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BMW X3 xDrive35i im Autotest: Unterwegs im stärksten X3

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BMW X3 xDrive35i: Unterwegs im stärksten X3

29.07.2011, 10:59 Uhr | Marcel Sommer/mid, mid

BMW X3 xDrive35i im Autotest: Unterwegs im stärksten X3. BMW X3 xDrive35i (Foto: BMW)

BMW X3 xDrive35i (Foto: BMW)

Mit Kind und Kegel im Auto in den Urlaub fahren ist einfach. Das Ganze mit einem Pferdeanhänger hinten dran ist auch noch machbar. Doch mit solch einem Gespann beim Überqueren der Pässe nicht den Anfang einer kilometerlangen Schlange zu bilden, ist hingegen schwierig. Für den BMW X3 xDrive35i ist dies aber kein Problem. Seine 306 PS beschleunigen das SUV auch mit einem bis zu 2400 Kilogramm schweren Pferdeanhänger und vollem Kofferraum spielend auf die zulässigen 80 km/h. Ohne Ballast schafft er den Sprint in 5,7 Sekunden. Damit dem Zossen im Hänger nicht schlecht wird, sollte das Gaspedal jedoch nur sanft gestreichelt werden.

BMW X3 schafft 245 km/h

Dass im Hängerbetrieb der Spritverbrauch von den normierten 8,8 Litern Benzin pro 100 Kilometer abweicht, ist klar. Dass er das auch im hängerlosen Betrieb macht, ist schade. Denn wer es darauf anlegt, die vollen 400 Newtonmetern Drehmoment über alle vier angetriebenen Räder auf die Straße zu bringen und die Endgeschwindigkeit von 245 km/h auszukosten, der sollte sich nicht wundern, wenn er bereits nach knappen 450 Kilometern den fast leergesaugten 67 Litertank befüllen muss.

Achtgang-Automatik beim BMW X3

Doch Fahrspaß kostet nun mal Geld und tut der Umwelt auch nicht gut. Der Klang, der unter Volllast sowohl vom Motorraum als auch von den beiden Endrohren ans Fahrerohr dröhnt, ist unerwartet satt. Hier spüren die Insassen die Arbeit der sechs Zylinder, die sich auf 2979 Kubikzentimetern austoben dürfen. Das hohe Drehmoment liegt übrigens über einen Drehzahlbereich von 1200 bis 5000 Umdrehungen pro Minute an, so dass das nicht spürbare Achtgang-Automatikgetriebe rein theoretisch im Stadtverkehr nur den vierten Gang einlegen müsste, um gemütlich mit dem Verkehr zu schwimmen.

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Head-Up-Display gegen Aufpreis

Damit sich der Fahrer während der zeitweise recht anstrengenden Stadtfahrt voll und ganz auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren kann, hat der X3 ein Head-Up-Display an Bord. Mit seiner Hilfe werden die aktuelle Geschwindigkeit, aktuelle Tempobegrenzungen und die Navigation farbig auf die Windschutzscheibe projiziert. Kostenpunkt: 1100 Euro extra.

Sollte sich während der Fahrt das gewünschte Fahrtziel ändern und lediglich die Information "es ist ein Reitstall im Norden von Nizza" vorliegen, helfen die netten Damen vom BMW-Service per Autotelefon weiter. Sie nehmen sogar auf Wunsch die Programmierung des Navigationssystems vor, da sie von ihrem Schreibtisch einen direkten Zugriff in das Navi haben. Bleibt da die Frage offen, was die Damen sonst noch während der Fahrt im X3 ändern können beziehungsweise wer alles von der heimlichen Fahrt zum Stall der Geliebten weiß.

Preisliste startet bei rund 52.000 Euro

Bei einem gepflegten Auftritt dürfen beim BMW natürlich die schicken 20-Zöller mit 275er Reifen nicht fehlen. Der Aufpreis von 4300 Euro macht beim Anschaffungspreis in Höhe von 52.150 Euro den Scheck auch nicht mehr sonderlich fett. Für 3390 Euro zusätzlich erhöht der Fahrer die Chance auf eine störungsfreie Fahrt. Denn mit dem Navigationssystem Professional kann die Mitfahrerin im Internet surfen - auch während der Fahrt. Der eigentliche Höhepunkt ist dabei die Möglichkeit, per Google Street View, noch endlose Kilometer entfernt vom Urlaubsort, die geeigneten Einkaufszentren oder Reitbedarf-Shops im dortigen Umfeld zu sondieren.

Kofferraum fasst bis zu 1600 Liter

Am Ferienhotel angekommen wird ausgepackt. Und das kann beim X3 lange dauern. Sein Kofferraum fasst 550 Liter, mit umgelegten Rücksitzen sogar 1600 Liter. Die Frage, ob denn bei solch einem Platzangebot überhaupt ein Anhänger für den großen Vierbeiner gebraucht wird, stellt sich hier zwar noch lange nicht. Raum für Sattel, Stiefel und die alte Schabracke (Satteldecke) ist aber auf alle Fälle vorhanden.

Um nach dem Ausladen auch der Frau die Chance einer dellenfreien Einparkaktion zu geben, lässt sich der Bayer voll automatisch rangieren. Kurz an der Parklücke vorbeigefahren, Rückwärtsgang rein, Hände weg vom Lenkrad und über das Bremspedal die Geschwindigkeit steuern - drin ist er. Wenn der Rest auch so leicht geht, hat sich die Fahrt ja schon gelohnt.

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