Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Neuvorstellungen >

Ferrari California: Luxus-Cabrio wird sportlicher und teurer

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

Autogramm Ferrari California: Hart, aber herrlich

11.06.2012, 15:06 Uhr | Tom Grünweg, Spiegel Online

Ferrari California: Luxus-Cabrio wird sportlicher und teurer. Neuer Ferrari California (Quelle: Hersteller)

Neuer Ferrari California (Quelle: Hersteller)

Eingefleischte Ferrari-Fans konnten mit dem California bislang nicht so viel anfangen. Leistung hatte das Luxuscabrio genug, das Design stimmte auch - aber irgendwie war der Wagen zu weichgespült. Die neue Auflage soll sie nun überzeugen.

Ferrari California: Der erste Eindruck

Ja, was denn nun? Ist der Ferrari California jetzt ein Sportwagen oder ein Luxuscabrio? Der Tacho reicht bis 340 km/h, unter der Haube steckt ein V8-Motor mit 490 PS und auf dem Lenkrad sitzt das Manettino, jenes Alu-Schalterchen, das aus der Formel 1 stammt und den Charakter von Fahrwerk, Lenkung und Stabilitätssystem verändert. Dem gegenüber stehen federweiche Sitzpolster, Lack und Leder beim Interieur und auf Knopfdruck verzieht sich das Hardtop in den Kofferraum.

Rasantes Cabrio

Die Frage Sport oder Luxus beantwortet das Anlassen des Motors. Kaum berührt der Fuß das Gaspedal, wird es stürmisch auf der Sonnenbank. Der Wagen schießt mit einer Vehemenz voran, die man so einer Luxusyacht kaum zugetraut hätte.

Auto 
Video: Neuer Ferrari FF

"Ferrari Four" mit 660 PS starkem V12 und Allradantrieb auf 2350 Metern Höhe. zum Video

Das sagt der Hersteller

Ferrari sieht den California als komfortable und alltagstaugliche Alternative zum 458 Italia und feiert ihn als Eroberer. 70 Prozent der nicht näher quantifizierten Kunden seien neu bei der Marke. Und während jeder andere Ferrari nur ein Auto für gewisse Stunden sei, werde der California immerhin von jedem fünften Besitzer täglich genutzt. Bei den anderen Modellen gilt das nur für jeden zehnten.

Härtere Abstimmung nach Kritik

Doch es gab auch Kritik an der stürmischen Sonnenbank. Deshalb reagieren die Italiener mit dem sogenannten Handling-Speciale-Paket auf den Wunsch nach mehr Härte. Damit werden die elektrisch verstellbaren Stoßdämpfer auf Trab gebracht und agieren jetzt 50 Prozent schneller. Das reduziert Karosseriebewegungen in flotten Kurven. Und auch die Lenkung spurt deutlich direkter.

Das ist uns aufgefallen

Dass man dieses Auto, wenn das Handling-Paket geordert wurde, jetzt tatsächlich so sportlich fahren kann, wie man es von einem Ferrari erwartet. Lag der Wagen zuvor auf einem Niveau mit Komfortsportwagen wie Mercedes SL 63 AMG oder BMW M6 Cabrio, haben die Italiener nun wieder den kleinen Unterschied herausgearbeitet. Dass der Wagen bei der Modellpflege um 30 PS zulegte und um 30 Kilo abspeckte, nimmt man wohlwollend zur Kenntnis. Aber herausfahren konnten zumindest wir den Unterschied nicht. Denn stark genug war der Motor schon vorher, und ein bisschen zu schwer ist der Wagen mit jetzt 1735 Kilo eigentlich immer noch.

Der California: Stürmisch oder gelassen

Was den California von einem 458 Spider unterscheidet (Frontmotor versus Heckmotor mal ausgenommen), sind weniger die beiden Notsitze im Fond, auch nicht so sehr die 80 PS Mehrleistung; sondern es ist die Gelassenheit, mit der sich der California genauso gut bewegen und gemütlich über Uferstraßen oder Prachtboulevards führen lässt. Zumindest in der Theorie, denn in der Praxis ist die Versuchung, es mit diesem Auto so richtig krachen zu lassen, schon recht groß.

Das muss man wissen

Für Ferrari-Verhältnisse ist die Preispolitik fast schon kulant. Für die Modellpflege schlagen die Italiener rund 4000 Euro auf und verkaufen den California jetzt ab 180.600 Euro. Das Handling-Speciale-Paket allerdings ist da noch nicht inklusive - es kostet 5355 Euro, und das ist Beutelschneiderei. Zwar trifft es wohl keine Armen, doch das bisschen neue Software hätten die Italiener auch kostenlos einspielen können.

Das werden wir nicht vergessen

Die Aufmerksamkeit, die man mit diesem Auto erregt. Egal ob zu Hause, wo die Nachbarn über den Krawall beim Anlassen fluchen, während sich die Kinder die Nasen am Fenster platt drücken; an der Tankstelle, wo man sofort in Gespräche verwickelt wird; im Stau, wo permanent jemand die Handy-Kamera zückt; auf der Autobahn, wo selbst Porsche und Co. bereitwillig die linke Spur räumen, wenn das Cavallino rampante in den Rückspiegel springt. Wer gerne im Mittelpunkt steht, ist in diesem Auto gut aufgehoben. Für Leisetreter, heimliche Liebhaber, Frühaufsteher und Spätheimkehrer ist der California allerdings die falsche Wahl.

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.
Neue Kommentare laden
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal