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Harley-Davidson V-Rod Muscle im Fahrbericht

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Harley-Davidson V-Rod Muscle  

Kantige Muskelspiele mit Stil

25.09.2009, 08:31 Uhr | Heiko P. Wacker / mid

Harley Davidson V-Rod Muscle (Foto: Harley Davidson)Harley Davidson V-Rod Muscle (Foto: Harley Davidson) Unter den VRSC-Modellen von Harley-Davidson sticht die kraftvoll geschnittene V-Rod Muscle besonders hervor. Die 18.445 Euro teure Muscle pflegt den selbstbewussten Auftritt des waschechten Custombikes.#

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Dicker Auftritt der Harley

Motorräder von Harley-Davidson mit Wasserkühlung waren lange Zeit undenkbar, sind aber inzwischen etabliert. Anfangs noch skeptisch beäugt, sind die VRSC-Modelle zur wichtigen Stütze der amerikanischen Traditionsmarke geworden. Nun bereichert die kraftvoll geschnittene VRSCF V-Rod Muscle die Palette. Mit weit geöffneten Lufteinlässen, großvolumigem Doppelrohrauspuff und einem 240 Millimeter breiten Hinterrad pflegt die 18.445 Euro teure Muscle den selbstbewussten Auftritt des waschechten Custombikes.


Klar und wuchtig

Der Hersteller hat dem Bike eine durchaus martialische Linie angedeihen lassen. Die breit-kantige Airbox-Abdeckung oder das gechoppte Heck verleihen der V-Rod Muscle eine ebenso klare wie wuchtige Ausstrahlung. Besonders von hinten betrachtet besticht die VRSCF mit ihrem breiten Fender, unter dem ein nicht minder breiter Reifen rotiert. Die Front hingegen wird von der Upside-Down-Gabel dominiert sowie von den in die Ausleger der Rückspiegel integrierten LED-Blinkern.

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Lässig Platz nehmen

Klar und unmissverständlich begegnet einem die Muscle auch bei der ersten Sitzprobe: Die Stiefel ruhen auf weit nach vorn gerückten Rasten, während sowohl der Sattel als auch der Lenker angenehmen Halt vermitteln. Das ist auch nötig, wird nämlich der wassergekühlte V2-Motor zum Leben erweckt.

121 PS aus einem V2-Motor

Das auch optisch sehr gelungene Triebwerk schöpft seine 121 PS aus 1247 Kubikzentimeter Hubraum, wobei ein maximales Drehmoment von 115 Newtonmetern bereit steht. Beide Werte werden bei 8250 beziehungsweise bei 6500 Touren erreicht, was die Drehfreude des Vierventilers unter Beweis stellt und eine Vorahnung vom fulminanten Beschleunigungsvermögen der Muscle vermittelt.

Kräftiger Anzug

Sobald die Nadel des Drehzahlmessers die 2 000er-Marke passiert hat, drückt die Gravitation den Menschen hinter dem Lenker nachhaltig in den Sattel. Ganz gleich, ob beim Anfahren oder beim Zwischenspurt auf der Autobahn, der Motor verkörpert ganz klar Herz und Seele der Muscle.

Harley rennt bis 230 km/h

Um die Kraftübertragung zum breiten Hinterrad kümmern sich ein sauber zu schaltendes Fünfganggetriebe sowie der wartungsfreundliche Zahnriemenantrieb. Die Höchstgeschwindigkeit der Muscle liegt bei beachtlichen 230 km/h, der Verbrauch bei nicht ganz unerheblichen 6,9 Litern Super auf 100 Kilometern. Dies macht in Verbindung mit dem 18,9 Liter fassenden Tank, der sich unter dem Fahrersitz verbirgt, Etappen von rund 270 Kilometern möglich. Die Motorleistung will eben spätestens an der Zapfsäule bezahlt sein.

Rangieren will geübt sein

Der regelmäßige Besuch beim Tankwart bietet jedoch den unbestreitbaren Vorteil, das Prunkstück immer wieder in Szene setzen zu können. Indes sollte man sich des Umgangs mit der leer bereits 307 Kilogramm wiegenden Harley entsprechend sicher sein. Angesichts eines Radstands von 1,70 Metern, der flach gestellten Gabel und des breiten Hinterreifens will Rangieren auf engem Raum gut geübt sein.

Kein Kurvenräuber

Auch auf der Landstraße machen sich die Dragster-Gene der US-Amerikanerin bemerkbar, die lieber vehement auf der Geraden entlang stürmt, als filigran um Kurven zu biegen. Auch gilt es, bei höheren Tempi sicheren Halt zu suchen, kann auf einer fiesen Bodenwelle doch schon einmal der Stiefel aus der Raste geschlagen werden.

Kleine Schwächen

Den sehr satten Gesamteindruck der Harley trübt dies kaum. Trotz kleiner Schwächen wie dem fehlenden Gepäckhaken, dem nicht abschließbaren Tankdeckel oder dem marginalen Windschutz, besticht die Muscle mit ihrem ehrlichen Charakter und dem kräftigen Zweizylinder.

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