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BMW S 1000 RR: Elektronische Feinabstimmung für den Supersportler

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BMW S 1000 RR: Elektronische Feinabstimmung für den Supersportler

26.10.2011, 08:21 Uhr | Jochen Vorfelder, Spiegel Online

BMW S 1000 RR: Elektronische Feinabstimmung für den Supersportler. BMW S 1000 RR (Quelle: Hersteller)

BMW S 1000 RR (Quelle: Hersteller)

Mit der S 1000 RR hat BMW Motorradabteilung 2009 einen Coup gelandet, doch die Konkurrenz bei den Supersportlern rüstet auf. Mit der 2012er Version ihres Renners wollen die Münchener ihre Stellung weiter festigen. Doch nicht alle Details der Überarbeitung überzeugen.

BMW S 1000 RR: Erste Revision nach drei Jahren

Die Motorradmesse EICMA in Mailand steht vor der Tür und die Supersportler-Szene plustert sich auf: Kawasaki kündigt die ZZR 1400 als das "Serienmotorrad mit der weltweit schnellsten Beschleunigung" an; Ducati spricht bei der neuen 1199 Panigale von einer "Revolution im Motorenbau". Honda hat Anfang November die überarbeitete Fireblade vorgestellt, die zu ihrem 20jährigen Jubiläum jünger wirkt, als je zuvor.

193 PS starkes Supermotorrad

Keine leichte Aufgabe für die BMW-Ingenieure also, um da mitzuhalten. Denn seit ihrer Einführung 2009 gehört die 193-PS-starke S 1000 RR zu den heißesten Eisen, die die Bayern im Feuer haben. Ein guter Teil des Imagewechsels und der positiven Bilanzzahlen von BMW Motorrad geht auf das Konto des Supersportler-Modells - deshalb nach drei Jahren eine erste, dezente Revision.

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Vor allem das Fahrwerk überarbeitet

Überarbeitet haben die Ingenieure vor allem das Fahrwerk: Die Vordergabel stellt praktisch eine komplette Neuentwicklung dar und soll insbesondere spürbare Komfortvorteile bieten. Die Fahrzeuggeometrie und die Rückmeldung an den Fahrer werden unter anderem durch einen um 0,1 Grad reduzierten Steuerkopfwinkel und einen um 9,3 Millimeter verringerten Radstand verändert; auch die Steuerkopflagerung und das Federbein wurden überarbeitet. Zusammen mit einem jetzt einstellbaren Lenkungsdämpfer soll dies die Ruhe und Präzision erhöhen, mit der die S 1000 RR ohnehin schon ihre Kreise zieht.

Mehr Durchzug bei gleicher Leistung

Auch an der komplexen Motor- und Kraftverwaltung hat BMW Hand angelegt. Die Maschine reagiert jetzt viel sensibler auf den Dreh am Gasgriff, und zwar in jedem der vorwählbaren Fahrprogramme für die Regenfahrt, die Sporttour, oder die Hatz auf der Rennstrecke. Die Folgen laut BMW: verbesserter Durchzug in den unteren Drehzahlbereichen sowie harmonische und lineare Drehmomentverläufe ohne Löcher.

Kommt eine stärkere Version?

Leicht umgebaut ist auch die Auspuffanlage; den Reihenvierzylinder-Motor selbst liefert BMW hingegen unverändert aus. Ein weiterer Leistungssprung bleibt den Fahrern zunächst vorenthalten, obwohl er, so munkelt man in den einschlägigen Boxengassen, bei Rennläufen bereits erfolgreich im Testbetrieb ist.

Traktionskontrolle soll Wheelies verhindern

Was BMW bei der S 1000 RR-eigenen Traktionskontrolle DTC als weiteren Fortschritt verkauft, wird die schnelleren Fahrer im Lande allerdings nicht erfreuen: eine Optimierung der Spaßverhinderung, bekannt auch als Wheelie-Erkennung. Sie verhindert, dass das Vorderrad beim Gasgeben abhebt: "Beim Eingriff der Wheelie-Erkennung erfolgt die Öffnung der Drosselklappen nun deutlich sanfter", wirbt BMW. Schade eigentlich, weniger wäre da mehr gewesen.

BMW S 1000 RR optisch aufgewertet

Viel mehr gibt die S 1000 RR jetzt allerdings optisch her. Das massive Heck baut jetzt deutlich schlanker und hübscher; die Seitenverkleidungen mit Kiemen rechts und Luftloch links betonen den asymmetrischen Ansatz noch deutlicher. Chapeau, Designabteilung - auch für die Details: Unter dem Cockpit haben die Münchener nun eine wunderschön gestaltete Gabelbrücke platziert und die transparenten Windleitflügelchen lockern den Vorbau auf. Diese sogenannten Winglets sind auch in Karbon zu haben, ebenso wie eine Auspuffanlage aus Titan - gegen Aufpreis, versteht sich.

Wenig nützliche Spielereien

Auf andere Spielereien hätte man bei der Verteidigung der Leitwolf-Rolle unter dem Superbikes allerdings getrost verzichten können: Der grafisch neu gestaltete Drehzahlmesser ist in fünf Stufen dimmbar und der Bordcomputer signalisiert nun auf Wunsch und LED-Schriftzug laut "SPEED", wenn die festgelegte Höchstgeschwindigkeit überschritten wird. Das erscheint bei einer Boden-Boden-Rakete mit Straßenzulassung so überflüssig wie die per Sonderausstattung verfügbaren heizbaren Handgriffe.

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