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Neuer 5er BMW: G30 ist die Evolution der bayrischen Oberklasse

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G30 wird moderner  

BMW 5er - die Evolution der bayrischen Oberklasse

13.10.2016, 11:54 Uhr | Wolfgang Gomoll, Press-Inform

Neuer 5er BMW: G30 ist die Evolution der bayrischen Oberklasse. BMW 5er (G30) - aus Freude am Gefahren-werden. (Quelle: Hersteller)

BMW 5er (G30) - aus Freude am Gefahren-werden. (Quelle: Hersteller)

Optisch keine Revolution, aber viel Hightech unter dem Blech: BMW sagt der Mercedes E-Klasse mit dem neuen 5er den Kampf an. Vor allem bei der Fahrdynamik und dem autonomen Fahren wollen die Münchner mit der Generation G30 Maßstäbe setzen.

Die schicken Schuhe, die der neue 5er BMW ab dem 11. Februar 2017 füllen muss, sind groß. Der Vorgänger verkaufte sich bis zu 360.000 Mal pro Jahr, insgesamt gingen 2,1 Millionen Fahrzeuge in Kundenhände - das war die deutliche Nummer eins im Segment der Business-Limousinen.

BMW 5er muss der E-Klasse Paroli bieten

Nicht nur das: Das Segment ist hart umkämpft, die Gegner lauern nur auf eine Schwäche des Münchners. Mercedes hat mit der Neuauflage der E-Klasse dem barocken Auftritt vergangener Tage abgeschworen und ein Auto hingestellt, dass in Sachen Konnektivität sowie Assistenzsystemen in diesem Segment Maßstäbe setzt und teilweise sogar die S-Klasse übertroffen hat.

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Mit dem Generationswechsel stellt BMW zahlreiche Innovationen vor, die im Wettbewerbsumfeld einzigartig sind.

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Aus Freude am Gefahren-werden

Da mussten die Münchner nachlegen und sie tun es: Einen Spurwechsel zwischen 70 und 180 km/h kriegt der neue BMW jetzt hin und bietet eine ganze Menge des Hände-weg-vom-Lenkrad-Könnens.

Der Stauassistent arbeitet bis zu einem Tempo von 210 km/h und beobachtet jetzt beide Vordermänner, was das Anfahren noch angenehmer machen soll. Bei dichtem und stockendem Verkehr übernimmt immer öfter das Auto das Lenkkommando und entlastet den Fahrer dadurch.

Über Geschwindigkeitsbegrenzungen braucht sich der Fahrer auch keine Gedanken mehr zu machen, da der Tempomat diese erkennt und den virtuellen Fuß vom Gas nimmt.

Assistent hilft beim Ausweichen

Befindet sich ein Hindernis auf der Fahrbahn, hilft der Münchner sogar bis 160 km/h beim Ausweichen. Das dürfte die Fahrer-Trainings-Abteilung der Münchner nicht zwingend freuen. Die Spurhalte- und Wechsel-Assistenten sollen auch bei Straßen mit nicht perfekten Markierungen und Begrenzungen funktionieren, wie zum Beispiel bei Baustellen.

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Damit diese Funktionen auch bei Minusgraden zuverlässig arbeiten, hat der neue 5er (interner Code G30) eine Heizung für den notwindendigen Radarsensor, der sich hinter dem Kühlergrill befindet. Auch die Geisterfahrten auf Autobahnen und Kreisverkehren verhindert der rollende Computer aus München. Wie das Flaggschiff 7er beherrscht auch der 5er das per Schlüssel ferngesteuerte Parken.

Innenraum gleicht dem BMW 7er

Wer den jüngsten Spross der Münchner Modellfamilie entert, meint ohnehin, er sitzt im 7er. Die Wohnlandschaft gleicht der des Topfahrzeugs wie ein Ei dem anderen. BMW hat die Hartplastik-Sünden vergangener Tage ausgemerzt und bietet jetzt eine Haptik, die dem Premiumpreis angemessen ist.

Wischen, Tippen und Gestensteuerung

Beim Infotainment und der Bedienung orientieren sich die Ingenieure immer mehr am Smartphone. Die Funktionen wählt man jetzt wie bei Apps per Kacheln an, die auf dem 10,25-Zoll-Touchscreen sichtbar sind. Wer will, kann sich seinen eigenen Willkommens-Bildschirm mit den drei wichtigsten Elementen, zum Beispiel Radio, Telefon und Navigation selbst zusammenstellen.

Die Sprachsteuerung versteht eine ganze Reihe umgangssprachlicher Kommandos, die nicht mehr einem festen Muster folgen müssen. Wer gerne in der Luft herumwedelt, freut sich über die Möglichkeit der Gestensteuerung, und Smartphones können jetzt auf einer speziellen Fläche induktiv geladen werden.

Auf Wunsch werden die wichtigsten Informationen per Head-Up-Display an die Windschutzscheibe projiziert - 70 Prozent größer als bisher. Dass jetzt auch eine Liter-Flasche in die Türablagen verstaut werden kann, ist eine Kleinigkeit, die im Alltag durchaus hilfreich ist. Das Platzangebot wächst ebenso leicht wie der Laderaum, der nun 530 Liter schluckt.

Optisch zwischen 3er und 7er

Äußerlich hat sich auf den ersten Blick wenig getan. Logisch, die 5er-Kunden wollen keine Design-Revolution. Doch wer genauer hinschaut, erkennt deutliche Unterschiede zum Vorgänger.

Die Scheinwerfer blitzen angriffslustiger und die Niere ist einen Tick breiter. Auch die Querfuge auf der Motorhaube fehlt, das zeigt schon, dass die Ingenieure im Windkanal Extra-Schichten eingelegt haben. Das Resultat ist ein extrem niedriger cw-Wert von 0,22.

Leichter und sparsamer

Außerdem hat der neue 5er eine Diät von bis zu 100 Kilogramm hingelegt. Damit sinkt der Verbrauch bis auf vier Liter pro 100 Kilometer beim 520d mit 190 PS. Außer dem Diesel ist zum Marktstart noch der 530d (265 PS), der 540i (340 PS) und der Vierzylinder-Benziner im 530i (252 PS) erhältlich.

Weitere Motorisierungen, wie etwa der M550i mit Achtzylinder Motor und rund 450 PS sowie definitiv eine rund 600 PS starker M5 mit Allradantrieb werden folgen. 

Wer BMW sagt, meint auch Fahren. Für die Dynamik sind der Gewichtsverlust und die neue Aerodynamik durchaus hilfreich. Beim ganzen Technik-Arsenal haben die Münchner ihre Kernkompetenz bei diesem 5er offenbar nicht aus den Augen verloren und einige Schmankerl eingebaut.

Wankstabilisierung für mehr Freude am Fahren

Ein vergleichsweise kleines, aber feines Detail ist die elektromechanische Wankstabilisierung, bei der die Gegenneigung nicht mehr hydraulisch, sondern mit Elektromotoren ausgeführt wird. Das ist schneller, dynamischer und steigert auch beim Geradeausfahren den Komfort, weil es einseitigen Stößen entgegenwirkt. Da ist es auch verschmerzbar, dass der neue 5er - anders als der große Bruder 7er - keine Luftfederung hat.

Ein gewisser Respektabstand zum Top-Modell muss schon sein. Dass der Radstand und die Spurweite minimal zugelegt haben unterstützt die Agilität genauso wie die neue Doppelquerlenker-Vorderachse. Hinten lenkt die Integral-Achse wie beim 7er mit.

Neuer BMW 5er wird teurer

Der Einstiegspreis des 520d beläuft sich auf 45.200 Euro, das sind 2000 Euro mehr als aktuell. Allerdings spendiert BMW mehr Ausstattung: Enthalten sind unter anderem Klimaanlage, LED-Scheinwerfer und das Navigations-System Business mit Connected Services.

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