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Ziegler Merkur: Tunnel-Rettungswagen mit zwei Gesichtern

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Tunnel-Rettungswagen: Flucht nach vorn - und hinten

08.06.2012, 14:57 Uhr | jüp, Spiegel Online

Ziegler Merkur: Tunnel-Rettungswagen mit zwei Gesichtern. Tunnelrettungs-Fahrzeug von Ziegler (Quelle: Hersteller)

Tunnelrettungs-Fahrzeug von Ziegler (Quelle: Hersteller)

Wenn in einem Tunnel ein Feuer ausbricht, wird er oft zur tödlichen Falle. Auch, weil es keine geeigneten Rettungsfahrzeuge gibt - denn wie die Menschen brauchen auch Verbrennungsmotoren Luft zum Atmen. Ein neues Einsatzfahrzeug verspricht nun Mobilität in allen Gefahrenlagen.

Das Tunnelfahrzeug mit den zwei "Gesichtern"

Autourlauber, die in diesem Sommer auf der Autobahn A8 in Kroatien durch den fünf Kilometer langen Ucka-Tunnel (zwischen Rijeka und Istrien) fahren, werden sich womöglich über ein seltsames Fahrzeug wundern: den Tunnel-Rettungswagen Merkur des schwäbischen Hersteller Ziegler.

Erstes Modell wird am Ucka-Tunnel in Betrieb gehen

Der Ucka-Tunnel fiel im ADAC-Straßentunneltest von 2004 durch die Note "mangelhaft" auf, weil es kaum Rettungswege oder Lüftungseinrichtungen gab. Die Situation hat sich seither nicht grundlegend verändert, doch nun wird immerhin das erste spezielle Tunnel-Rettungsfahrzeug dort stationiert.

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Elektro-Fahrzeug kann ohne zu wenden hinein- und wieder herausfahren

Es handelt sich um ein Auto mit Elektroantrieb und zwei identischen Fahrerkabinen an jedem Ende; so fährt der Wagen auch noch bei akutem Sauerstoffmangel, wie er bei einem Brand im Tunnel herrscht, und er lässt sich problemlos hinein- und herausfahren, ohne dass man das Fahrzeug in der Röhre wenden müsste. Der Fahrer muss einfach nur die Kabine wechseln, schon lässt sich der Merkur von da steuern, wo vorher noch das Heck war.

Überdruck gegen Rauch im Fahrzeug

Im Rettungsauto Merkur finden, neben dem Fahrer und ein oder zwei Rettern, zwölf Menschen Platz, und natürlich gibt es eben so viele Sauerstoffmasken, die von insgesamt 14 Flaschen mit je 50 Liter Druckluft gespeist werden. Je ein Eingang auf jeder Seite steht zur Verfügung. Ein leichter Überdruck in der Kabine soll das Eindringen von Rauch verhindern, ebenso PVC-Vorhänge vor den Eingängen.

Sprühsystem lässt Nähe zum Feuer zu

Die Herstellerfirma sagt, der Wagen könne bis zu einem Meter an den Brandherd heranfahren, da ein Sprühsystem einen Sprühnebel um das gesamte Auto verteilt. Eine Technik, die übrigens auch bei Spezialeinsatzfahrzeugen für Waldbrände installiert ist.

Orientierung per Wärmebildkamera

Um das Fahrzeug auch im dichten Qualm sicher lenken zu können, kann sich der Fahrer auch per Wärmebildkamera orientieren. Die beiden E-Motoren des Fahrzeugs leisten je 95 kW (125 PS) und mit vollen Akkus wäre es möglich, vier Stunden lang mit der Höchstgeschwindigkeit von 60 km/h zu fahren. Das wird bei einem Rettungseinsatz kaum nötig sein. Das erste Merkur-Modell, das jetzt in Kroatien in Dienst gestellt wird, kostete übrigens laut Herstellerangaben rund 800.000 Euro.

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