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25 Jahre Opel Omega - der Letzte seiner Art

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25 Jahre Opel Omega - der Letzte seiner Art

21.07.2011, 11:11 Uhr | (sp-x), Autoscout24

25 Jahre Opel Omega - der Letzte seiner Art. Opel Omega - der letzte große Opel mit Hinterradantrieb (Foto: Opel) (Quelle: Hersteller)

Opel Omega - der letzte große Opel mit Hinterradantrieb (Foto: Opel) (Quelle: Hersteller)

Heute soll der elektrisch angetriebene Ampera die Marke im Zeichen des Blitzes zu Image und neuen Erfolgen führen. Vor genau 25 Jahren war es der Omega, der Opel mit dem Aerodynamikbestwert von Cw=0,28 und dem Anspruch besonderer Umweltfreundlichkeit durch neue Diesel und starke Benziner mit serienmäßigem Drei-Wege-Katalysator in der oberen Mittelklasse ganz nach vorne bringen sollte.

Auf den Opel Rekord folgte der Opel Omega

Auf den anvisierten Rekordkurs ging der Omega mit nur knapp zwei Millionen Einheiten zwar nicht, einen besonderen Markstein in der Geschichte des Rüsselsheimer Konzerns setzte der Nachfolger des Opel Rekord dennoch: Als letzter großer Opel mit Hinterradantrieb lieferte er die Basis für das neue Opel-Flaggschiff Senator und die Spitzenmodelle anderer GM-Marken auf fast allen Kontinenten. Allein am Kultstatus fehlt es dem vorläufig letzten großen Opel. Daran änderten auch vor Kraft strotzende Leistungsträger wie der bis zu 377 PS starke Lotus Omega, die Sportversionen Omega 3000 und Evolution 500 oder der zwar angekündigte, aber nicht realisierte Omega V8 wenig.

Opel Omega gebraucht ein Schnäppchen

Auf dem Gebrauchtwagenmarkt zählen Omega der zweiten Generation deshalb zu den günstigsten Gelegenheiten. Die bereits rare erste Omega-Serie hat zwar schon das Zeug zum Klassiker, wartet aber noch auf die Entdeckung durch die Youngtimer-Szene. Mehr als drei Jahrzehnte war der Rekord das beständige Bindeglied zwischen Kadett und Kapitän, die entscheidende Beförderungsstufe auf der Karriereleiter des Opel-Fahrers, der ganz nach oben wollte. Erst die Generation Golf und ihr Griff zu neuen Premium-Alternativen von Audi und BMW änderte alles. So auch die Opel-Modellpalette als automobiles Abbild eines Aufsteigers im Wirtschaftswunderland vom Arbeiter zum Arbeitgeber mit dem Rekord als wichtiger Zwischenstation.

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Omega als Basis für neue Oberklasse

Repräsentative Kapitäne, Admirale und Diplomaten waren nun nicht mehr gefragt und in den 1980er Jahren erzielte auch der Rekord keine Bestwerte mehr in den Verkaufsstatistiken. Opel suchte nach neuen Symbolen für das A und O des gesellschaftlichen Aufstiegs und fand dafür in der bürgerlichen Mitte Astra und Omega. Besondere Bedeutung als neuer Bürgermeister kam dem Omega zu. Dies nicht nur als Nachfolger der umsatzstarken Rekord-Reihe, sondern auch als Basis für die internationale neue Opel-Oberklasse aus Senator und V8-Varianten.

Gewaltige Entwicklungskosten

Mehr als zwei Milliarden Mark hatte Opel in die Entwicklung des Omega investiert, der ab August 1986 in einem völlig neuen Produktionswerk vom Band lief und der in Europa gemeinsam mit seinem britischen Schwestermodell Vauxhall Carlton vor allem gegen den fast schon futuristisch gezeichneten, fünftürigen Ford Scorpio antrat. Ebenso wie das Ford-Flaggschiff sollte auch die frische Führungsriege von Opel durch einen Namenswechsel den Start in eine neue Ära verkünden. Omega hatte sich durchgesetzt gegen Vorschläge wie Antara und Modena. Geblieben war allerdings das traditionelle Opel-Limousinen-Layout aus viertürigem Stufenheck und angetriebener Hinterachse.

Omega auch als Caravan

Wahlweise gab es wieder einen Caravan. Eine bei Opel traditionelle Karosserievariante, der jetzt besonderes Gewicht zukam, nachdem auch Audi, Mercedes und BMW den Kombi gesellschaftsfähig machten. Mit BMW verband Opel ab 1994 zudem erstmals eine Motorenkooperation, denn die Münchner lieferten Sechszylinder-Diesel nach Rüsselsheim. Ein Turbomotor, der im Omega sogar durch größere Zuverlässigkeit glänzte als im 5er BMW. Dafür blieb ansonsten ausgerechnet die unbefriedigende Verarbeitungsqualität ein Makel, gegen den Opel bis zum Omega der vorletzten Serie fast schon verzweifelt ankämpfte. Verloren war der schon sprichwörtliche Nimbus "Opel - der Zuverlässige". Vielleicht war es auch dieser Rufschaden, der dem Omega und seinem 1987 lancierten geringfügig größeren Bruder Senator letztlich keine Chance ließ im Kampf gegen die süddeutschen Premium-Wettbewerber.

Lotus-Omega mit 377 PS

Daran konnten weder der Gewinn des prestigeträchtigen Titels "Autos des Jahres/Car of the Year 1987" noch sportliche Überflieger wie der Omega 3000, der als Homologationsmodell bei Irmscher gefertigte Omega Evolution 500, das folgende Motorsportengagement in der DTM oder der Lotus Omega als damals schnellste Serien-Limousine der Welt etwas ändern. Vorgestellt worden war der erste viertürige Lotus, der in das Opel- und Vauxhall-Programm integriert wurde, bereits auf dem Genfer Salon 1989. Die Produktion des 280 km/h schnellen, spoilerbewehrten, "empiregrün"-lackierten Familien-Racers startete aber erst im Oktober 1990. Bis 1992 sollten in der Lotus-Manufaktur im englischen Hethel 1.100 Einheiten des bis zu 377 PS starken Über-Omega  entstehen - so die Planung. Tatsächlich wurden es aber nur 907 Exemplare, immerhin war der Opel von Lotus mit Preisen ab 125.000 Mark zwar billiger als der Rivale Mercedes 500 E, aber teurer als Porsche 911 oder Maserati 430.

1994 startete der Omega B

Offenbar zu optimistisch waren auch die Absatzplanungen für die bürgerlicheren Omega. Als im August 1993 nach immerhin knapp einer Million Einheiten die Bänder zur Umrüstung für den Nachfolger angehalten wurden, reichten die Lagerbestände noch bis Anfang 1994. Fotos von Prototypen und Erlkönigen des neuen Omega kursierten zwar bereits seit Anfang der 1990er Jahre in der Presse, seine Markteinführung feierte der Omega B aber erst im April 1994. Neu waren nicht nur Karosserie, Fahrwerk und verschiedene Motorversionen, sondern auch eine Spitzenversion mit dem schlichten Kürzel MV6. Der Opel MV6 mit dem bekannten 3,0-Liter-V6 und gehobener Serienausstattung übernahm nicht nur die Nachfolge sowohl des Omega 3000, sondern ersetzte auch das bisherige Flaggschiff Senator, Modelle die sich zuletzt nur noch in homöopathischer Dosierung verkauften. Ein Schicksal, das allerdings auch dem MV6 drohte, zumal er sich mit Preisen zwischen 63.000 und 66.000 Mark nur noch knapp unterhalb von Mercedes 320 E und BMW 7er bewegte.

Viele Varianten auf der Welt

Auch der ab 1996 auf dem Omega-Band produzierte Cadillac Catera konnte keine Rekordzahlen erzielen. Offenbar passte der in Design und Ausstattung nur geringfügig amerikanisierte Opel doch nicht ganz in die traditionelle Cadillac-Markenwelt. Erfolgreicher war dafür die andere internationale Verwandtschaft des Omega. In Südamerika wurde er schon in der ersten Generation als Chevrolet vertrieben. Aber auch die australischen Baureihen Holden Commodore und Monaro basieren auf dem Omega und als Monaro mit V8-Motor sowie Vauxhall-Markenzeichen fanden sie sogar den Weg nach Großbritannien.  

V8-Omega kam leider nicht

Frische Schubkraft für die größten Opel sollte deshalb ebenfalls ein V8-Flaggschiff mit dem Blitz im Emblem liefern, das allerdings kurz vor der Markteinführung im Jahr 2000 wieder zurückgezogen wurde. Mit 310 PS starkem 5,7-Liter-V8-Benziner aus der Corvette hätten es die Omega-Limousinen und Kombis mit dem BMW 540i und AMG-Typen der Mercedes-Benz E-Klasse aufnehmen können. Dagegen kündete die Studie Omega Caravan V8.com mit verlängertem Radstand und damals modernster Kommunikationstechnologie nicht nur von der Innovationsfreude der Rüsselsheimer, sondern auch von einer fahrdynamischeren Alternative zu Großraumlimousinen mit Büroausstattung.

2003 das Aus für den Omega, Nachfolger Insignia mit Vorderradantrieb

Stattdessen kam im Sommer 2003 das endgültige Aus für die letzte große Limousine mit Hinterradantrieb aus Rüsselsheim, mit der sich Opel - wie zuvor Ford mit dem Scorpio - aus der gehobenen Mittelklasse verabschiedete. Der Abverkauf des Omega zog sich noch bis zum Sommer 2004 hin, dann sollten der kleinere Vectra und der Signum mit neuem Raumkonzept die Omega-Kundschaft auffangen. So ganz glückte dies allerdings nie – weshalb fünf Jahre später der stattliche Insignia neue Zeichen zu setzen versuchte und jetzt der elektrische Ampera frische Imagefunken überspringen lassen soll.

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