09.01.2012, 13:13 Uhr | dpa, dapd
VW-Chef Martin Winterkorn wollte es selber machen: "8,156 Millionen Pkw", verkündete der 64 Jahre alte Manager in einer Ecke der Detroiter Jazzkneipe Cliff Bell's das Jahresergebnis 2011. Und weil nicht alle Zuhörer bei der lauten Musik verstanden hatten, schrieb Winterkorn die Zahl kurzerhand auf einen Notizblock, ehe er mit den anderen VW-Topmanagern und ihren Gästen das Rekordergebnis feiern ging.
Wie dem Konzern aus Wolfsburg geht es allen drei deutschen Autoherstellern. Auch Daimler und BMW legten rechtzeitig zur Messe die besten Absatzzahlen ihrer Geschichte vor. Doch in die Freude mischt sich auch Unsicherheit über die nächsten zwölf Monate.
Wie geht es weiter in der Schuldenkrise Europas, wo schon erste große Automärkte einbrechen? Erholt sich die US-Wirtschaft im Jahr der Präsidentschaftswahl? Bleibt der Wachstumskurs in China stabil? Alle drei großen Sorgenthemen können die Autokonzerne nicht selbst steuern. Sie tun also das, was sie können und bringen neue Autos mit.
Mercedes ist mit der neuen Generation des Top-Sportwagens SL voraussichtlich einer der Hingucker auf der Show. Spitzenreiter und Konkurrent BMW zeigt die neue Generation des wichtigsten Autos, des 3ers.
BMW-Verfolger Audi zeigt den gelifteten A4, den direkten Gegner des BMW 3er. Die Audi-Schwestermarke Porsche zeigt nach einem Rekordjahr den 911er Cabrio, für den die USA der wichtigste Markt sind.
Die Marke VW selber gibt sich in Detroit nicht so sportlich wie die deutsche Konkurrenz: Der Jetta Hybrid wird vorgestellt sowie eine Studie des Beetle mit Stromantrieb. VW bastelt in den USA mit Macht an einem Öko-Image: Die neue Fabrik in Chattanooga im Bundesstaat Tennessee läuft mit CO2-frei erzeugtem Strom; der Anteil der Dieselmotoren am Absatz wird in die Höhe getrieben.
Aber auch die Amerikaner sind nicht untätig: rotzen nicht kleckern ist das Motto auf der diesjährigen Auto Show. Nichts deutet mehr auf die Insolvenzen von General Motors und Chrysler im Sommer 2009 hin oder die zwischenzeitlichen finanziellen Schwierigkeiten bei Ford. Selbst der schwächste der "Detroit Three", Chrysler, ist mit einem aufwendigen Stand vertreten. Die größten Messeauftritte haben General Motors und Ford.
Auffällig ist, dass die in den USA so beliebten Pick-up-Trucks und Geländewagen auf der Messe unterrepräsentiert sind. Sie haben im vergangenen Jahr mehr als die Hälfte der Gesamtverkäufe von 12,8 Millionen Stück ausgemacht. Auf den Ständen zeigen aber selbst die für ihre Dickschiffe bekannten US-Konzerne vor allem Pkw. Steigende Spritpreise und höhere Umweltauflagen, so das Kalkül der Hersteller, wird künftig immer mehr Amerikaner zu einem kleineren Modell greifen lassen.
09.01.2012, 13:13 Uhr | dpa, dapd
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