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KTM 1290 Super Adventure: Neue Reiseenduro als souveräner Landstraßen-Gigant

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Neue Reiseenduro im Test  

KTM 1290 Super Adventure zeigt sich als souveräner Landstraßen-Gigant

02.02.2015, 17:01 Uhr | Thilo Kozik, mid

KTM 1290 Super Adventure: Neue Reiseenduro als souveräner Landstraßen-Gigant. KTM 1290 Super Adventure (Quelle: Hersteller)

KTM 1290 Super Adventure (Quelle: Hersteller)

Mit der neuen 1290 Super Adventure treibt KTM sein Großenduro-Konzept in neue Höhen. Vor einer guten Dekade baute KTM mit der 950 Adventure sein erstes Zweizylinder-Bike und schlug damit erstmals eine echte Brücke zwischen Gelände und Straße. Jetzt haben die Entwickler des ehemals nur auf Geländemaschinen spezialisierten Herstellers die Ausrichtung noch eindeutiger in Richtung Asphalt verlegt. Das zeigt nicht zuletzt die Abkehr von der klassischen 21-Zoll-Enduro-Dimension am Vorderrad zugunsten eines Siebzehnzöllers.

Dennoch ist auch die Super Adventure von weitem und aus jedem Blickwinkel als ein Mitglied der KTM Adventure-Familie zu identifizieren, was am unverwechselbaren Kiska-Design liegt: Die Front wird bei allen Adventures von einem zyklopenartigen Scheinwerfer dominiert mit charakteristischem LED-Tagfahrlicht um den Hauptscheinwerfer. Bei schlechten Lichtverhältnissen und im Tunnel schaltet ein Sensor automatisch auf Abblendlicht, auch die Beleuchtung der Instrumente ist sensorgesteuert.

KTM 1290 Super Adventure mit 160 PS

Herzstück des neuen Vorzeigemodells ist ein 75-Grad-V-Motor, der in seinen Grundzügen aus dem Straßenfeger 1290 Super Duke R stammt. Den bärenstarken V2 mit satten 1301 Kubik Hubraum haben die Ingenieure einer grundlegenden "Souveränitätskur" unterzogen, die die neuen Zylinderköpfe und eine neue Kurbelwelle mit mehr Schwungmasse sowie ein modifiziertes Motormanagement umfasst.

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So kommen satte 160 PS Maximalleistung und ein Drehmomentgipfel von 140 Newtonmeter zustande. Zudem steht ein extrem breit nutzbares Drehzahlband zur Verfügung: Schon ab 2500 Touren schiebt die Maschine mit 105 Newtonmetern an. Fast noch imponierender sind aber die seidenweiche Laufkultur und die herzoglichen Manieren des Motors. Selbst im tiefen Drehzahlkeller und in höheren Gängen benimmt sich der mächtige Vau-Zwo unheimlich handzahm. Sehr linear und daher besonders gut berechenbar agiert das Kraftpaket, selbst im 8000er Bereich schiebt die Fuhre noch unglaublich vehement und wunschgemäß voran.

Elektronik ein- und abschaltbar

Bei der Super Adventure hat KTM ein extrem hohes Maß an elektronischer Integration aller Komponenten vorgelegt. So reguliert das Fahrzeugmanagement-System dank eines intelligenten Schräglagensensors auch eine Traktionskontrolle, die entsprechend der gewählten Fahrmodi unterschiedlich viel Antriebsschlupf am Hinterrad zulässt. Und auch in das Schräglagen-ABS greift es ein. Bei diesem gemeinsam mit Bosch entwickelten "Motorcycle Stability Control" (MTC) genannten System bremst bei Betätigung der Vorderradbremse die Hinterradbremse immer gezielt mit, um die Stabilität beim Bremsvorgang zu optimieren und ein Blockieren auch in Schräglage zu verhindern. Das ABS und die Traktionskontrolle lassen sich nicht nur abschalten, sondern bieten auch einen speziellen Offroad-Modus, der die Geländetauglichkeit optimiert.

Adaptive Dämpfung sorgt für Komfort

Kongenialer Partner des Antriebs ist das ausgeklügelte Fahrwerk um den KTM-typischen, 9,8 Kilo leichten Stahl-Gitterrohrrahmen. Serienmäßig kommt die 1290er mit einem semiaktiven Fahrwerk von WP, das vorn wie hinten üppige 200 Millimeter Federweg bereitstellt. Basis des Systems sind je zwei Federwegsensoren sowie Beschleunigungsmesser an Front und Heck, die ihre Informationen an die elektronische Dämpfungssteuerung SCU (Suspension Control Unit) weitergeben. Diese sorgt dafür, dass die Dämpfung der Upside-Down-Gabel wie des Federbeins während der Fahrt permanent und in Echtzeit an Fahrstil und Straßenbelag angepasst werden.

Über die gleiche Steuereinheit am Lenker wie bei den Fahrmodi sind auch die vier Dämpferabstimmungen "Komfort", "Street", "Sport" und "Offroad" wählbar, die eine erstaunlich breite Spreizung an den Tag legen: Bei Offroad und Komfort schlucken die Federelemente sogar lästige Temposchwellen weg. Dazu kommt eine je nach Modus ausgeprägte Anti-Dive-Funktion, die die Telegabel beim harten Bremsen versteift, was ein zu starkes Eintauchen verhindert und die Stabilität erhält.

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Reiseenduro auch bei hohen Tempi sicher

So pfeilt die Super Adventure auch bei Geschwindigkeiten jenseits von 240 km/h unbeirrbar stabil und sicher geradeaus, doch das können auch andere Reise-Enduros gut. Was noch viel mehr imponiert, ist die Agilität, die dieses mit 229 Trocken-Kilo leichte Geschoss im Kurvengewirr an den Tag legt. Auf den niemals geraden Straßen Gran Canarias beeindruckt die Handlichkeit und Akkuratesse der Österreicherin, die mit messerscharfer Präzision Spitzkehren und schnellere Kurvenradien wunschgemäß zerlegt.

Knackig, aber nicht allzu bissig nehmen die Stopper die Bremsscheiben in die Mangel und sorgen für eine mächtige Verzögerung. Die Dosierbarkeit ist für Enduro-Verhältnisse ausgezeichnet, reine Sportfahrer wünschten sie sich noch etwas transparenter. Das ändert jedoch nichts daran, dass dieses österreichische Feuerzeug auf der Landstraße viele potente Supersportler wie "flackernde Teelichter" aussehen lässt.

"Luxus-Travel-Enduro" ab gut 18.000 Euro

Doch die Super Adventure protzt nicht nur mit sportiven Talenten. Als "Luxus-Travel-Enduro", wie KTM sie bezeichnet, bietet sie eine zweifach höhenverstellbare Sitzbank, die mit ihrem guten Polster auch längste Touren schmerzlos überstehen lässt - diese sind angesichts eines riesigen 30-Liter-Tanks jederzeit möglich. Auch der Lenker und die Fußrasten sind für beste Fahrerintegration verstellbar. Für den Windschutz sorgt ein manuell, während der Fahrt aber nur unter viel Kraftaufwand höhenverstellbares Windschild, das Kopf und Oberkörper wirksam vom Winddruck entlastet.

Mit der 1290 Super Adventure hat KTM ein wahrhaft beeindruckendes Paket geschnürt, das bei Ausstattung, Fahrkomfort, Dynamik und Sicherheit fast keine Wünsche offen lässt. Angesichts dessen sind die dafür verlangten 17.895 Euro ein durch und durch preiswürdiges Angebot.

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