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Neu und schon alt: Oldtimer direkt aus der Autofabrik

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Oldtimer direkt aus der Autofabrik  

Neu und trotzdem schon alt

28.11.2013, 17:42 Uhr | Gerhard Prien, auto-medienportal.net

Neu und schon alt: Oldtimer direkt aus der Autofabrik. Neu und schon alt: Oldtimer direkt aus der Autofabrik (Quelle: Hersteller)

Neu und schon alt: Oldtimer direkt aus der Autofabrik (Quelle: Hersteller)

Sie wollten schon immer einen Oldtimer ihr eigen nennen, doch das Risiko ein mehrere Jahrzehnte altes Auto im Alltag zu nutzen, war ihnen bislang zu groß? Dann haben wir hier ein paar Exemplare, die in ihrer Grundform schon eine kleine Ewigkeit auf dem Markt sind und bis heute als Neuwagen - inklusive Herstellergarantie - erhältlich sind.

Besonders Geländewagen besitzen eine lange Halbwertzeit

Im Schnitt werden Fahrzeug-Modelle heute nach etwa drei, vier Jahren optisch und technisch überarbeitet und "face-geliftet". Nach etwa sechs bis acht Jahren Bauzeit steht dann ein komplett neues Modell an. Schließlich will der Kunde ja auch mal wieder was Neues sehen - und sich in die Garage stellen. Aber manche Automobile leben eben länger. Als besonders "hartnäckig" erweisen sich viele Geländewagen. Kein Wunder, gelten die kernigen Typen doch von Hause aus als robust und langlebig.

Lada Niva: Seit 1976 im Modellprogramm

Einer davon ist der Niva von Lada. Der kompakte russische Geländewagen mit seinem permanenten Allradantrieb wird bereits seit 1976 gebaut - und blieb optisch wie technisch seither weitgehend unverändert. Seit 2001 steckt ein 1,7-Liter-Benziner mit Einspritzung von Bosch unter der Haube, der es auf 82 PS bringt. Neben dem permanenten Allrad gibt es eine zuschaltbare Geländereduktion und eine manuelle Differenzialsperre. In Verbindung mit ausgesprochen knappen Karosserieüberhängen und immerhin 22 Zentimeter Bodenfreiheit kommt der Niva, der in Deutschland mittlerweile unter dem Namen Taiga vermarktet wird, im Gelände weiter, als es ihm mancher zutrauen würde.

Immer wieder mal wurde der Niva behutsam überarbeitet, etwa für das Modelljahr 2010. Aber der Neuerungsdrang der Konstrukteure hielt sich in Grenzen. Der Sitzkomfort wurde verbessert, die Rückbank klappt seither leichter um und die Instrumententafel wurde neu gestylt. Mit einem neuen Bremskraftverstärker und Hauptbremszylinder soll der Niva schneller stoppen. Die Außenspiegel sind von innen verstellbar und wer genau hinschaut entdeckt vorn die neuen, größeren Blinker. Für das Aktionsmodell Taiga Ivana verlangt Lada 11.490 Euro.

Jeep: Der 1944er Willys lebt im Wrangler weiter

Ein gutes Stück teurer ist der Urgestein von Jeep, der Wrangler. Er geht schon fast als Synonym für Geländewagen durch und wird, als Nachfolger der legendären CJ-Baureihe, seit 1987 gebaut. Die kultigen CJ liefen bis 1986 vom Band, sie gehen auf den Ur-Jeep überhaupt zurück: Den Willys MB von 1944. Dem schaut der aktuelle Wrangler in der zweitürigen Version mit Softtop optisch immer noch recht ähnlich. Jeep hat den Wrangler 2007 gründlich überarbeitet. Unter der Haube gibt es einen 2.8-Liter-Diesel mit 200 PS oder einen 3,6-Liter-V6-Benziner mit 284 PS. Der Preis des günstigsten zweitürigen Wranglers liegt bei 27.100 Euro.

1948 vorgestellt: Englands Jeep aus Aluminium

Seit mehr als sechs Jahrzehnten hat sich der Land Rover Defender in der Form kaum verändert. In der deutschen Zentrale im hessischen Schwalbach weist man stolz auf die Ahnengalerie hin. Die reicht zurück bis zur "Serie 1" von 1948. Dass sich die Form des Klassikers kaum verändert hat, bedeutet nicht, dass sich unter dem Blech, Verzeihung: Unter dem Alu, nichts getan hätte. Wie der Jeep ist auch der 1948 erschienene Land Rover (Serie I) eine Art Kriegskind. Er wurde, wenn man den üblichen "gut informierten Kreisen" glauben will, vom amerikanischen Willys inspiriert. Und der erste Prototyp wurde gar auf einem Willys aufgebaut.

Technisch ist die Verwandtschaft des aktuellen Defender mit dem ersten Land Rover unübersehbar. Die ursprünglichen Gene lassen sich nicht verleugnen. Bis heute gibt es eine wie mit dem Lineal gezeichnete, kantige Alu-Karosserie (Stahl war nach dem Krieg Mangelware) auf einem stabilen Stahlrahmen. Das Ganze ist kombiniert mit Starrachsen und einer, na sagen wir, etwas kargen Ausstattung. In Deutschland gibt es den aktuellen Defender ausschließlich mit einem 2.2-Liter-Vier-Zylinder-Diesel mit Common-Rail-Technik, der 122 Pferdchen antreten lässt. Das langt beim Zweitürer für eine Höchstgeschwindigkeit von 145 km/h. Preis des Allrad-Klassikers: Ab 26.690 Euro

Mercedes G-Modell seit 1979 gebaut: G, wie gereift

Und noch ein fabrikneuer "Oldie" ab Werk: Seit 1979 wird der G bei Magna Steyr, ehemals Steyr-Daimler-Puch AG, im österreichischen Graz gebaut. Damit ist er der am längsten gebaute Mercedes-Pkw. Ursprünglich war er als Nutzfahrzeug für den Einsatz abseits befestigter Straßen gedacht und konzipiert. Das merkt man ihm an: Mit seinen Starrachsen, Allrad (einst zuschaltbar, heute permanent), Geländeuntersetzung und drei Sperrdifferenzialen kommt der G beinahe überall hin. Wohl auch deshalb ist er bei der Bundeswehr als "Wolf" im Einsatz, ebenso bei vielen anderen Armeen weltweit, selbst in Australien, wo er sogar als Dreiachser im Einsatz ist.

Beim Erscheinen des G stand eine Servolenkung noch in der Aufpreisliste. Heute ist aller Luxus an Bord. Mit 72 PS begann er seine Laufbahn, heute trabt in den Top-Modellen eine ganze Herde von mehr als 600 Pferden los. Im Sommer 2009 sagte Mercedes-Chef Dieter Zetsche, allen Unkenrufen zum Trotz: "Gut möglich, dass wir in zehn Jahren den nächsten runden Geburtstag feiern". Die G-Preise starten derzeit bei 86.025 Euro (G 350 Bluetec). Die Spitze markiert der G 65 AMG mit satten 612 PS für nicht weniger heftige 266.322 Euro.

Auch einige Sportwagen sind besonders zeitlos

Einsamer Rekordhalter unter den sportlichen "Langläufern" ist wieder ein Brite. Schon seit 1936 wird der Morgan 4/4 beinahe unverändert gebaut. Damit hat er eindeutig den Titel als das am längsten in Serie gebaute Automobil der Welt. Das 4/4 steht übrigens für vier Räder und vier Zylinder. Daran hat sich in den vergangenen sieben Jahrzehnten bei Morgan nichts geändert. Ebenso wenig wie am Fahrzeugrahmen aus Holz. Preis des brettharten Briten-Roadsters aus der Manufaktur in Malvern Link: 44.900 Euro für das Modell mit 1.6 Liter-Motor und 112 PS.

Lotus Super Seven lebt als Caterham weiter

Ein bisschen jünger als der Morgan ist eine andere britische Sportwagen-Legende, die mindestens ebenso puristisch geraten ist. Der Caterham Seven, der seine Karriere im Jahre 1957 als Lotus Seven begann. Konstruiert hat das puristische Automobil Colin Chapman, der den Seven zunächst als Kit-Car offerierte. Im Jahre 1972 verkaufte er die Werkzeuge und seine Namensrechte an Caterham, wo die Originale nach wie vor als Seven gebaut werden. Ein Seven ist als Classic mit 120 PS - und als "Fertig-Fahrzeug" - ab 28.990 Euro zu haben. Für den Bausatz sind 25.990 Euro zu berappen. Für jene, die doch schrauben wollen, auch am fabrikneuen Oldtimer.

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