28.01.2013, 12:36 Uhr | Joaquim Olivera / Stefan Grundhoff, Press-Inform
Mit dem Pro Cee'd bekommt der Kia Cee'd 2013 einen dynamischen Bruder. Mit mehr Emotionalität will der Autobauer Kia völlig neue Kunden locken. So fährt sich der Prototyp des kommenden Kia Pro Cee'd.
In den letzten Jahren haben die Modelle von Kia und Hyundai insbesondere durch solide Technik und ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis von sich reden gemacht. Kia positionierte sich zuletzt verstärkt als dynamische Designmarke zu bezahlbaren Preisen.
Mit neu inspiriertem Design und verbesserter Qualität entstehen langsam die ersten Modelle mit einer großzügigen Dosis Fahrspaß wie der Kia Pro Cee'd GT, der nach seiner Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon Anfang März im Sommer eingeführt wird. Was der neue Kia Pro Cee'd kann, zeigt eine erste Runde im Prototypen.
Der Innenraum des Kombis überzeugt durch Wertigkeit, Qualität und ein hohes Verarbeitungsniveau. zum Video
Es braucht etwas Fantasie um sich den getarnten Pro Cee'd mit einem sportlicheren Grill, üppigeren Stoßfängern, 18-Zoll-Leichtmetallfelgen und Vierpunkt-LED-Tagfahrtleuchten als Serienmodell vorzustellen. Ab der B-Säule gewinnt der fünfsitzige Pro Cee'd durch den Wegfall der hinteren Einstiegs deutlich an sportlicher Kontur.
Innen gibt es bequeme Recaro Sportsitze, Pedale aus Aluminium und weitere optische sportliche Dreingaben. Etwas mehr Differenzierung vom Kia Cee'd hätte der Pro Cee'd jedoch durchaus vertragen. Genau wie im Cee'd Fünftürer (ebenfalls als GT-Variante erhältlich) kann das Platzangebot vorne wie hinten überzeugen.
Kompakt ist der Golf-Klässler geblieben, hat aber an Länge und Breite zugelegt und ist flacher als sein Vorgänger. zum Video
Die Sitzposition kann jeder Körpergröße nach individuell angepasst werden und der zusätzliche Seitenhalt der Vordersitze verhindert übermäßige Bewegungen bei flotter Gangart. Während es im aktuellen Kia Ceed drei Lenkmodi gibt, ist im Pro Cee'd nur der schwächste Lenkassistent verbaut. Leichtgängig ist sie trotzdem; doch etwas mehr Rückmeldung würde dem Pro Cee'd gut zu Gesicht stehen.
Der größte Unterschied bei diesem geschärften Cee'd ist sein Triebwerk. Die deutschen Ingenieure des Entwicklungszentrums in Rüsselsheim haben einen so genannten Twin-Scroll-Lader in die 1,6-Liter-Einheit mit Direkteinspritzung eingesetzt. Das Ergebnis ist vielversprechend: 204 PS und 265 Newtonmeter maximales Drehmoment stehen in einem breiten Drehzahlband von 1750 bis 4500 Umdrehungen pro Minute zur Verfügung. 0 auf Tempo 100 schafft der Koreaner in 7,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit: 225 km/h.
Der Normverbrauch des Serienmodells soll knapp unter sieben Litern liegen. Der Vierzylinder-Turbo hängt gut am Gas und zieht aus niedrigen Drehzahlen kraftvoll nach oben durch. Die Gänge vier bis sechs sind kürzer als beim Standard-Cee'd ausgelegt. Die Schaltung ist knackig und präzise. Man darf gespannt sein, wie dieser Motor zukünftig mit dem neuen Doppelkupplungsgetriebe harmonieren wird, das Kia in Kürze vorstellen wird.
Die Abgasanlage wurde so bearbeitet, dass sie im Innenraum präsenter ist, damit das Klangbild den emotionalen Ansprüchen des GT gerecht wird. Der Prototyp war mit einem Schalter ausgestattet, der zwischen zwei akustischen Modi wechselte. Ob brummmm oder BRRUUUMMMMM entscheidet der Kunde am Steuer selbst.
Dank härterer Federn und vergrößerter Wankstabilisierer wirkt der Kia Pro Cee'd straffer und gewinnt in schnell gefahrenen Kurven an Stabilität. Etwas dürfte hier bis zum Serienstart im kommenden Sommer noch nachgeschärft werden. Der Kia Pro Cee'd GT bietet gute Leistungen, ein dynamisches Fahrverhalten und ein gehöriges Maß Alltagsnutzen.
Der Koreaner ist kein Golf GTI, kein Ford Focus ST oder Renault Mégane Coupé Sport, die allesamt mehr Sportlichkeit und Dynamik bieten. Doch der unter 30.000 Euro teure Pro Cee'd GT ist für Kia ein Schritt in die sportliche Richtung.
Quelle: Joaquim Olivera / Stefan Grundhoff, Press-Inform
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