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Mobius One - das erste afrikanische Auto

04.08.2011, 14:58 Uhr | Patrick Schäfer, t-online.de

Mobius - das erste afrikanische Auto. Mobius - das Auto aus Afrika für Afrikaner (Foto: Mobius Motors)

Mobius - das Auto aus Afrika für Afrikaner (Foto: Mobius Motors)

Bodenerosion, Steine, tiefe Schlaglöcher, Sand oder tiefer Matsch - mit all dem soll der Mobius One fertig werden. Das Fahrzeug speziell für die schlechten Straßen auf dem ärmsten Kontinent soll zudem das erste afrikanische Auto werden. Es wäre zugleich auch das erste Auto, dass sich die Bevölkerung dort leisten könnte.

Kostengünstiger Mobius mit Überrollkäfig

Der Mobius sieht einem Jeep Wrangler entfernt ähnlich. Der Monocoque-Gitterrohrrahmen des Afrika-Jeeps ist aus stabilen, eineinhalb bis zwei Zoll starken Stahlrohren geformt und bietet gleichzeitig einen integrierten Überrollbügel. Stabilität und Sicherheit soll das Afrika-Auto auszeichnen, auch wenn es keine Türen oder statt der Seitenfenster nur Plastikplanen zu bieten hat.

Platz für fünf Personen sowie viel Gepäck

Die technischen Komponenten sind allesamt Standard-Teile, Schaltung, Lenkung und Bremsen stammen von Zulieferern. Den Motor des Prototypen steuert Toyota bei. Bei allem wird auf möglichst geringe Kosten geachtet, zudem sollen die Teile sich bereits als zuverlässig erwiesen haben. Allradantrieb gibt es für den auf 14-Zöllern rollenden Mobius übrigens nicht - zu teuer. Dafür bietet der Wagen mit der sehr breiten Spur Platz für fünf Personen und eine große Ladefläche.

Schon 2012 soll der Mobius zu haben sein

Der Mobius wird in Kenia per Hand zusammengebaut. Die Karosserie des afrikanischen Geländewagen ist aus Aluminiumblechen gefertigt, um Korrosion keine Chance zu geben. Mit dem Mobius One soll ein zuverlässiges und günstiges Auto für die Straßen Afrikas entstehen. Bereits 2012 soll der Mobius auf die Straßen rollen, der zweite Prototyp Mobius Two ist bereits in der Erprobungsphase. Kosten soll der Wagen nicht mehr als eine dreirädrige Rikscha, die um die zwei- bis dreitausend Euro teuer ist.

Firma 2010 gegründet

Die Firma Mobius Motors wurde 2010 vom Briten Joel Jackson gegründet. Während seiner Tätigkeit für ein soziales Unternehmen in Kenia erkannte er die Immobilität in Afrika als großes Problem: Familien müssen Kilometer weit zu Fuß gehen, um alltägliche Dinge zu bewältigen, sei es Wasser zu holen, Felder zu bestellen oder Baumaterial zu transportieren. In Notfällen gibt es niemanden, der ein krankes Kind oder einen Verletzten in ein fern gelegenes Krankenhaus fahren kann. Öffentliche Transportmittel sind rar und vor allem unzuverlässig - ein eigenes Vehikel könnte für die Bevölkerung ein Quantensprung bedeuten.

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