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Wiederverwertung von Lkw: Aus alt mach neu

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Wiederverwertung von Lkw: Aus alt mach neu

17.03.2011, 14:02 Uhr | mid

Wiederverwertung von Lkw: Aus alt mach neu. Demontage eines Volvo-Lkw (Foto: Volvo)

Demontage eines Volvo-Lkw (Foto: Volvo)

Ein ausgedienter Lkw muss nicht zum alten Eisen gehören. Moderne "Brummis" werden so gebaut, dass sich ihre rostigen Überreste prima verwerten lassen. Ein Blick hinter die Kulissen der Demontage-Abteilung des Volvo Truck Centers Kungälv.

Lkw einfach zu demontieren

Von wegen "alter Schwede". Wenn ein Volvo-Lkw nach einigen hunderttausend Kilometern das Ende seines Nutzfahrzeugdaseins erreicht hat, ist noch lange nicht Schluss. Materialien und viele Teile leben weiter: Denn die Lastwagen der Schweden sind bewusst so konstruiert, dass sie nach Ablauf ihrer Lebensdauer einfach zu demontieren sind. Das passiert im Volvo Truck Center Kungälv in der Nähe von Göteborg.

Hier werden ausgediente Lkw bis zur letzten Schraube zerlegt. Noch verwertbare Teile werden auf dem Gebrauchtteilemarkt verkauft. Alle weiteren Materialien, die nicht veräußert werden können, landen getrennt nach Rohstoffart in riesigen Containern. Zur Wahl stehen Behälter für Eisen, Aluminium, Messing, Kupfer, Kunststoff und Brennstoffe. Für die Komplett-Demontage und die Reinigung aller Teile, die in den Verkauf gehen sollen, benötigt das mit Schweißbrennern und Schraubenschlüsseln bewaffnete Team sechs bis sieben Tage. Insgesamt gehen 30 bis 40 Lkw pro Jahr durch die Hände der schwedischen Zerleger.

90 Prozent des Lkw können wiederverwendet werden

Bei der Ausschlachtung eines Lkw vom Typ Volvo FH zum Beispiel können mehr als neun Tonnen verschiedener Materialien dem Recycling zugeführt werden. Sämtliche Teile, die zu stark verschlissen sind, werden zum Einschmelzen weitergegeben oder verbrannt und somit zur Erzeugung von Fernwärme genutzt. So gut wie nichts landet auf der Restmülldeponie. In Zahlen ausgedrückt: Etwa 90 Prozent des Materials eines ausgedienten Lkw können wiederverwendet oder wiederverwertet werden.

Das ist angesichts stark schwankender Rohstoffpreise für Eisen und Stahl nicht nur von ökologischer, sondern auch von wirtschaftlicher Bedeutung. So stammt rund die Hälfte des gewalzten Stahls und 97 Prozent des Gusseisens bei einem neuen Lkw aus recyceltem Metall.

Unterm Strich besteht über ein Drittel des Gesamtgewichts eines neu vom Band laufenden Lkw heutzutage aus Recycling-Material. Erreicht werden soll diese Quote durch ein Denken, das schon bei der Konstruktion von neuen Trucks "über den Tag hinaus" geht. "Wir setzen die für die Demontage und Recycling erforderliche Technologie bei der Konzeption und Fertigung neuer Lkw um. Beispielsweise verwenden wir zum Befestigen von Kabeln und Schläuchen Kunststoff- statt Metallclips, da das Entfernen von Metallclips deutlich zeitaufwendiger ist", sagt Lars Martensson, Leiter für Umweltschutz bei Volvo Trucks.

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