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Harley-Davidson Street 750: Mittelklasse-Bike feiert auf der EICMA 2013 Premiere

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Harley-Davidson Street 750  

Mittelklasse-Bike feiert auf der EICMA 2013 Premiere

05.11.2013, 14:36 Uhr | SP-X

Harley-Davidson Street 750: Mittelklasse-Bike feiert auf der EICMA 2013 Premiere. Harley-Davidson Street 750 (Quelle: Hersteller)

Harley-Davidson Street 750 (Quelle: Hersteller)

Harley-Davidson dringt in die Mittelklasse ein: Auf der Motorradmesse EICMA zeigen die Amerikaner zwei Motorräder mit 750 und nur 500 Kubikzentimetern Hubraum. Die beiden neuen Harley-Modelle Street 750 und Street 500 werden von einem völlig neu entwickelten, wassergekühlten Motor angetrieben.

Harley-Davidson Street 750: Günstiger, leichter und stärker

Preislich liegt die Street 750 in den USA mit 7500 gut 1000 US-Dollar unter der bisher günstigsten Harley-Davidson (Sportster 883), die in Deutschland für rund 8500 Euro zu haben ist. Die Leistungsdaten der beiden neuen Revolution X-Maschinen stehen zwar noch nicht exakt fest, jedoch soll die 750er sogar stärker sein als die Sportster 883 und dabei laut Hersteller deutlich leichter: Nur rund 217 gegenüber den 261 Kilogramm Leergewicht der bisherigen Einstiegs-Harley.

Neue, wassergekühlte V2-Motoren bei Harley

"Revolution X" heißen die beiden 60-Grad-V2-Motoren mit Hubräumen von 750 und 500 Kubikzentimeter. Das erinnert zwar an den "Revolution"-Motor der wassergekühlten 1,2-Liter-V-Rod von 2003, dennoch sind beide Antriebe eine komplette Neuentwicklung. Mit den 500er und 750er-Bikes als erste ganz neue Plattform seit 13 Jahren will Harley-Davidson laut Senior Vice President und Marketing-Chef Mark-Hans Richer verstärkt die junge Generation zwischen 18 und 30 erobern.


Harley Street 750 kommt 2014 nach Deutschland

Zu Beginn sollen in Kansas City und im indischen Bawal jährlich 1000 bis 1400 Mittelklasse-Harleys vom Band laufen. Als erste Märkte werden neben den USA zunächst Großbritannien, Spanien, Italien und Portugal bedient. Weitere sollen folgen. Zum vierten Quartal 2014 wird die Street 750 auch in Deutschland erhältlich sein. Die kleinere Street 500 bleibt unter anderem dem indischen Markt vorbehalten.

Customizing auch bei den kleinen Bikes

Harley-Davidson hat großen Wert auf mögliches Customizing bei den beiden Street-Modellen gelegt und platzierte bei der Weltpremiere gleich drei beispielhafte Umbauten auf der Bühne. Die Showbikes "Pro Street 800", "Urban Custom" und "Garage" beweisen, dass sich aus der Basis der neuen wassergekühlten Einsteiger-Bikes beeindruckende individuelle Harleys kreieren lassen.

Niedrige Sitzhöhe, niedriger Schwerpunkt

Die weitere 60-Grad-Spreizung der beiden V-Zylinder im Vergleich zum klassischen 45-Grad-V2 aus Milwaukee ist laut Design-Chef Frank Savage ein großer Vorteil in Sachen Fahrdynamik. Dadurch wurde bei Street 750 und 500 nicht nur ein niedrigerer Schwerpunkt möglich, sondern auch eine für Fahranfänger wertvolle niedrigere Sitzhöhe.

Klassisches Gewand

Außerdem zeichnen sich beide Modelle durch eine neutrale Sitzposition aus, die sowohl für gemütliches Dahingleiten als auch für zeitweise sportlicheres Fahren geeignet ist. Neben solchen Voraussetzungen habe besonders die "visuelle DNA von historischen Harleys" das Aussehen der Street 750 und 500 stark beeinflusst - mit Einflüssen etwa der "Knucklehead" von 1946 oder des "Peanut"-Tanks von 1948.

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Auch in Indien will Harley Fuß fassen

Harley-Davidson ist zuversichtlich beim Versuch, mit den beiden neuen Modellen Street 750 und 500 neue junge Kunden zu erobern. Das große Selbstbewusstsein rührt laut Vice President Shelley Paxton von der Tatsache, dass die Traditionsmarke bereits in den vergangenen fünf Jahren stets die meisten Motorräder an die jungen Erwachsenen im Heimatmarkt USA verkauft habe. Die duale Produktionsstrategie mit dem neuen Standort Bawal in Indien könnte ein entscheidender Schritt dazu sein, den Erfolg bei jungen Kunden auf weitere Märkte weltweit auszudehnen.

Erste kleinvolumige Harley seit Jahrzehnten

Auf der Suche nach dem letzten derart kleinen Hubraum in populären Harley-Modellen muss man in den Geschichtsbüchern bis in die fünfziger Jahre zurückblättern, als in der "K" der "Flathead"-V2 mit 743 Kubik werkelte. Spätere kleinvolumige Bikes hatten absoluten Exotenstatus oder stammten zeitweise von der italienischen Tochtermarke Aermacchi.

Neue Hausfrauen-Maschinen?

883 Kubikzentimeter war bisher das absolute Minimum aus Milwaukee, und die damit angetriebenen zierlichen Bikes wie Sportster Iron oder Seventy-Two sind unter vielen Skeptikern als Hausfrauen-Harleys verschrien. Für sie fängt der gestandene V2 bestenfalls bei den 1202 Kubik einer Forty-Eight an, so richtig jedoch erst mit den 1,6 und 1,7 Liter-Triebwerken in Kultmodellen wie Street Bob, Softail Slim oder Electra Glide - von den 1,8 Liter-Kraftpaketen in den hausgetunten CVO-Modellen mal ganz zu schweigen.

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