01.07.2013, 10:21 Uhr | Patrick Schäfer, t-online.de
Bei Maserati weht jetzt ein frischer Wind: Mit dem neuen Ghibli - benannt nach einem Saharawind - betreten die Italiener nicht nur das Neuland der oberen Mittelklasse-Limousinen, sondern bieten auch erstmals in ihrer fast 100-jährigen Geschichte ein Modell mit einem Selbstzünder an. Wir durften bei der Roadshow in Frankfurt am Main vergangene Woche im Maserati Ghibli bereits Platz nehmen.
Bei Fiat überlegte man lange, wo die "Blauen" ihren Platz finden könne - in einem großen Konzern neben den roten Brüdern aus Maranello, zwischen Alfa und neuerdings auch Jeep und Chrysler. Der Ghibli sei das Produkt einer visionären Planung, so Dirk Kemmer, Maserati Managing Director für den deutschsprachigen Raum. Mit ihm könne die Marke moderat wachsen.
Den Schleier vom Ghibli lüftete man schließlich auf der Shanghai Auto Show. Herausgekommen ist eine sportliche und elegante Limousine, die mit den Coupés Ghibli 1 und 2 nichts mehr zu tun hat. Dafür umweht den Ghibli eine gehörige Prise Quattroporte - wenn man vor dem Wagen steht, wirkt er wie ein kleiner Bruder, ist aber immer noch satte fünf Meter lang.
Luftig geht es deshalb im Innenraum nicht zu. Das Design im Interieur ist im Wesentlichen vom Quattroporte übernommen, durch die etwas kleineren Ausmaße werden Fahrer und Beifahrer aber von der Mittelkonsole etwas eingebaut. Ansonsten regieren hier Leder, Holz und Chrom - natürlich nicht ganz so opulent wie im großen Bruder.
Flaute im Motor - keine Spur. Mindestens 275 PS hat der kleinste, der Sechszylinder-Diesel unter der Haube. "Er hört sich an wie ein Maserati" verspricht Kemmer. Ausprobieren durften wir es leider noch nicht, aber die Daten versprechen viel Fahrspaß: In 6,3 Sekunden stürmt der Diesel-Ghibli auf Tempo 100 und ist 250 km/h schnell.
Turbulenter wird es mit dem Sechszylinder-Benziner zugehen, der mit 410 PS aufwarten kann. In fünf Sekunden ist man hier auf Landstraßen-Tempo, mit der Allradversion S Q4 sind es zwei Zehntel weniger. In allen Ghibli wird mit dem ZF-Achtstufen-Automat geschaltet - wie im Quattroporte.
"Ein Maserati ist zum Fahren und Lenken da" - dieser Aussage von Kemmer möchte man nicht widersprechen, viele Kunden begrüßen gerade die sportliche Authentizität. Trotzdem bleibt die Frage erlaubt, ob eine moderne Business-Limousine, die weitgehend ohne Assistenzsysteme auf dem Markt kommt, zeitgemäß ist.
Schließlich betreten die Italiener, darauf weist Kemmer wiederholt hin, ein "hart umkämpften Segment". Deshalb habe man vor allem auf Details und Qualität geachtet. Der Einstiegspreis von 64.980 Euro ist für einen exklusiven Maserati aber geradezu ein Schnäppchen. Trotzdem bleibt man bei Maserati auf dem Boden: "Wir wollen nicht in die breite Masse", so Kemmer. In Deutschland plane man mit einem Marktanteil von fünf Prozent in der Oberen Mittelklasse.
01.07.2013, 10:21 Uhr | Patrick Schäfer, t-online.de
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