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Ducati zeigt Hypermotard 1100 Evo und Evo SP

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Supermoto  

Neue Ducati Hypermotard 1100 Evo und Evo SP

23.11.2009, 13:08 Uhr | Thilo Kozik / mid

Ducati Hypermotard 1110 Evo (Foto: Ducati)Ducati Hypermotard 1110 Evo (Foto: Ducati) Für das Modelljahr 2010 hat Ducati seine große Hypermotard 1100 verfeinert: Zum einen gibt es die Italienerin als Evo-Modell, zum anderen stellt der Hersteller mit der Hypermotard 1100 Evo SP sogar ein völlig eigenständiges Modell mit individuellem Fahrverhalten auf die langen Beine.

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Foto-Show Ducati Hypermotard 1100 Evo
Foto-Show Hypermotard 796

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Hypermotard wird leichter

Zwei Jahre nach dem ersten Hypermotard-Serienstart liegen die zwei Neuheiten mit einer Gewichtsreduktion um stolze sieben Kilogramm unter dem bisherigen Gewicht und fünf PS über der bisherigen Leistung, was beiden 1100ern zugute kommt. So spart allein der überarbeitete 90-Grad-V-Motor durch kompaktere Dimensionen, einen Magnesium-Lichtmaschinendeckel und ein Vakuum-Gussverfahren stattliche 5,2 Kilogramm ein.

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Neuer Zylinderkopf

Ein neuer Zylinderkopf mit geänderten Nockenwellen, Luftführungen und optimierten Motorinnereien sorgt für die Mehrleistung des luft-ölgekühlten Motors, der mit Zweiventiltechnik und 1078 Kubik Hubraum 95 PS bei 7500 Umdrehungen leistet.

Hypermotard 1100 Evo und Hypermotard 1100 Evo SP

Bislang verfolgte Ducati bei allen Baureihen die gleiche Modellstrategie: Neben dem Standardmodell gab es eine S-Version, die sich durch hochwertigere Federelemente, eine edlere Ausstattung und eine spürbare Gewichtseinsparung auszeichnete. Von dieser Politik weicht Ducati bei den beiden neuen Modellen Hypermotard 1100 Evo und Hypermotard 1100 Evo SP ab.

Eigenständiges Modell

Aus gutem Grund, denn die SP ist viel mehr als nur eine aufgewertete Basisversion. Hier handelt es sich um ein absolut eigenständiges Modell, das sich auch ganz anders fährt als die bisherigen Modelle. Sofort fallen auch die Unterschiede auf: Die SP wirkt deutlich langbeiniger, die Silhouette ist luftiger als die bisherige Hypermotard-Versionen.

Mehr Federweg

Das liegt unter anderem an den anderen, deutlich längeren Federelementen, die mehr Federweg und daraus resultierend drei Zentimeter mehr Bodenfreiheit bieten. Weitere Unterschiede sind die schwarze USD-Gabel, leichtgewichtige Schmiederäder von Marchesini sowie brachiale Brembo-Monobloc-Radialbremszangen. Optisch signalisiert die SP mit weißen Zierstreifen und einem Ducati Corse-Logo ihre Ausnahmestellung.

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Foto-Show Ducati Streetfighter
Foto-Show Ducati 1198 S

Integrierte LED-Blinker

Zudem entsprechen die beiden 1100er Modelle der atemberaubenden Ducati Konzeptstudie der EICMA 2005, die als Testlauf für die Publikumsreaktionen diente. Die beiden Bikes sind daher mit all den feinen Spielereien ausgestattet, von denen niemand glaubte, dass sie den Serienanlauf erleben würden: mit witzigen Klappspiegeln, Handprotektoren mit integrierten LED-Blinkern, futuristischem Cockpit und der äußerst schmalen, filigranen Gesamterscheinung.

Fast 90 Zentimeter hoch

Beim Aufsitzen auf die SP thront man in anmutigen 87,5 Zentimetern Höhe, der hohe Lenker sorgt für eine harmonische, wenngleich deutlich vorderradorientierte Haltung. Über die breite Lenkstange lassen sich Fahrbefehle sehr gut einleiten, die SP folgt dem Fahrer willig in enge Kurven und hält die eingeschlagene Linie recht neutral bei. Von der bislang bekannten Kippeligkeit und Nervosität zeigt sich die SP jedenfalls deutlich kuriert.

Druckvolle Mitte

Als Quell der Freude entpuppt sich auch das modifizierte Triebwerk. Die erleichterte Schwungmasse aus dem Supersportler 848 lässt den V-Motor spontan auf Gasbefehle ansprechen und schnell bis in den Begrenzer hochdrehen, seine Stärke bleibt jedoch die druckvolle Mitte. Zwei Lambdasonden, je eine pro Zylinder, kümmern sich um die Abgasentgiftung und bescheren einen seidenweichen Motorlauf ohne die lästigen Lastwechsel im unteren Drehzahlbereich, die das Vergnügen bei den Vorgängermodellen noch einschränkten.

Viel Fahrspaß

Diese Auslegung mit viel Druck unten herum und in der Mitte fördert den Fahrspaß. In der circa 13.800 Euro teuren SP-Auslegung hat sich das Ducati Hypermotard-Konzept deutlich dem Supermoto-Einsatzzweck genähert, auch eine artgerechte Fahrweise mit ausgestelltem Bein und Hineindrücken in die Kurve ist nun dank der später aufsetzenden Bauteile möglich.

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Viel Übersicht und Überholpotenzial

Weniger rennstreckentauglich ausgelegt, dafür mit mehr Alltagsqualitäten versehen steht die Basisversion Hypermotard 1100 Evo für rund 11.800 Euro da. Trotz der respektablen Sitzhöhe von 84,5 Zentimeter fühlt man sich recht bequem gebettet, doch längere Touren dürften kein Vergnügen sein - dafür ist das Polster zu schmal. In aufrechter Körperhaltung genießt der Pilot die Qualitäten des identischen Antriebs, die drehmomentorientierte Auslegung sorgt für ein souveränes Landstraßenfeeling mit viel Übersicht und Überholpotenzial.

Basismodell nicht ganz so präzise

Bei Präzision und Leichtfüßigkeit erreicht sie indes nicht das Niveau der SP-Version, der niedrigere Schwerpunkt und die kompakteren Verhältnisse machen sie für reine Straßenfahrer dennoch zur besseren Wahl. Abseits der Rennstrecke macht die herkömmliche Bremsanlage mit ihrem entschärften Biss deutlich mehr Sinn, verlässlich und ordentlich dosierbar verringert sie zusammen mit den kürzeren Federwegen die Überbremsgefahr.

Rattenscharfe Optik

Im kurvigen Asphaltgeschlängel bereitet diese Hypermotard einen unproblematischen Fahrspaß, vermutlich mehr als jedes andere Modell der italienischen Edelmarke. Auf abgesperrten Pisten finden versierte Supermoto-Drifter in der SP jedoch die bessere Partnerin. Vor Cafés ist die Wahl indes egal: Hier ziehen beide Italienerinnen mit ihrer rattenscharfen Optik die Blicke der Passanten an.

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