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Elektroroller Maximilian II.: Tante Paula wuselt durch die Stadt

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Elektroroller Maximilian II.  

Tante Paula wuselt durch die Stadt

04.05.2009, 12:03 Uhr | Roman Büttner

Elektroroller Maximilian II. (Foto: Tante Paula)Elektroroller Maximilian II. (Foto: Tante Paula) Elektromobile gelten als Alternative zu Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor - besonders in Innenstädten sind Roller mit E-Motor praktisch. Das Modell Maximilian II. der Firma Tante Paula wuselt flott durch den Verkehr, doch als Fahrer gerät man leicht mit dem Gesetz in Konflikt.#

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Kleine Räder am Elektroroller

Die ersten Meter mit dem Elektroroller Maximilian II. sind ungewohnt. Zumindest für jemanden, der seit seiner Kindheit vor rund 25 Jahren nicht mehr auf einem Roller durch die Gegend gefahren ist. Auf kleinen, 12,5 Zoll großen Rädern geraten die ersten Fahrversuche noch etwas wackelig. Doch nach kurzer Gewöhnungsphase lässt sich das Gefährt sicher durch den Verkehr steuern.

Zackig durch die Innenstadt

Und das geht erstaunlich flott und bringt Spaß. Zwar gibt der Hersteller eine Höchstgeschwindigkeit von nur 32 km/h an, doch die reicht für die belebte Hamburger Innenstadt allemal. Die Bedienung des City-Flitzers ist denkbar einfach: Schlüssel rein, umdrehen und los geht's. Gas, oder genauer gesagt Strom gibt man wie beim Motorrad über einen Drehgriff auf der rechten Seite des Lenkers, gebremst wird mit zwei Hebeln wie bei einem Fahrrad.

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Tante Paula seit 2000 dabei

Seit Ende 2000 gibt es die Hamburger Firma Tante Paula, die bewusst auf Anglizismen verzichtet - deshalb auch der etwas wunderliche Firmenname. Der Musiker Florian Walberg bekam damals einen Tante-Paula-Elektroroller der ersten Serie geschenkt, auf dem man stehend fahren konnte. Walberg war von dem Stromer so begeistert, dass er bei der Firma als Produktmanager einstieg und zusammen mit Geschäftsführer Julian Köhler das Fahrzeug weiter optimierte.

Roller mit und ohne Sitz

Ein Jahr später war Maximilian I. fertig. "Eigentlich hatten wir nur die Variante ohne Sitz geplant, doch kurz vor der Abnahme des Rollers durch den TÜV sagte man uns, dass die Anmeldung für ein gleiches Modell mit Sitz nur geringe Mehrkosten verursachen würde", sagt Köhler. Die Installation eines Sattels war schnell erfolgt: "Die bequemere Variante haben wir dann Ferdinand genannt." Ferdinand war wegen seiner Bequemlichkeit beliebt bei älteren Kunden - für den rund 20 km/h schnellen Roller reicht ein Mofa- oder Autoführerschein, bei Personen, die vor dem 1. April 1965 geboren wurden, sogar der Personalausweis. Um auch jüngere Kunden anzusprechen, gibt es seit einigen Wochen das neue Modell Maximilian II.

Fescher Roller für die Jugend

In der Tat macht das flinke Zweirad mit mattschwarzer Lackierung, Trittbrett in Karbon-Optik und orangen Schriftzügen und Bremsen einen feschen Eindruck. Wer mit dem Roller zum Beispiel an der Hamburger Binnenalster unterwegs ist, fällt auf. An Fußgängerüberwegen bleiben die Leute stehen, staunen und kommentieren das Duo aus Fahrer und Maximilian II. gelegentlich mit Aussagen wie: "Schau mal, der ist aber fesch." Anscheinend wird das nahezu lautlose Gefährt eher von Passanten akzeptiert, als zumindest in Sachen Geschwindigkeit vergleichbare aber lärmende Mofas.

Der Spaß ist nicht billig

Allerdings ist der Hingucker nicht gerade günstig. Knapp 1800 Euro sind fällig für den Roller mit einem Kilowatt Leistung. Der E-Motor wird von einem Blei-Gel-Akku mit bis zu 30 Kilometern Reichweite angetrieben - in der Praxis dürften jedoch eher 20 bis 25 Kilometer realistisch sein. Um in der Batterie Strom zu speichern, lässt das Ladegerät an eine normale Steckdose anschließen und mit einer Buchse im Rahmen des Rollers verbinden. Wer keinen Stromanschluss in der Garage oder Car-Port hat, kann den rund 13 Kilogramm schweren Akku leicht aus dem Fahrzeug nehmen und in der Wohnung laden. Nach Angaben des Herstellers, der die Roller in Brackel bei Hamburg endmontiert, verträgt der Speicher rund 150 bis 200 Ladezyklen.

Relativ leichter und handlicher Roller

Ebenso handlich wie die Batterie ist das gesamte Gefährt. Auf der Straße wuselt man problemlos durch den Verkehr. Problemlos kann man den rund 43 Kilogramm schweren Roller mit in einen Fahrstuhl nehmen, und zusammengeklappt passt er sogar in den Kofferraum eines Autos. Weil während der Fahrt keine Abgase entstehen, könnte man Maximilian II. sogar in Messehallen oder großen Räumen benutzen.

Helm auf ist Pflicht

Das alles ist äußerst praktisch. Kleiner Haken: Mit dem Maximilian muss man auf der Straße fahren, Fußgängerzone und Gehweg sind in der Regel also tabu. Und weil die Höchstgeschwindigkeit über 20 km/h liegt, muss der Fahrer einen Helm tragen - und das könnte die junge Klientel dann vielleicht doch ein bisschen uncool finden.


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