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Ducati 1199 Panigale: Neuer Supersportler mit Rennqualitäten

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Ducati 1199 Panigale: Neuer Supersportler mit Rennqualitäten

14.12.2012, 17:32 Uhr | mid

Ducati 1199 Panigale: Neuer Supersportler mit Rennqualitäten. Ducati 1199 Paginale S (Quelle: Hersteller)

Ducati 1199 Paginale S (Quelle: Hersteller)

Als die Ducati 1199 Panigale vor zwei Jahren in Mailand vorgestellt wurde, avancierte sie auf Anhieb zum Messestar. Und so fährt sich das neue italienische Super-Motorrad.

Keine Frage, die Italienerin ist ein ansehnliches Motorrad, obwohl sie auf den sonst für Ducati typischen Gitterrohrrahmen verzichtet. Das Chassis besteht aus einem Aluminium-Monocoque- sowie einem Hilfsrahmen, der Motor ist dabei ein mittragendes Element. Zu sehen ist von alledem nicht viel, schließlich schmiegt sich um diese moderne Konstruktion eine ebenso elegante wie effektive Verkleidung. Schon nach dem Drücken des Startknopfs fühlen sich Fahrer der Ducati 1199 Panigale und Umgebung in die Boxengasse einer Rennstrecke versetzt. Der V2-Motor brüllt seine Sportlichkeit so vehement hinaus, dass man sich schon ernsthaft fragt, wie Ducati dafür eine Straßenzulassung bekommen hat.

Ducati 1199 Panigale hängt toll am Gas

Dabei zeigt sich, dass der neue "Supersquadro" genannte Motor im Übrigen ein durchaus kultivierter Zeitgenosse ist. Die Ducati 1199 Panigale hängt tadellos am Gas und tut genau das, was der Fahrer will. Ride-by-Wire ist auch hier eingezogen und so werden die Befehle der Gashand elektronisch an das Motormanagement übermittelt. Letzteres lässt sich auch durch die Einstellung verschiedener Fahrmodi über Knöpfe am linken Lenkerende beeinflussen.

Ducati 1199 Panigale im Race-Modus

Die volle Power von maximal 195 PS mobilisiert der 1198-Kubik-V2 der Ducati 1199 Panigale im Modus "Race". Der heißt nicht umsonst so und zeigt, was geht für die Straße: eigentlich viel zu viel. Wer hier ambitioniert unterwegs sein will, wählt dem Modus "Sport", der sich durch eine etwas sanftere Gasannahme auszeichnet. In der Stellung "Wet" ist die Gasannahme nochmals weicher, die Höchstleistung auf 120 PS reduziert und die in acht Stufen regelbare Traktionskontrolle steht auf Stufe acht. Wir geben freimütig zu: Das war der von uns am meisten genutzte, weil stressfreie Fahrmodus auf der Ducati. Auch wenn der serienmäßige Schaltautomat, mit dem sich ohne Kuppeln hochschalten lässt, hier außer Kraft gesetzt ist.

Elektronisches Fahrwerk der Ducati 1199 Panigale

Die Ducati Panigale verfügt serienmäßig über ein elektronisch einstellbares Fahrwerk, mit dem sich Zug- und Druckstufendämpfung elektronisch justieren lassen. Das geschieht sowohl über die Fahrmodi als auch individuell per Knopfdruck. Im "Wet"-Modus stellt sich dann so etwas ähnliches wie Komfort ein, auch wenn sie dadurch noch kein sanfter Gleiter wird. Aber sie ist eben zum Kurvenwetzen gebaut, was wir auf unserer Hausstrecke genüsslich getan haben. Ohne großen Kraftaufwand lässt sich die Ducati in Schräglage bringen und zieht sauber um die Ecken.

Ducati 1199 Panigale bietet hohe Sicherheitsreserven

Das feine Ansprechverhalten des bei der S-Version serienmäßigen Öhlins-Fahrwerks der Ducati 1199 Panigale ist auch auf scheinbar glattem Asphalt spürbar. Den Grenzbereich erreicht man auf öffentlichen Straßen nicht, wenn man seinen Führerschein nicht ernsthaft gefährden will. Dazu trägt sicher auch der Pirelli Supercorsa bei, der selbst auf nasser Fahrbahn keine Rätsel aufgibt und maßgeblich zur Fahrsicherheit beiträgt. In der Abteilung Sicherheit dürfen auch die tadellos dosierbaren Bremsen mit den neuen Brembo-Monoblockzangen nicht unerwähnt bleiben. Sie werden von einem in drei Stufen arbeitenden oder ganz abschaltbaren Bosch-ABS reguliert.

Ducati 1199 Panigale ist echter Supersportler

Bei aller Sportlichkeit bietet die Panigale S dem Piloten eine alltagstaugliche Ergonomie inklusive einer kommoden Sitzposition, die auch mehrstündige Ritte nicht zur Tortur machen. Wenn da nicht der Auspuff wäre, dessen Krümmer sich wie eine Heizspirale unter der Sitzbank windet. Das mag in der Übergangszeit und bei flottem Tempo noch ganz angenehm sein, aber im Sommer und im Stadtverkehr nervt diese nicht abschaltbare Sitzheizung doch gehörig. Und auch die Rückspiegel sind vorsichtig gesagt keine Offenbarung. Die Panigale ist eben ein Supersportler und kein City-Cruiser.

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