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Harley Davidson  

Rocker C - das Bilderbuch-Custombike

14.11.2008, 15:10 Uhr | mid

Harley Davidson Rocker C (Foto: Harley Davidson)Harley Davidson Rocker C (Foto: Harley Davidson) Auf den ersten Blick könnte man die Rocker C für die Kreation eines mutigen Motorradveredlers halten: Lang ist es und tief der Sitz, mit schmalem Vorder- und einem fetten Hinterrad setzt das Bike ganz auf den coolen Auftritt. Mit dem jüngsten Mitglied der Softail-Baureihe gelingt den Designern von Harley-Davidson ein echtes Meisterstück von einem Custombike. Die amerikanische Augenweide rollt ab 21.400 Euro auf die deutschen Straßen.

Foto-Show und technische Daten Harley Davidson Rocker C
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Extraportion Chrom

Das um 2400 Euro günstigere Basismodell Rocker ist an der metallischen Pulverbeschichtung erkennbar. Die Rocker C hingegen wurde mit einer Extraportion Chrom bedacht. Beinahe alles, was am Schwestermodell eine Pulverbeschichtung trägt, ist bei der C hochglanzverchromt - von den Gabeltauchrohren über den Scheinwerfer bis hin zum Lenker.

Polieren muss sein

Die Schwinge und der verrippte Öltank hingegen sind farblich passend zum Rahmen und den Metallteilen lackiert, während Tank und Fender mit ihrem aufwendigen Flammen-Design für Aufsehen sorgen. Zudem rollt das Bike auf polierten Leichtmetall-Gussrädern im Fünfspeichen-Design. Wer also Spaß am samstäglichen Polieren hat, kommt bei der Rocker C voll und ganz auf seine Kosten.

71 PS stehen bei der Rocker C bereit

Chrom findet sich natürlich auch am verhalten bollernden Motor. Der 1584 Kubikzentimeter große V2 wird von einer sauber ansprechenden Einspritzung befeuert und leistet 71 PS bei 5300 Umdrehungen pro Minute. Das maximale Drehmoment von 117 Newtonmetern liegt bei 3200 Touren an. Da jedoch das lang übersetzte Sechsganggetriebe Cruise Drive zum Einsatz kommt, sind die Zeiten vorbei, in denen man morgens den großen Gang einlegte und abends wieder herunterschaltete. Es muss also mehr als früher geschaltet werden.

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Moderater Verbrauch

Zum Ausgleich verwöhnt die Harley auf Autobahnen oder Landstraßen mit einem angenehm niedrigen Drehzahlniveau. Dies kommt natürlich auch dem Verbrauch zugute, der sich mit gut fünf Litern Super im moderaten Bereich bewegt und in Kombination mit dem 18,9 Liter fassenden Tank Distanzen von mehr als 300 Kilometern ohne Tankstopp erlaubt.

Herausnehmbarer Sitz

Der Clou der Rocker C verbirgt sich jedoch unter dem mit dem passenden Namen "Trick Sitz" getauften Solo-Sitz: ein herausnehmbarer Soziusteller, der nur durch die Mitfahrerfußrasten verraten wird. In ausgeklapptem Zustand ruht das Beifahrer-Sitzpolster auf einem Träger, der sich ohne Werkzeug über dem Heck einhaken lässt. Der Soziussitz ruht dabei nicht auf dem Fender, sondern schwebt regelrecht in der Luft. Allerdings ist die knapp bemessene Sitzfläche eher für schlanke Mitfahrerinnen gedacht - und auch dann nicht unbedingt für lange Strecken.

Ordentliche Federung

Der Fahrer hingegen genießt derweil die kommode Sitzposition und den ordentlichen Federungskomfort der Rocker C, die nur den Anschein eines starr gearbeiteten Hecks erweckt. Die Federbeine sind nämlich wie bei anderen Softail-Modellen unter dem Getriebe verborgen. Bislang noch nicht in anderen Modellen vorgekommen ist allerdings die Heckpartie mit ihren elliptischen Rohren: Das hintere Schutzblech federt mit dem breiten 240er Hinterreifen, was die Illusion eines knochenharten Starrrahmen-Fahrwerks erweckt.

Für langes Cruisen gemacht

Ein echtes "Charaktermotorrad" also, das sich nicht an Alltagstalenten wie Gepäckhaken, Schräglagenfreiheit oder Soziuskomfort messen lassen möchte, sondern nur dafür gebaut ist, einen Biker möglichst lässig über die Landstraße cruisen zu lassen. Dass man dabei mitunter meinen könnte, Peter Fonda und Denis Hooper würden hinter einem herfahren, kommt nicht von ungefähr. Auf einer Harley muss man eben für alles bereit sein - vor allem auf der Rocker C.

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