26.10.2010, 14:24 Uhr | dpa
Erstmals hat ein alltagstaugliches Elektroauto eine Strecke von rund 600 Kilometern ohne Aufladen zurückgelegt. Das Auto war von München nach Berlin unterwegs und erreichte am Dienstagmorgen die Hauptstadt. Das Projekt wurde von dem jungen Berliner Technologieunternehmen DBM Energy und dem Energieanbieter lekker Energie durchgeführt.
Der umgebaute Audi A2 fuhr in sieben Stunden 605 Kilometer mit im Schnitt 90 Kilometern pro Stunde nach Berlin. Das Auto ist wie ein herkömmlicher Benziner mit vier Sitzen ausgestattet und hat einen vollständig nutzbaren Kofferraum. Bei anderen E-Autos war bisher der Kofferraum durch große Batterien ausgefüllt worden.
Die Batterie auf Lithium-Metall-Polymer- Basis kann nach Unternehmensangaben bis zu 500.000 Kilometer schaffen, bevor sie ausgetauscht werden muss. Sie ist bisher nicht zu kaufen und soll nun zur Serienreife weiterentwickelt werden.
DBM-Chef Mirko Hannemann erklärt, die Batterie des "lekker mobils" brauche vier Stunden zum Aufladen - wegen des veralteten deutschen Stromnetzes, sonst sei das auch in ein paar Minuten möglich. Sie wiegt etwa 100 Kilogramm, insgesamt kann der Wagen ein Gesamtgewicht mit Insassen von bis zu 1600 Kilogramm haben.
Hannemann berichtete, dass vor der Weltrekordfahrt 50 Experten sechs Wochen lang fast rund um die Uhr an der Technik gefeilt hätten. Das junge Unternehmen DBM hat seit einem Jahr an der Batterie auf Lithium-Metall-Polymer-Basis gearbeitet. Anleihen wurden auch beim Gabelstapler gemacht, "der seit hundert Jahren elektrisch fährt".
Der Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer sprach bei n-tv von einer sehr beachtlichen Leistung. "Aber was man braucht, ist über 15 Jahre 600 Kilometer fahren zu können." Er betonte, bereits in fünf Jahren könnten die Batterien flächendeckend deutlich leistungsstärker und billiger sein als bisher.
Ähnliche Langstrecken-Versuche sind bereits mit Experimentalautos unternommen worden. So war es im Mai dem Japan Electric Vehicle Club gelungen, mit einem Elektroauto 1000 Kilometer zu fahren, ohne die Batterie zwischendurch aufzuladen. Allerdings kann dieses Gefährt nicht im Alltag eingesetzt werden.
Zuletzt berichtete auch BMW von positiven Test-Erfahrungen. "Wir haben erkannt: Elektrische Mobilität funktioniert schon heute im Alltag", sagte die Leiterin des BMW-Büros der "Wirtschaftswoche". Das Elektroauto werde schneller Normalität werden als gedacht. Seit 2009 testet BMW im bisher größten Einzeltest knapp 600 E-Autos des Typs Mini E, 90 davon in Berlin und München.
Der Energiekonzern RWE ist sogar noch weiter und bietet schon ab 2011 ein Modell "alles aus einer Hand" an. Ab rund 30.000 Euro sind Auto und Ladestation zu bekommen und zwar die E-Modelle Mitsubishi i-MiEV, Citroën C-Zero und Peugeot iOn. Die Antriebe sind baugleich und bieten eine maximale Reichweite von 150 Kilometern.
Ratgeber - Gibt es bald satten Sound für Elektroautos?
26.10.2010, 14:24 Uhr | dpa
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