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BMW R 1200 R Test: BMW-Roadster überzeugt mit ausgewogener Dynamik

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BMW R 1200 R Test  

Rasante Weiterentwicklung der Roadster-Geschichte

04.12.2014, 08:24 Uhr | Ulf Böhringer, SP-X

BMW R 1200 R Test: BMW-Roadster überzeugt mit ausgewogener Dynamik. Neue BMW R 1200 R im Test (Quelle: Jörg Künstle)

Neue BMW R 1200 R im Test (Quelle: Jörg Künstle)

Roadster, also unverkleidete Motorräder, stellen die Kernkompetenz von BMW Motorrad dar. Mit dem rassigen Modell R 32 begann vor fast 92 Jahren die Erfolgsgeschichte der weiß-blauen Motorradbauer. Nun eröffnet BMW mit der neuen R 1200 R ein weiteres Kapitel der Roadster-Geschichte.

Das jüngste unverkleidete Boxermodell hat zu den diesem Typus seit jeher eigenen Komfort- und Reisequalitäten in der Dynamik spürbar zugelegt. Weil der Umgang mit der ab 12.800 Euro im nächsten Frühjahr lieferbaren neuen R 1200 R leicht fällt, macht das Fahren mit ihr viel Spaß. Der erste Testlauf im gebirgigen Hinterland von Benidorm im Süden Spaniens auf extrem kurvenreichen Strecken demonstrierte das eindrucksvoll.

BMW R 1200 R: Dynamischer Roadster

Dass die neue R 1200 R in Sachen Fahrdynamik stark zulegen würde, durfte man schon vor ihrer Enthüllung Anfang Oktober auf der Intermot in Köln erwarten. Schließlich hatte BMW Ende Mai ein Roadster-Conceptbike vorgestellt, bei dessen Erscheinen vielen Betrachtern Hören und Sehen verging. Der auffällige, sehr schlichte Stahlrohrrahmen, die Form des Tanks und auch das LED-Tagfahrlicht sind Dinge, die sich nun im Serienmodell der R 1200 R finden und ihr einen eindrucksvollen Auftritt verschaffen.

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Wobei die Designabteilung einen feinen Kniff entwickelte: Die R 1200 R kann nämlich mittels einer dezenten Farbwahl für Rahmen und Karosserieteile elegant wirken; das 290 Euro extra kostende Paket nennt sich Style2. Sie kann aber auch eine extrovertiert-sportliche Erscheinung darstellen, wenn sie in der weiß-rot-schwarzen Ausführung, Style 1 genannt, vor einem steht; der Aufpreis beträgt dann 350 Euro. Eine Basisversion mit blauer Karosserieeinfärbung, die gegen die beiden stylischen Derivate freilich etwas mauerblümchenhaft wirkt, gibt es auch. Ein Schelm, wer denkt, dahinter könnte Absicht stehen.

Leistung satt

Wer die R 1200 R mit dem nun luft- und wassergekühlten Boxermotor mit 125 PS fährt, denkt gar nichts mehr. Denn das wunderbar einfache Handling des 231 Kilogramm wiegenden Boxers in Verbindung mit dem extrem druckvollen Antritt schon ab 2000 Umdrehungen nimmt praktisch ab dem Start total Besitz vom Fahrer. Schräglagenwechsel auf kurviger Strecke fallen leicht, die gelungene Gasannahme - in drei Stufen regelbar zwischen direkt und moderat - sorgt für geschmeidigen, jederzeit kontrollierbaren Leistungseinsatz.

Natürlich strotzt der neue Boxer-Roadster in seiner jüngsten Auflage von jeder Menge elektronischer Assistenzsysteme, die teilweise freilich nur gegen Mehrpreis geliefert werden. Aber fraglos erhöhen die Traktionskontrolle oder das fein arbeitende Fahrwerksregelsystem Dynamic-ESA Fahrsicherheit und Fahrspaß.

Kräftiger Boxermotor, scharfe Bremsen

Alle fahrrelevanten Aspekte erfüllt die R 1200 R mit Bravour: Der 1,2 Liter-Boxermotor ist ein kräftiger, ab etwa 5000 Umdrehungen allerdings auch zunehmend rauer laufender Antrieb mit dann deutlich spürbaren Vibrationen; dennoch wird seine bis zu 8000 Touren reichende Drehfreude gerne einmal für Zwischenspurts genutzt. Im Allgemeinen hält man sich allerdings selbst bei flotter Fahrt zumeist zwischen 2000 und 5000 Umdrehungen auf, was sich auch auf den Benzinkonsum sehr vorteilhaft auswirkt. Dann lässt sich der Roadster mit knapp fünf Litern fahren, ansonsten liegt der Verbrauch um die 5,5 Liter pro 100 Kilometer.

Höchste Ansprüche erfüllt die Bremsanlage: Sie würde auch einem supersportlichen Motorrad alle Ehre machen, denn die Wirkung wie auch die Dosierbarkeit liegen auf bemerkenswertem Niveau. Dazu passt das wahlweise abschaltbare ABS mit seiner vorzüglichen Regelungsgüte ausgezeichnet.

Foto-Serie mit 7 Bildern

Neues TFT-Display

Ganz neu an der R 1200 R ist die Instrumentierung. Dafür wurde ein TFT-Display entwickelt, das nach Wunsch des Fahrers mit drei verschiedenen Anzeige-Modi aufwartet. Im vollständigen Modus werden zahlreiche Fahrzeuginformationen abgebildet, über deren Anordnung der Fahrer selbst bestimmen kann, denn das Setup lässt individuelle Eingriffe zu. Im sportlichen Modus dominiert eine Balkenanzeige des Drehzahlmessers, während im touristischen Modus die Fahrgeschwindigkeit zusätzliche digital angezeigt wird; in extrem tempoüberachten Ländern wie beispielsweise der Schweiz ein sehr nützliches Detail. Grundsätzlich ist die Geschwindigkeit stets auf einem runden Analoginstrument ablesbar.

Gegen Aufpreis schnelle Schaltung

Ein neues Ausstattungsdetail stellt der Schaltassistent Pro dar. Mit seiner Hilfe braucht der Kupplungs-Handhebel sowohl beim Hinauf- wie beim Herunterschalten nicht mehr gezogen werden. Das beschleunigt die Schaltvorgänge spürbar. Beim Zurückschalten gibt die hinter der Regelung steckende Software sogar Zwischengas. Die Gewöhnung an die Bedienung des Schaltassistenten (400 Euro) dauert nur wenige Fahrkilometer, ab da mag man auf diese Besonderheit eigentlich nicht mehr verzichten.

Sehr gut gelöst hat BMW die Anforderungen an die Ergonomie. Die Sitzposition kann durch die Auswahl unter vier verschieden hohen Sitzbänken stark beeinflusst werden, so dass sich Fahrer zwischen 1,65 bis hin zu 1,95 Meter Körpergröße adäquat untergebracht fühlen dürfen. Auch der Sitzkomfort für eine Mitfahrerin kann durch Wahl eines besonders komfortablen Soziuspolsters gesteigert werden. Wer mag, kann auch den Windschutz erhöhen; BMW hält drei verschiedene Windschilder bereit (235 bis 259 Euro).

Fazit BMW R 1200 R: Ausgewogen, aber auch teuer

Wer sich einen Boxer-Roadster nach Wunsch konfiguriert, schafft es problemlos, den Grundpreis von 12.800 Euro auf über 16.000 Euro zu treiben. In jedem Fall erhält der Käufer ab Saisonbeginn 2015 ein Motorrad, das in punkto Ausgewogenheit vorzüglich gelungen ist.

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