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Fiat Panda ist erwachsen geworden

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Fiat Panda ist erwachsen geworden

15.12.2011, 15:00 Uhr | Michael Specht, mid

. Fiat Panda in Fahrt (Quelle: Hersteller)

Fiat Panda in Fahrt (Quelle: Hersteller)

Für Autokäufer, die mit Statussymbolen wenig am Hut haben, war der Fiat Panda stets eine gute Wahl: eine Art Weltanschauung, Nonkonformismus, Kult. Das galt besonders für die erste Generation, gebaut von 1980 bis 2003: quadratisch, praktisch, günstig. "Panda - die tolle Kiste", so die damalige Werbebotschaft.

Fiat Panda ist ein Erfolgstyp

Dies traf - eingeschränkt - auch auf den Nachfolger zu, der zwar optisch nichts mehr mit dem Ur-Panda zu tun hatte, dennoch seinen Grundwerten treu blieb und auf seine Weise ein ähnlicher Sympathieträger war. Über 6,4 Millionen Panda hat Fiat bislang verkauft. Damit fährt die tolle Kiste auf einer Linie mit dem Renault 4 oder der Ente vom Citroen.

Im März bei den Händlern

Am 3. März 2012 rollt nun die dritte Generation zu den Händlern. Fiat ist sich durchaus bewusst, welche Ikone man mit dem Panda besitzt. Da ist Fingerspitzengefühl gefragt. Und daher hat Designer Roberto Giolito das Auto auch so gezeichnet, dass es ein jeder sofort als Panda wiedererkennt. Dennoch ist vieles anders, vor allem runder. Um elf Zentimeter hat sich der kleine Italiener gestreckt, fährt aber mit 3,65 Metern weiterhin in der Klasse der Kleinsten.

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Fiat Panda wird wieder in Italien gebaut

Weil hier die Karten gerade neu gemischt werden - der Volkswagenkonzern bringt die Drillinge VW up!, Seat Mii und Skoda Citygo ins Spiel - passt es gut, dass Fiat dem Panda seine neuesten Produktionsanlagen zur Verfügung gestellt hat. Generation Nummer drei wird nicht mehr in Tychy/Polen - dort läuft noch bis Ende 2012 der Vorgänger vom Band -, sondern wieder in Italien gebaut, genauer, im neu eingerichteten Werk Giambattista Vico in Pomigliano bei Neapel. Bis zu 1050 Panda können hier täglich gebaut werden.

"Squircle" ist Designmerkmal

Trotzdem verspricht Fiat Topniveau. "Die Kombination aus gut geschultem Team und modernsten Fertigungsanlagen garantiert eine sehr gute Qualität", sagt Produktionsvorstand Stefan Ketter. Der Kunde misst dies in erster Linie an der Verarbeitung im Innenraum. Und hier verbucht der neue Panda in der Tat Pluspunkte. Gegenüber dem Vorgänger wirken die Materialien deutlich hochwertiger. Ein wenig übertrieben haben die Designer aber beim sogenannten "Squircle", dem Mix aus Square (Quadrat) und Circle (Kreis). Wo man auch hinblickt oder hin fasst, alles ist eingerahmt von dieser markanten Form: Instrumente, Lüftung, Schalter, Türgriffe, ja sogar der Sitzhöhenversteller. Jedermanns Geschmack dürfte dies sicher nicht sein.

Vorne ist genügend Platz

Dafür sitzt es sich prima im Panda, auch das Platzangebot stimmt, zumindest vorne. Im Fond geht es in dieser Fahrzeugklasse naturgemäß enger zu. Doch lässt sich, je nachdem, ob Personen oder Gepäck mitfahren sollen, die Rücksitzbank längs verschieben. Der Kofferraum wuchs von 190 Liter auf 225 Liter, bei umgeklappten Lehnen sind es bis zu 870 Liter.

TwinAir-Motor an Bord

Neuer Look, neues Werk, da darf ein neuer Motor nicht fehlen. Neben den bekannten 1,2-Liter-Vierzylinder mit 69 PS und 1,3-Liter-Turbodiesel mit 75 PS erweitert Fiat die Antriebspalette um seinen einzigartigen Zweizylinder. Der nur 0,9 Liter kleine Turbo-Direkteinspritzer aus der TwinAir-Familie leistet 85 PS und lässt den Panda wenn nötig in nur zwölf Sekunden auf 100 km/h preschen. Als Spitze sollen 177 km/h drin sein, als Verbrauch gibt Fiat 4,2 Liter an.

Erwachsener als der Vorgänger

Auf einer ersten Testfahrt in und um Neapel hat sich das TwinAir-Motörchen als recht agil gezeigt. Gewöhnen sollte man sich nur an den knurrigen Klang beim Beschleunigen und daran, dass der Zweizylinder keine niedrigen Drehzahlen mag. Im langsamen Stadtverkehr muss unnötig oft in den ersten Gang zurückgeschaltet werden. Entschädigt aber werden die Insassen durch ein gut abgestimmtes Fahrwerk mit viel Komfort und leisen Abrollgeräuschen. Der neue Panda wirkt eine ganze Klasse erwachsener als sein Vorgänger.

Fiat Panda wohl unter 10.000 Euro

Wie knapp im Klassenkampf der Kleinsten kalkuliert werden muss, zeigen die Ausstattungen. Das gilt besonders fürs Einstiegsmodell "Pop". Zwar gibt Fiat noch keine Verkaufspreise bekannt, zu rechnen aber ist mit unter 10.000 Euro. Dafür sind die vorderen Türen mit elektrischen Fensterhebern versehen und es gibt eine Zentralverrieglung.

Wer mehr will, muss mehr zahlen

Wer Letzteres vom Schlüssel aus bedienen möchte, muss in die Ausstattungslinie "Easy" aufsteigen. Hier sind zudem eine Dachreling, Seitenschutzleisten und eine Radiovorbereitung an Bord. Ab Werk Musik hören kann man schließlich in der höchsten Ausstattungsversion "Lounge", bei der auch eine Klimaanlage und elektrische Außenspiegel zum Lieferumfang gehören.

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