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Auto-Test: Mitsubishi ASX vs. Nissan Qashqai vs. Skoda Yeti

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Test: Mitsubishi ASX vs. Nissan Qashqai vs. Skoda Yeti

09.08.2010, 14:51 Uhr | Mario Hommen, Autoscout 24

Auto-Test: Mitsubishi ASX vs. Nissan Qashqai vs. Skoda Yeti. Skoda Yeti (Foto: Skoda)

Skoda Yeti (Foto: Skoda)

Ein Kompakt-SUV mit Diesel für knapp 20.000 Euro? Von Nissan Qashqai, Skoda Yeti und Mitsubishi ASX gibt es solche Geiz-Versionen. Mit Frontantrieb und Spardiesel haben sie ihre halbseidenen Offroad-Ambitionen zwar gänzlich abgelegt, im Gegenzug bieten sie dafür bei Anschaffungskosten und Spritkonsum erfreulich niedrige Niveaus. Der Neuling ASX prescht dabei mit einen Diesel vor, der trotz ökonomischer Korsettierung extra viel Leistung bietet. Ein beeindruckender Ausreißer.

Bereits optisch gibt sich der mit 150 PS gut 40 PS stärkere ASX 1.8 DI-D mit seinem Jetfighter-Kühlergrill fordernd und selbstbewusst. Ähnlich wie der im Frühjahr 2010 optisch geschickt modernisierte Qashqai 1.5 dCi (106 PS), betont der ASX mit seiner coupéhaften Dachlinie Sportlichkeit. Der Yeti (2.0 TDI/110 PS) hingegen pfeift auf derartige Mode-Allüren und kann trotz seiner bisweilen eigenwillig anmutenden Pragmatismus-Optik wohl am besten gefallen. Oder wertfreier ausgedrückt: Sein Design wirkt zeitloser.

Darüber hinaus bietet die Yeti-Karosserie einige handfeste Vorteile. So fallen die C-Säulen recht schmal aus, was die beste Sicht beim Schulterblick nach hinten ermöglicht. Zudem ist die Kopffreiheit auf beiden Reihen am üppigsten. Anders beim Qashqai: Sein schickes Glasdach mit Elektro-Rollo schränkt den Spielraum nach oben ziemlich ein.

Transportmeister Yeti

Noch enger ist es unter der offenen Heckklappe des Qashqai, die für Personen über 1,70 Meter zur Kopfnussfalle mutiert. Wer größer ist, muss also leicht gebeugt das klassisch variable Gepäckabteil beladen, das sich mit zwei Handgriffen von knapp über 400 auf 1.500 Liter erweitern lässt. Beim Gepäckraum-Volumen liegt der ASX mit dem Qashqai auf etwa gleichem Niveau. Doch öffnet beim Diamantenträger die Heckklappe höher und ist die Rückenlehne in der Neigung verstellbar. Außerdem bemerkenswert: Dank des längsten Radstands bietet der ASX die größte Kniefreiheit im Fond.

Variabilitäts- und Stauvolumen-Fetischisten dürfte allerdings der Yeti am meisten begeistern. Sein mustergültiger Kofferraum variiert dank der individuell in Längsrichtung verschiebbaren drei Einzelsitze der Rückbank zwischen 400 und 500 Liter; klappt man die drei Sessel nach vorne, wächst das Stauvolumen auf 1580 Liter und nach dem Komplettausbau der Fondbestuhlung sogar auf 1760 Liter. Etwas Kraft braucht man allerdings beim Sitzausbau und eine Lager-Möglichkeit für die drei Stühle.

Wohnwelten

Auch weiter vorne kann der Yeti mit toller Verarbeitung, den feinsten Materialien und dem wohnlichsten Ambiente überzeugen. Für die besonders schicke und an Optionen reiche Ausstattung verlangt Skoda allerdings happige Aufpreise. Auch der Qashqai ist statt in der Basisversion in der nächsthöheren Ausstattung Acenta (2050 Euro Aufpreis) angetreten, die mit hellen Polsterfarben und einem sympathischen Materialmix ein bereits bemerkenswert wohnliches Flair vermittelt.

Beim ASX scheiden sich die Geister. Hier ist alles besonders aufgeräumt, klar strukturiert und sehr leicht zu bedienen. Doch muss man das gewiss nicht abstoßende, jedoch weitgehend in Schwarz gehaltene Ambiente schon mögen. Etwas buntes Leben bringt immerhin das mittig im Kombiinstrument befindliche Farbdisplay ins Spiel, das allerdings erst ab der Ausstattung Invite (2000 Euro Aufpreis) zum Serienumfang gehört.

Theorie und Praxis

Unter anderem zeigt dieses Display neben einer Gangwahl-Empfehlung auch den Status der AS&G genannten Start-Stopp-Automatik an. Beide Funktionen sind beim ASX schon ab der Basis serienmäßig an Bord, um den ohnehin effizienten 1,8-Liter-Diesel beim Sparen zusätzlich zu unterstützen. Dank der niedrigsten Verdichtung aller Pkw-Diesel und einer auf der Einlassseite variablen Ventilhubsteuerung überzeugt die Mitsubishi-eigene Neuentwicklung mit einer besonders sauberen und genügsamen Verbrennung. Den Verbrauch geben die Japaner mit fünfeinhalb Litern an. Skoda soll mit seinem Zwei-Liter-Common-Rail-Aggregat bei 5,4 Litern liegen, während sich der Qashqai mit seinem kleinen 1,5-Liter-Vier-Zylinder sogar mit 4,9 Liter zufrieden geben soll.

Die Praxis sieht allerdings etwas anders aus. So kommt bei allen Probanden ein Praxisaufschlag von etwa zwei Litern hinzu. Auf meist flott gefahrenen Autobahnkilometern (jeweils Tempomat 160) verbrauchten wir mit dem ASX 7,2, mit dem Nissan 7,3 und mit dem Skoda sogar 7,6 Liter. Ein fehlender sechster Gang und der höchste Cw-Wert dürften beim Skoda für dieses vergleichsweise schlechte Abschneiden verantwortlich sein.

Mitsubishi begeistert mit Diesel und Komfort

Trotz des niedrigsten Verbrauchs fährt der enorm elastische Diesel-ASX längsdynamisch einen deutlichen Vorsprung heraus. Bei unseren Messungen sprintet der Neuling mit 10,2 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 zwar eine halbe Sekunde langsamer als vom Hersteller angegeben, doch Skoda (11,9 Sekunden) und Nissan (12,3 Sekunden) fahren deutlich hinterher. Auch bei der Endgeschwindigkeit setzt sich der ASX (200 km/h) klar ab und streichen die anderen beiden bereits bei 176 beziehungsweise 177 km/h die Segel. Hervorzuheben ist beim Skoda noch, dass sein besonders kultivierter Motor bei Gangwechseln die Leistung im Gegensatz zu ASX und Qashqai nicht zusammenbrechen lässt, sondern nach dem Hochschalten stets vollen Druck bietet.

Übrigens liegt der Mitsubishi selbst bei Top-Speed noch wunderbar satt auf der Straße. Besonders lobenswert ist sein im Vergleich besonders hohes Komfortniveau. Im Gegenzug ist beim ASX allerdings die Lenkung weniger direkt und die Wankneigung in Kurven stärker ausgeprägt. Doch vermag die Abstimmung des ASX am ehesten überzeugen, da sein Unterbau auf Möchtegern-Sportlichkeit verzichtet und trotz der Komfortbetonung dennoch viel Vertrauen vermittelt. Allerdings sorgen die bis zu 300 Newtonmeter Drehmoment für den stärksten Lenkeinfluss und hat der 1,5-Tonner wohl auch dank seiner Leichtlaufreifen zudem den längsten Bremsweg. Abhilfe könnten hier der traktionsstarke Allradantrieb und vielleicht auch andere Reifen schaffen.

Sicher sind sie alle

Wer’s lieber eine Spur härter hat und eine astreine Dynamik-Abstimmung bevorzugt, wird mit dem Yeti am glücklichsten. Mit ihm zieht man den saubersten Kurvenstrich und bekommt die beste Rückmeldung. Auch der Qashqai kann mit seiner Fahrwerksabstimmung weitgehend überzeugen und beeindruckt in unserem Vergleich zudem mit dem kürzesten Bremsweg. Doch ist das Nissan-Modell einerseits nicht ganz so komfortabel wie der ASX und andererseits nicht ganz so sportlich wie der Yeti.

In Hinblick auf die Sicherheit sind alle Probanden auf hohem Niveau und weist keiner der drei Kompakt-SUVs nennenswerte Lücken bei passiver wie aktiver Sicherheit auf. Noch allerdings steht beim ASX der EuroNCAP-Crashtest aus. Sein Zielwert ist ein Fünf-Sterne-Top-Ergebnis beim Insassenschutz, was Yeti und Qashqai jeweils erreicht haben.

ASX trotz Mehr-PS günstig

Obwohl bei unseren drei Testkandidaten hinsichtlich Motorleistung eine ziemliche Lücke klafft, bewegen sich alle drei mit nur wenigen Euro Unterschied auf gleichem Basis-Preisniveau. Die Ausstattungen setzen dabei allerdings etwas unterschiedliche Akzente. So gehört beim Yeti die besonders variable Rückbank bereits ab der Basis zur Serienausstattung und ist Vergleichbares bei den anderen beiden grundsätzlich nicht verfügbar. Doch sonst ist die Yeti-Basis ziemlich nackt. Dafür sind beim ASX in der Basisversion einige attraktive Extras wie CD-Radio, Start-Stopp-Automatik und Klimaanlage mit dabei. Ähnlich gut bestückt ist auch der Qashqai, der in der Basisversion als Besonderheit noch über einen per Lenkradtasten bedienbaren Tempomaten verfügt.

Will man übrigens Yeti oder Qashqai mit einem vergleichbar starken Dieselmotor wie den 150-PS-ASX bestellen, werden im Fall des Nissan mindestens 25.500 Euro fällig und beim Skoda gar 27.600 Euro. Beide bieten dann aber eine gehobene Ausstattung, der Yeti sogar Allradantrieb. Doch selbst mit Allradantrieb und einer besseren Ausstattung kann der ASX seine Kontrahenten immer noch deutlich unterbieten. So kostet der 1.8 DI-D 4WD in der Ausstattung Invite 24.790 Euro.

Fazit

Ginge es allein um Qualität, der Skoda Yeti wäre der klare Sieger in diesem Vergleich. Der Tscheche bietet die feinsten Materialien, eine Top-Verarbeitung, eine vorbildliche Variabilität und ein herausragendes Fahrspaß-Fahrwerk.

Doch auch Quantitäten sind gefragt, und hier kann der ASX einige gewichtige Kaufargumente für sich geltend machen. Trotz der mit Abstand höchsten Motorleistung bietet der Mitsubishi den niedrigsten Verbrauch und er kostet trotz seiner Mehr-PS und einer guten Ausstattung nicht mehr als Yeti und Qashqai. Zusammen mit seinem angenehm komfortablen Fahrwerk fährt der Mitsubishi deshalb auf Platz eins.

Der Qashqai begegnet in fast allen wichtigen Punkten seinen beiden Kontrahenten auf Augenhöhe, ist beim Bremstest sogar vorn. Doch im Passagierraum und unter der Heckklappe geizt er mit Kopffreiheit und schafft mit seinem zwar sparsamen aber auch etwas trägen Diesel nur Platz drei.

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