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Ein neuer Twin mit alten Werten

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Suzuki Intruder M 1500  

Ein neuer Twin mit alten Werten

07.10.2009, 14:28 Uhr | Heiko P. Wacker / mid

Suzuki Intruder M 1500 (Foto: Suzuki)Suzuki Intruder M 1500 (Foto: Suzuki) Wie die große Cruiser-Schwester M 1800 R huldigt auch die Intruder M 1500 von Suzuki dem Motto "Masse ist klasse" - nur eine Spur kleiner. Dennoch ist das 10.990 Euro teure Motorrad ganz klar im XXL-Segment anzusiedeln und sorgt unter Suzukis Dickschiffen für opulentes Fahrgefühl.

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Optik wie die größere Schwester

Bereits die Optik macht das deutlich, die der M 1800 R wie aus dem Gesicht geschnitten ist. Modern ragt die Lampenverkleidung in den Wind, während die ellenlagen Auspuffrohre die seitliche Ansicht bestimmen. Wer Motorräder mit beeindruckender Optik bevorzugt, wird die neue Intruder lieben.

80 PS aus knapp 1500 Kubik

In ihrer Mitte thront ein neuer V2-Motor, der 80 PS Leistung aus seinen 1462 Kubikzentimetern Hubraum schöpft. Während die Maximalleistung bei 4800 Umdrehungen anliegt, wird das maximale Drehmoment von 126 Newtonmetern bereits bei 2700 Touren erreicht: Deutliche Papierwerte, die gar nicht erst den Verdacht aufkommen lassen, die neue Intruder könnte ein wenig schwach auf der Brust sein.

Sechs Liter Verbrauch sind drin

Der Twin wird pro Ansaugkanal über zwei Drosselklappen gefüttert: Eine wird direkt vom Gasgriff gesteuert, die zweite elektronisch angepasst. Vier Ventile je Topf sowie zwei Zündkerzen kümmern sich um das Gemisch, wobei die Suzi mit sechs Litern je 100 Kilometer auskommt; bei zügiger Fahrweise kann es auch mal ein halber Liter mehr sein. In Kombination mit dem 18-Liter-Tank sind somit Reichweiten von rund 300 Kilometern möglich.

Bequemes Gestühl

Im überaus bequemen Gestühl nimmt man Platz. Breit spreizt sich die Lenkerstange, während die Stiefel soliden Halt auf den Rasten finden. Bereits die erste Sitzprobe vermittelt jenes satte Gefühl des zweirädrigen Luxus, wie ihn Cruiser-Freunde mögen.

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Sound mit Gänsehaugefühl

Passend voluminös nimmt der Motor seine Arbeit auf: Der Sound garantiert ein Gänsehautgefühl. Und auch die Beschleunigungs- und Durchzugswerte sind vorbildlich, auch wenn die Trude nicht eben zur schaltfaulen Fahrweise bereit ist. Abruptes Beschleunigen aus niedrigen Drehzahlbereichen quittiert sie mit herzhaftem Rumpeln aus den Tiefen des Antriebsstrangs.

Genügend Drehzahlüberschuss

Folglich gilt es auf genügend Drehzahlüberschuss für den Schritt in die nächsthöhere der fünf Gangstufen zu achten, sonst schüttelt sich die lang übersetzte Trude unwillig. Entsprechend rollt man im dritten Gang durch Ortschaften.

Foto-Show und technische Daten Suzuki Intruder C 1800R

Relativ spritzig

Wer jedoch diese Eigenart beherzigt und fleißig schaltet, wird mit einer angenehmen Dynamik und einer nicht zu unterschätzenden Spritzigkeit überrascht: so massig die 1500er auch wirken mag, so flott kann sie unterwegs sein - auch wenn die früh aufsetzenden Rasten moderate Kurvenfahrten erzwingen. Auf der Geraden darf jedoch der Motor zeigen, was in ihm steckt.

Bis fast Tempo 200

Und das ist eine ganze Menge: Überraschend zügig lässt es sich auch auf der Autobahn reisen, wo Geschwindigkeiten jenseits von 160 km/h kein Problem darstellen. Das gilt zumindest, wenn man sich das kleine, aber wirkungsvolle Windschild für 371 Euro aus dem Zubehörprogramm gegönnt hat. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 190 km/h.

Extralässiges Cruiser-Vergnügen

Als Dauerbrenner für die Autobahn ist die Suzuki deshalb aber noch lange nicht konzipiert. Ganz im Gegenteil, führt doch die Intruder das Familienerbe weiter, hinter dem sich schon immer ein Cruiser-Vergnügen der extralässigen Sorte verbarg. Auch die neue M 1500 liebt die druckvoll-gediegene Art zweirädriger Fortbewegung, und dies am liebsten auf gut ausgebauten, leicht schwingenden Landstraßen. Eine schöne Art der Traditionspflege.

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