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DeltaWing: Nissan testet "Batmobil" auf der Rennstrecke

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Nissan DeltaWing: Vom Rennwagen in die Serie

20.04.2012, 11:56 Uhr | Thomas Mendle, driver.de, mid

DeltaWing: Nissan testet "Batmobil" auf der Rennstrecke. Der Nissan DeltaWing sieht aus wie das Batmobil. Allerdings wird es nicht im nächsten Batman-Film zu sehen sein. (Quelle: Nissan)

Der Nissan DeltaWing sieht aus wie das Batmobil. Allerdings wird es nicht im nächsten Batman-Film zu sehen sein. (Quelle: Nissan)

Kein Scherz: Nissan schickt das "Batmobil" auf die Rennstrecke und erhofft sich daraus wichtige Erkenntnisse für die Entwicklung von Serienfahrzeugen. Das Concept-Car DeltaWing startet bei den 24 Stunden von Le Mans am 16. und 17. Juni 2012. Die ersten Tests laufen derzeit in Europa und Amerika.

Hinter dem Projekt "DeltaWing", das Nissan mit dem gleichnamigen Rennwagenspezialisten auf die Räder gestellt hat, steckt ein Konzept-Rennfahrzeug, das die Japaner beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans an den Start schieben. In erster Linie soll das Projekt Erkenntnisse bringen, die die Effizienz von Serienfahrzeugen steigern könnten. Beim DeltaWing haben die Entwickler den Rotstift bei Gewicht und Luftwiderstand angesetzt, beide Werte sollen verglichen mit den Autos der Konkurrenz nur die Hälfte betragen. Daraus resultiert, dass die benötigte Leistung des eingesetzten Motors, der Reifenverschleiß und – noch wichtiger – der Kraftstoffverbrauch ebenfalls um 50 Prozent sinken. Downsizing ist im Motorsport angekommen, wie Nissans Beispiel einmal mehr beweist.

DeltaWing holt 300 PS aus vier Zylindern

"Das zeigt, dass man Spaß am Motorsport haben und dabei trotzdem auf Effizienz achten kann", sagt Darren Cox, General Manager bei Nissan Europe. Der Motor des Boliden, der gerade einmal rund 221 kW / 300 PS aus vier Zylindern mit 1,6 Litern Hubraum, Direkteinspritzung und Turbo schöpft, ist zwar eine eigene Entwicklung für den DeltaWing, doch stimmt er in seinen wichtigsten Grundzügen mit einem Motor des Nissan Juke überein. Und das hat seinen Grund. "Wir haben einen Motor gewählt, der möglichst relevant für Straßenfahrzeuge ist. Und das Triebwerk des Deltawing könnte so auch in ein Rallye-Auto oder einen Tourenwagen eingebaut werden", erläutert Jerry Hardcastle, Vice President Vehicle Design and Development bei Nissan. Damit liegt auch der Einsatz im Serienfahrzeugbau nahe, in einer zahmeren Version, versteht sich.

Rennfahrer testen DeltaWing

Aktuell drehen der deutsche FIA-GT1-Weltmeister Michael Krumm und der Schotte Marino Franchitti ihre Testrunden mit dem Nissan DeltaWing in England, wie das "Road & Track"-Magazin berichtet. Dabei musste sich das japanische Batmobil erstmals auf regennasser Strecke beweisen. Über die gesammelten technischen Werte gab Nissan allerdings keinen Aufschluss. Im März waren der DeltaWing bereits auf US-Strecken im Test.

Beim Batmobil folgt die Form der Funktion

Nicht nur im Motor steckt viel Entwicklungsarbeit. Wie sich auf einen Blick erkennen lässt, haben die Entwickler die Aerodynamik bis ins Letzte ausgefeilt. "Form follows function, auch wenn der DeltaWing aussieht wie das Batmobil", schmunzelt Cox. Ausgedehnte Studien im Windkanal mit Modellen in verschiedenen Maßstäben und intensive Forschung mit Computersimulationen sind in die Form und Oberflächenbeschaffenheit der Karosserie eingeflossen.

Ausgefeilte Aerodynamik

Das Ergebnis ist eine Form, die der eines Deltaflügler-Kampfflugzeugs oder des Überschallflugzeugs Concorde ähnelt. "Stellen Sie sich die Form eines Dart-Pfeils vor. Der bezieht einen Großteil seiner stabilen Flugeigenschaften von seinem flügelförmigen Heckteil", erklärt Hardcastle. Die flach gehaltene Unterbodenform erzeugt enorm viel Abtrieb und macht Flügel überflüssig. So kann der Luftwiderstandsbeiwert enorm gedrückt werden. Das sind Erkenntnisse, die sich vielleicht bald im Straßenfahrzeuge wiederfinden könnten. Auch die Formen der Anbauteile wie Spiegel und Räder haben die Aerodynamiker bis ins letzte Jota ausgefeilt.

Auch beim Rückwärtsfahren nicht abheben

Selbst rückwärts funktioniert die Aerodynamik des DeltaWing, wie die Entwickler schildern. Denn auch dann, wenn sich das Fahrzeug beispielsweise durch einen Fahrfehler beim Rennen dreht und mit 300 km/h rückwärts fährt, darf es keinen Auftrieb bekommen und abheben. Zweifellos wird das Projekt zunächst den Bau von Rennboliden revolutionieren. Doch der Transfer vom Rennfahrzeug zur Serie war in der Vergangenheit ein wichtiger Aspekt für alle Fahrzeughersteller, die sich im Motorsport engagieren. Und das wird sich auch beim Nissan DeltaWing nicht ändern.

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