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Elektroautos: Hersteller versuchen es jetzt mit Edelvarianten

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 (Quelle: Hersteller)

Hersteller versuchen es mit Edelvarianten  

Elektroautos - Durchhänger oder Durchbruch?

16.09.2015, 15:04 Uhr | Press-Inform, dpa

Elektroautos: Hersteller versuchen es jetzt mit Edelvarianten. Elektroautos komme vorerst wohl nicht richtig in Fahrt. (Quelle: dpa)

Elektroautos komme vorerst wohl nicht richtig in Fahrt. (Quelle: dpa)

Ja, wo stromern sie denn? Wer auf der IAA nach Elektroautos sucht, muss lange suchen. Zumindest nach einigermaßen bezahlbaren. Einige Hersteller springen nun auf den leistungsstarken - und sehr teuren - Tesla-Zug auf. Was ist davon zu halten?

Elektroautos: Immer noch kaum Nachfrage

Unansehnliche Öko-Fahrzeuge als visueller Ausdruck automobiler Enthaltsamkeit haben keine Chance beim Kunden. Das zeigen die verheerenden Zulassungszahlen in all jenen Staaten, wo keine fetten Kaufsubventionen vom Staat locken. Da Ökoautos nicht laufen, sollen es auf der IAA jetzt elektrische Sportskanonen richten.

Die viersitzige Porsche-Studie des Mission E in strahlendem Zahnarzt-weiß will der staunenden Konkurrenz mit 600 PS und eine Reichweite von mehr als 500 Kilometern fahrdynamisch um die Ohren fegen. Dass der Preis weit im sechsstelligen Bereich liegen würde, ist naheliegend.

Audi hat der Elektromobilität vor Jahren einst lautstark abgeschworen und rollt diese jetzt wieder auf die Showbühne. Das bis zu 370 Kilowatt starke e-tron quattro Concept zeigt sich als üppig dimensionierter Crossover dabei nicht nur praktikabler als das ehemals vorgestellte Kleinstserienmodell des R8 e-tron, sondern auch deutlich leistungsstärker.

Ungewöhnlich ist der Thunder Power. Erfahrene Automobil-Veteranen werden von einer taiwanesischen Firma angeheuert, um ein Auto aus dem Boden zu stampfen. Eine 125-kWh-Lithiumionen-Batterie soll dem E-Mobil eine Reichweite von 650 Kilometern bescheren. Der Käufer hat die Wahl zwischen umgerechnet 313 oder 435 PS. Trotz des großen Akkus soll die Limousine weniger als zwei Tonnen wiegen. Ab 2017 soll der elektrisierende Donnervogel zu Preisen ab 65.000 Euro zu haben sein.

Bosch ist zuversichtlich bei Batterien

Größtes Problem ist und bleibt die Batterietechnik: Der Technikkonzern Bosch stellte auf der IAA in Frankfurt einen Durchbruch bei den Batterien in Aussicht. Die Energiedichte der Stromspeicher - und damit die Reichweite - könnte sich bis 2020 mehr als verdoppeln und die Kosten mindestens halbiert werden. Hersteller zweifeln allerdings: "Das ist mutig", sagte Porsche-Chef Matthias Müller. "Bosch wird die Batterietechnologie aber eher evolutionär entwickeln." 

Der E-Autopionier Tesla geht fest davon aus, dass die Technik günstiger wird. Tesla selbst setzt mit seiner Zellproduktion in Nevada (Gigafactory) auf Größeneffekte. Wenn der günstigere Tesla , das Model 3, auf den Markt komme, werde man bei Verbrauchern stärker die Einsparungen während der gesamten Nutzungszeit durch wegfallende Spritkosten und weniger Service in den Vordergrund stellen.

Trotzdem halten sich Zweifel: "Wenn die Spritpreise niedrig bleiben, wird es für E-Mobilität in Deutschland schwierig, sich durchzusetzen", sagte Porsche-Chef Matthias Müller. Im Jahr 2020 werden rein batteriebetriebene Autos noch eine absolute Nische sein, glaubt auch Daimler-Chef Dieter Zetsche.

Plug-in-Hybride mit besseren Chancen

Der Plug-In-Hybrid-Fahrzeuge, die sich an Tankstelle und Steckdose auftanken lassen - werde eine sehr viel stärkere Entwicklung erfahren. 2025, so Zetsche, werde der Verbrenner noch den Hauptteil der Fahrzeuge ausmachen. Auch Boschs Kfz-Chef Rolf Bulander sagt: "Mindestens die nächsten zehn bis 15 Jahre werden wir nicht Elektromotor 'oder' Verbrennungsmotor sagen, sondern 'und'."

Zu denken gibt auf der IAA, dass viele der Hersteller mit bekannten Elektrofahrzeugen diese allenfalls noch im Schatten der großen Bühnen präsentieren. Keine Spur von der B-Klasse electric drive oder einem neuen Smart Fortwo ed. Bei BMW sieht es in Sachen i3 nicht anders aus, denn hier überstrahlen 7er, X1 und eine Reihe von Plug-In-versionen alles.

Und selbst bei Mitsubishi, Citroën und Peugeot spielt das elektrische Triumvirat aus EV (ehemals i-MIEV), C-Zero und iOn keine Rolle mehr. Eine dünne Modellpflege gibt es zumindest für den europäischen Ladenhüter Nissan Leaf. Der soll dank 30-kWh-Akku nunmehr bis zu 250 Kilometer schaffen.  

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