13.03.2013, 14:49 Uhr | Jens Riedel, Auto-Medien Portal
Subaru punktet in Deutschland vor allem mit dem Forester. 2012 entschieden sich über 5000 Kunden für das SUV. In diesem Frühjahr steht mit der vierten Generation der Modellwechsel an.
Herausgekommen ist ein in der Größe leicht gewachsenes Fahrzeug, das vom Design her noch ein wenig an den Vorgänger erinnert, innen aber spürbar mehr Platz bietet. Außerdem wurden die Geländewagen-Gene deutlich weiterentwickelt. Und Subaru verschließt sich auch dem gestiegenen PS-Hunger nicht. Mit dem Topmodell 2,0 XT kommt eine Variante mit 240 PS ins Programm.
Für eine sportliche Note des XT sorgen nicht nur die dank Twin-Scroll-Turbolader über 50 Prozent Mehrleistung gegenüber dem neuen 2,0 X genannten Basisbenziner mit 150 PS. Auch die Federung wurde dem schnelleren Fahrzeug angepasst, das in immerhin 7,5 Sekunden von null auf 100 km/h beschleunigt. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei über 220 km/h. Der neue Turbodiesel arbeitet recht leise. Erst nach Erreichen der Autobahnrichtgeschwindigkeit nehmen die Windgeräusche an der nun flacher stehenden A-Säule langsam zu. Der Normverbrauch beträgt im Drittelmix 8,5 Liter je 100 Kilometer.
Die Japaner verpassen dem Forester in der vierten Generation eine etwas sportlichere Note. zum Video
Den sportlichsten Forester bietet Subaru ausschließlich in Verbindung mit der neuen stufenlosen Getriebeautomatik Lineartronic an. Sie verfügt zudem im manuellen und auch über Schaltwippen über sechs vorwählbare Stufen. Über einen Knopf am Lenkrad lässt sich zusätzlich noch der S-Modus aufrufen, der das Schaltprofil mit zwei zusätzlichen Übersetzungen für den sportlichen Auftritt noch einmal spürbar schärft. Optisch hebt sich der XT durch zwei Auspuffendrohre und die geänderte Frontpartie mit auffälligen seitlichen "Kiemen", modifizierten Einfassungen für die Nebelscheinwerfer und schwarzem Stoßfänger von den übrigen Modellen ab.
Für wen es gerne etwas ruhig zugehen darf, für den gibt es die 150-PS-Variante (auf Wunsch ebenfalls mit Lineartronic) und den bekannten 2,0-Liter-Diesel. Nach wie vor bietet das Boxerkonzept neben Vorteilen wie dem niedrigeren Schwerpunkt ein Plus an Fahrkomfort durch seine Laufruhe. Das gilt auch für das neue Toptriebwerk, das im Zusammenspiel mit der stufenlosen Automatik den Forester zum schnellen Reisegefährt reifen lässt. Langstreckentaugliche Platzverhältnisse finden auch die Fondpassagiere vor.
Im Frühjahr wurde der Subaru Impreza zum "Allradauto des Jahres 2010" gekürt. Der japanische Mittelklassewagen zeigt, warum er den Titel verdient hat. zum Video
Sie profitieren vom um 2,5 Zentimeter gewachsenen Radstand und finden dank zwei Zentimetern mehr Fahrzeughöhe auch ungewöhnlich viel Kopffreiheit vor. Bei zwar um über 50 Liter gewachsenem Kofferraumvolumen fällt das Gepäckabteil im neuen Forester etwas kürzer und schmaler aus als bisher. Dafür gibt es serienmäßig eine elektrische Heckklappe. Mit einer Memoryfunktion lässt sich ihr Öffnungswinkel auch begrenzen, etwa für das Be- und Entladen in der heimischen Garage.
Weiter gestärkt hat Subaru die Offroad-Tugenden seines Bestsellers. So bekam die neue Modellgeneration nicht nur noch mehr Bodenfreiheit (jetzt 22 Zentimeter) spendiert, sondern das permanente Allradsystem wurde um den so genannten X-Mode erweitert. In diesem zuschaltbaren Fahrprogramm, das bis 40 km/h aktiv ist, werden die Leistungsentfaltung, die Bremseingriffe und die Sperrwirkung des mittleren Differenzials zur Traktionsverbesserung schwierigem Untergrund angepasst. Bis Tempo 20 ist außerdem ein Bremsassistent für Bergabfahrten aktiv.
Passen muss Subaru hingegen bei modernen Assistenzsystemen. Mehr als die vage Andeutung, dass irgendwann einmal eine adaptive Geschwindigkeitskontrolle kommen könnte, ist zunächst von Subaru Deutschland nicht zu hören. Punkten will man in Friedberg dagegen mit einer Ausweitung der Vollgarantie auf fünf Jahre bzw. bis maximal 160.000 Kilometer, die ausschließlich für hierzulande gekaufte Fahrzeuge gilt.
Insofern scheint es durchaus realistisch, dass der neue Forester, der am 23. März zu Preisen ab 28.900 Euro in den Handel kommt, den Verkaufserfolg des Vorgängers aus dem vergangenen Jahr wiederholt. Über 60 Prozent der Kunden schätzen zudem das SUV als Zugfahrzeug - und bekommen mit der Anhängerkupplung künftig auch ein Stabilitätsprogramm für den Gespannbetrieb.
Quelle: Jens Riedel, Auto-Medien Portal
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