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Mercedes zeigt neuen S 63 AMG

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Mercedes zeigt neuen S63 AMG

20.07.2010, 10:40 Uhr | mid

Mercedes zeigt neuen S 63 AMG. Mercedes-Benz S 63 AMG (Foto: Mercedes)

Mercedes-Benz S 63 AMG (Foto: Mercedes)

Einen klitzekleinen Beitrag zum Umweltschutz wollen auch die Fahrer von Luxuslimousinen leisten. Deshalb kommt der Mercedes Benz S 63 AMG ab September mit einem doppelt per Turbo aufgeladenen V8-Benzinmotor auf den Markt, der aus 5,5 Litern Hubraum jetzt 544 PS Leistung schöpft. Er ersetzt den größeren, aber leistungsärmeren 6,3-Liter-Saugmotor, der, obwohl noch nicht lange im Sortiment, wegen seines höheren Verbrauchs weichen muss.

Mercedes S 63 AMG mit bösem Boller-Motor

Eine Notlösung mit Abstrichen in Agilität und Fahrverhalten ist der neue Achtzylinder keineswegs. Bereits beim Starten des Motors offenbart der Benziner mit einem lauten, bösartigen Aufbrüllen seine sportliche Angriffslust, die jeden Sonntagsfahrer das Fürchten lehrt. Trotz des kleineren Hubraums ist die Leistung gegenüber dem 6,3-Liter-Motor um 20 PS auf 544 PS gewachsen.

Wie ein Düsenjet beim Starten

Ein kraftvoller Tritt auf das Gaspedal lässt die Luxuslimousine blitzartig vorpreschen, so dass die Insassen in die gut konturierten Sitze gepresst werden wie in einem Düsenjet beim Startvorgang. Das beachtliche Fahrzeugleergewicht von gut zwei Tonnen scheint dabei gar nicht existent, lässig wird binnen 4,6 Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt.

571 PS gegen Aufpreis möglich

Schluss ist bei elektronisch abgeregelten 250 km/h. Etwas länger währt das Moment der Beschleunigung mit dem aufpreispflichtigen Performance-Paket. Für zusätzliche 8000 Euro steigt die Motorkraft auf 571 PS. Als Höchstgeschwindigkeit ist dann Tempo 300 möglich.

Gut zehn Liter Verbrauch - laut Datenblatt

Trotz gesteigerter Leistungswerte sinkt der Kraftstoffverbrauch laut Mercedes um bis zu 25 Prozent gegenüber der Vorgängermotorisierung. Neben dem verkleinerten Hubraum machen dies vor allem die strahlgeführte Direkteinspritzung und die doppelte Turboaufladung möglich. Wer behutsam mit dem Gaspedal umgeht, soll laut Hersteller durchschnittlich nur 10,4 Liter Superbenzin auf 100 Kilometern benötigen.

Start-Stopp-System im Mercedes S 63 AMG

In der Praxis ist dieser Normwert unerreichbar, liegt aber dennoch unter dem Vorgängerwert von 14,3 Litern Super. Im Stadtverkehr kommt mittlerweile ein gut funktionierendes Start-Stopp-System zum Einsatz. In Kombination mit der serienmäßigen Siebenstufenautomatik wird der Motor sanft abgeschaltet, sobald an der Ampel gehalten wird. Lässt der Fahrer das Bremspedal wieder los, geht es unter betörendem Motorensound direkt wieder los. Ausgeschaltet ist das Spritsparsystem im Sportmodus.

Lenkung etwas zu schwammig

Auch mit dem neuen Motor bleibt der S 63 AMG mehr ein komfortabler Luxusgleiter als ein agiler Sportwagen. Die Luftfederung ist ordentlich straff, eine intelligente Wanksteuerung gleicht Neigungen bei schnellen Kurvenfahrten aus. Die eine Spur zu schwammige Lenkung ist zwar für Autobahnfahrten geeignet, aber nicht für schnelle Kurven. Für die Sicherheit an Bord sorgen serienmäßig AMG-Hochleistungsbremsen, Airbags und der Schleuderschutz ESP. Außerdem sind diverse aktive Fahrerassistenzsysteme verfügbar, so gibt es einen Notbremsassistenten, der die Unfallschwere bei Kollisionen mindert bis gänzlich verhindert, oder einen aktiven Spurhalteassistenten, der vor dem unbeabsichtigten Fahrbahnwechsel warnt.

Nur leichte optische Änderungen

Wer den Neuen von außen erkennen will, muss genau hinsehen. Neben den Schriftzügen an der Fahrzeugflanke sind die neuen, rechteckigen Auspuffendrohre und ein modifiziertes Felgendesign die einzigen Hinweise auf den Hubraumschwund unter der Motorhaube. Im Innenraum wechselt sich schwarzes Leder mit Edelholz- und Chrom-Applikationen ab.

Preis um die 150.000 Euro

Der neue Mercedes-Benz S 63 AMG beweist, dass auch bei weniger Hubraum mehr Leistung und geringerer Verbrauch möglich sind. Wer das allerdings braucht, ist fraglich. Wer sich diesen Luxus leistet, muss mindestens 143.752 Euro berappen, bei langem Radstand werden gar 151.368 Euro fällig.

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