Foto: Mercedes)
Neben BMW und Audi zeigt auch Mercedes-Benz auf der Automesse in Peking eine neue Stretchversion. Die Stuttgarter haben die E-Klasse durch eine Verlängerung des Radstands auf S-Klasse-Niveau gestreckt und wollen vor allem betuchte Chinesen locken. Das rollende Business-Center wird sogar im Reich der Mitte gebaut.
In China wächst der Absatz von großen Limousinen ständig. So wurden in der Klasse, in der sich BMW 5er, Audi A6 und Mercedes E-Klasse tummeln, im Jahr 2008 rund 122.000 Fahrzeuge verkauft. Im laufenden Jahr werden es wahrscheinlich 200.000 Einheiten sein.
Neun von zehn dieser Autos werden in der Langversion bestellt. Die Zielgruppe sind vor allem Unternehmer und Selbstständige. Selbstfahrer sind dort die Ausnahme, die meisten Top-Manager lassen sich chauffieren - im Fond muss man es sich also besonders gemütlich machen können.
Die Langversion der Mercedes E-Klasse ist mit gut fünf Metern kaum kürzer als eine S-Klasse und hat einen Radstand von gut drei Metern. Im Fond des Fünfsitzers stehen den Passagieren dadurch 14 Zentimeter mehr Beinfreiheit zur Verfügung als in einer normalen E-Klasse. Der Beifahrersitz kann auch vom Fond aus elektrisch verstellt werden. Im Kofferraum finden 540 Liter Platz, und im Vergleich zu größeren Limousinen hat die E-Klasse einen relativ kleinen Wendekreis - nicht unwichtig im täglichen Verkehrchaos chinesischer Großstädte.
Bei den Motoren unterscheidet sich die für China bestimmte Limousine ebenfalls von ihren Artgenossen. Während die Europa-Version fünf Benzinmotoren zwischen 183 PS und 525 PS sowie zahlreiche Dieselaggregate im Angebot hat, stecken im Reich der Mitte wahlweise ein rund 204 PS starker Vierzylinder-Benziner oder ein Sechszylinder-Ottomotor mit 245 PS unter der Haube. Weitere Motoren sollen später folgen. Für die zum Teil dürftigen Straßenverhältnisse in China wird die lange E-Klasse außerdem ab Werk mit einer leicht erhöhten Bodenfreiheit versehen.
Das China-Modell der E-Klasse ist umfangreich ausgestattet, unter anderem sind Bi-Xenonscheinwerfer mit adaptivem Lichtsystem, ein adaptives Fahrwerk, DVD-Navigationssystem, Zweizonen-Klimaautomatik und ein elektrisches Schiebedach an Bord. Das Top-Modell verfügt zudem über ein Fond-Entertainment-System mit DVD-Wechsler sowie Einzelsitzen im Fond.
Die E-Klasse hat sich bislang in China mehr als 12.000 mal verkauft, von der Langversion erhoffen sich die Stuttgarter einen neuen Schub. Während der normale Wagen in Deutschland gebaut wird, entsteht die neue Variante vor Ort bei der Beijing Benz-Automotive Co. Ltd. (BBAC). BBAC ist ein Joint Venture zwischen der Daimler AG und der Beijing Automotive Industry Holding Company (BAIC).
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Quelle: mid
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