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Versicherer wollen Notbrems-Assistenten für alle Lastwagen

25.01.2011, 14:30 Uhr | t-online.de, dpa

Versicherer wollen Notbrems-Assistenten für alle Lastwagen . Der Mercedes Actros verfügt über einen Notbremsassistenten. (Quelle: imago)

Der Mercedes Actros verfügt über einen Notbremsassistenten. (Quelle: imago)

Immer wieder kommt es auf Deutschlands Autobahnen zu schweren Unfällen mit Lkw, etwa wenn die Brummis ungebremst in ein Stauende fahren. Dabei lässt sich die Verkehrssicherheit nach Auffassung des Gesamtverbandes deutscher Versicherer durch sogenannte Fahrassistenz-Systeme deutlich verbessern. "Am Wichtigsten wäre ein obligatorischer Notbrems-Assistent für alle Lastwagen", sagte der Leiter der Unfallforschung des Verbandes, Siegfried Brockmann, im Vorfeld des 49. Verkehrsgerichtstag in Goslar.

Schon seit Jahren beschäftigen sich die Unfallforscher der Versicherer (UDV) mit Notbremsassistenten. Bei Pkw ließen sich so laut UDV schon mit den gängigen Notbremsassistenten fünf bis zehn Prozent der Unfälle verhindern.

Mercedes-Lkw bremst bei stehenden Hindernissen automatisch

Seit mehreren Jahren bieten Lkw-Hersteller auch Bremsassistenzsystem auch für Nutzfahrzeuge. So verfügt zum Beispiel der Mercedes Actros über das Notbremssystem "Active Brake Assist 2", das laut Hersteller selbst bei stehenden Hindernissen funktioniert. Ist ein Unfall bei unveränderter Fahrweise unvermeidlich, wird der Fahrer zunächst optisch und dann akustisch gewarnt. Bei einer Verschärfung der Situation reagiert das System mit einer Abbremsung des Fahrzeuges. Dadurch lassen sich Unfallrisiken laut Mercedes deutlich reduzieren. Selbst wenn eine Kollision nicht mehr vermieden werden kann, ist zumindest die Kollisionsgeschwindigkeit deutlich niedriger. Auch andere Hersteller bieten vergleichbare Systeme für Lkw.

EU will Pflicht für Lkw-Assistenzsysteme

Die Europäische Kommission forciert derweil die Einführung von Fahrassistenzsystemen bei neuen Lkw. Ende 2013 sollen laut einer Verordnung Spurassistenzsysteme und Notbremsassistenten für neue Fahrzeuge verpflichtend vorgeschrieben werden. Doch noch hat die EU nicht alle Einzelbestimmungen für die neuen Regeln verabschiedet.

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