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Audi Q5 Hybrid: erste Ausfahrt im Hybrid-SUV

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Audi Q5 Hybrid  

Erste Ausfahrt im Hybrid-SUV

11.06.2011, 13:08 Uhr | Timo Bürger, Mallorca, t-online.de

Audi Q5 Hybrid: erste Ausfahrt im Hybrid-SUV. Audi Q5 Hybrid (Foto: Timo Bürger/t-online.de)

Audi Q5 Hybrid (Foto: Timo Bürger/t-online.de)

Große Worte hat Audi bei der Präsentation seines ersten Serienhybrids gewählt: "Maßstäbe beim Thema Reichweite" soll der neue Audi Q5 Hybrid setzen, "Fahrspaß und Technik bieten" und ein "wichtiger Meilenstein" für die Technikkompetenz der Ingolstädter sein. Mehr Hybris als Hybrid? Erster Test mit dem SUV Audi Q5 Hybrid Quattro.

Audi Q5 Hybrid: kaum optische Unterschiede

Äußerlich unterscheidet sich das 4,63 Meter lange Vollhybrid-SUV kaum von seinen Benzin- und Dieselbrüdern. Ein "Hybrid“-Schriftzug am Heck weist auf den Antriebsstrang hin. Kennern wird auffallen, dass der Q5 etwas geschmeidiger auf der Straße liegt. Aus Gründen der Aerodynamik haben die Ingolstädter den Q5 um 25 Millimeter tiefer gelegt, um so den "niedrigsten cw-Wert in seinem Segment“ zu erreichen.

Powermeter statt Drehzahlmesser

Aber innen hat sich etwas getan. Statt eines Drehzahlmessers blickt der Fahrer nun auf ein so genanntes "Powermeter“. Das Instrument zeigt den jeweiligen Fahrt- bzw. Leistungszustand (rein elektrisches Fahren, Hybridantrieb, „Segeln“, Rekuperieren, Boosten) an. Zusätzlich informiert ein Instrument über den Ladezustand des 1,3 kWh starken und 40 kW leistenden Lithiumionen-Pakets.

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Die Batterien sind fix leer

Powermeter und Batterieanzeige sind ohne Frage Hingucker. Grafisch sehr übersichtlich gelöst und optisch ansprechend, ist man dauernd geneigt, dorthin zu blicken statt auf die Straße. Zuweilen kann man aber gar nicht so schnell schauen, wie sich die Nadel der Batterie gegen Null bewegt.

Motor-Wechselspiel kaum zu vernehmen

Drei Kilometer rein elektrisches Fahren bei konstanten 60 km/h verspricht Audi. Das ist - wie sich schnell herausstellt - eher ein mathematisch errechneter Wert. Nach 1,5 Kilometern bei vollgeladenen Batterien sprang der 211 PS starke 2,0 TFSI wieder an. Allerdings kaum spürbar und so leise, dass die Zündung nur bei heruntergelassenen Scheiben zu hören ist. Immerhin kann man so - und das ist nicht sarkastisch gemeint - rein elektrisch zur Tankstelle um die Ecke fahren.

Akkus nehmen keine Stauraum weg

Rein elektrisches Fahren ist zudem nur die halbe Wahrheit. Geht der Fahrer vom Gas (etwa bei Gefällen oder beim Zurollen auf eine rote Ampel), wird der Verbrennungsmotor vom Antrieb abgekoppelt und so der Elektromotor zum Generator. So versorgt die E-Maschine die Akkus wieder mit Energie, so dass bei erneutem Anfahren wieder einige Meter mit E-Power gefahren werden kann. Die Akkus sind unter dem Laderaumboden platziert und nehmen so keinen zusätzlichen Platz des Gepäckraums weg; die 460 Liter stehen nach wie vor zur Verfügung.

Tadellose Automatik

Wenn man Sprit sparend unterwegs sein will, muss man natürlich vorausschauend fahren. Das System an sich funktioniert einwandfrei, die Höhe des Energiegewinns oder -verlustes liegt also am Fuß des Fahrers. Und der kann eigentlich kaum Fehler machen, muss er sich doch keine Gedanken machen über optimale Schaltpunkte: Die überarbeitete Achtstufen-Automatik (statt Drehmomentwandler mit E-Motor) harmoniert tadellos mit den beiden Motoren. Gangwechsel sind praktisch nur optisch im Powermeter zu erkennen - zu spüren sind sie so gut wie nicht.

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Der Audi Q5 Quattro kann auch heftig

Bei aller Liebe zum Sparen: Der Q5 will nicht nur grüner Begleiter sein, sondern auch dynamisches Allround-SUV. "Performance-Hybrid" nennen die Ingolstädter den Wagen und schnell wird klar, warum: Mit insgesamt 245 PS und kurzzeitig geboosteten 480 Newtonmeter schiebt das 1910 Kilogramm schwere Fahrzeug unerwartet vehement nach vorne. 7,1 Sekunden auf Tempo 100 verrät das Datenblatt.

Zwei Tonnen müssen bewegt werden

Aber, da täuschen die Zahlen nicht, der Q5 ist absolut gesehen kein Leichtgewicht. Zwar werden die Audi-Ingenieure nicht müde darauf hinzuweisen, dass der Q5 Hybrid Quattro "leichtestes Hybrid-SUV“ ist. Unterm Strich bleibt aber: Der Wagen reißt vollgetankt und mit Fahrer die Zwei-Tonnen-Marke (etwa 130 Kilo macht das Hybrid-Package aus).

Neun Liter Verbrauch sind realistisch

Dennoch - das Bündel an Spritsparmaßnahmen zeigt Wirkung: Die 6,9 Liter auf dem Datenblatt sind fast machbar - wenn man sich Schleichfahrt-artig durch Tempo-30-Zonen rollt, die erlaubte Höchstgeschwindigkeit keinesfalls ausreizt, das Powermeter permanent im Auge hat und verkehrstechnisch weiter als bis zur nächsten Straßenecke denkt. Wer den Wagen "normal" bewegt, kommt ebenfalls mit einem durchaus akzeptablen Verbrauch für einen Benzin-Zweitonner hin: 9,0 Liter wies die Anzeige an Ende der Testfahrten aus.

Audi Q5 Hybrid Quattro ab gut 53.000 Euro zu haben

53.700 Euro will Audi für den Q5 (kommt im Herbst) haben. Das sind 10.000 mehr als der reguläre 211-PS-Benziner 2,0 TFSI mit S-Tronic-Getriebe. Dafür gibt’s einige Extras (unter anderem Info-/Navisystem MMI plus), so dass die Hybridkomponenten laut Audi mit etwa 5000 Euro zu Buche schlagen.

Fazit Audi Q5 Hybrid Quattro

Was bleibt unterm Strich: Der Q5 ist ein Fahrzeug, dessen Hybridsystem tadellos funktioniert. Mit permanentem Allrad (und trotz Tieferlegung) eignet er sich zudem für das Befahren unbefestigter Straßen. Das Kofferraumvolumen bleibt erhalten, folglich auch die Qualitäten als Gepäck-tauglicher Reise- und Familienwagen. Er kann ebenso sparsam wie einigermaßen sportlich unterwegs sein. Kurz: ein Allrounder für viele Ansprüche. Und wer viel verlangt, darf sich auch über den zugegebenermaßen nicht geringen Kaufpreis beschweren.

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