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Audi: Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler über neue Märkte und neue Energien

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Audi-Chef Stadler: "Wir werden mehrgleisig unterwegs sein"

16.09.2011, 13:54 Uhr | t-online.de

Audi: Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler über neue Märkte und neue Energien. Audi-Chef Rupert Stadler (Quelle: t-online.de)

Audi-Chef Rupert Stadler (Quelle: t-online.de)

Die Autoindustrie steht vor gewaltigen Herausforderungen: Verbräuche müssen gesenkt, Klimaziele erreicht, neue Antriebstechniken marktfähig werden. Zugleich muss das Automobil weiterhin attraktiv bleiben. Audi-Vorstandsvorsitzender Rupert Stadler über neue Märkte, neue Energien - und ein altes Auto.

auto.t-online.de: Herr Stadler, wir sitzen hier nicht in einer Messehalle; wir befinden uns in einem eigens dafür gestalteten Gebäude – dem Audi-Ring. Wie wichtig ist Design für Audi?

Rupert Stadler:  Für uns ist Design ein elementarer Bestandteil unserer Marke, weil Design bei vielen Modellen Kaufgrund Nummer eins ist. Zum 125-jährigen Jubiläum des Automobils wollten wir als progressive sportliche Marke hier auf der IAA etwas ganz Besonderes machen.

auto.t-online.de: Audi verkauft zurzeit so viele Autos wie noch nie. Was macht Audi besser als seine Mitbewerber?

Rupert Stadler: Wir treffen den Nerv unserer Kunden sehr gut. Unsere Autos sind begehrenswert, technisch innovativ und erfüllen in jeder Hinsicht höchste Ansprüche. Als Beispiele möchte ich unseren Leichtbau, die effizienten Antriebstechnologien und die Sportlichkeit nennen. Ich glaube, dass wir als Marke weltweit hochattraktiv sind, auch bei den Autofahrern, die heute noch eine andere Marke fahren.

auto.t-online.de: Elektroautos, Hybridfahrzeuge, Brennstoffzelle, Downsizing, Zylinderabschaltung: Hier auf der IAA sind viele Wege zu sehen, die in die automobile Zukunft führen. Wie werden wir 2020 unterwegs sein?

Rupert Stadler: Wir werden in den kommenden Jahren mehrgleisig unterwegs sein. Ein Teil der Autos wird auch weiterhin mit Benzin oder Diesel fahren, durch aufgeladene Turbomotoren aber noch effizienter als heute schon. Sukzessive werden wir in eine Hybridisierungswelt kommen, hier bietet Audi schon die Hybridfahrzeuge Q5, A6, A8, und die sind nur der Anfang.

Die Batterietechnik wird weiter vorangetrieben werden. Es werden in den Städten schon bald Elektroautos zu sehen sein, zunächst als Zweit- oder Drittwagen. Die nächste Stufe wird der Plug-in-Hybrid mit Reichweiten von 500 bis 600 Kilometern sein. Diese Modelle werden uns helfen, die ehrgeizigen CO2-Vorgaben zu erreichen.

Langfristig werden wahrscheinlich auch Brennstoffzellen-Autos unterwegs sein. Wir brauchen dazu allerdings regenerative Energien. Denn nur wenn der Wasserstoff für die Zelle aus Wind- oder Sonnenkraft gewonnen wird, wirkt sich das positiv auf die CO2-Bilanz aus.

auto.t-online.de  Wie engagiert sich Audi in Sachen regenerativer Energien?

Rupert Stadler: Wie Audi sich dies in der Zukunft vorstellt, haben wir mit unserer Initiative Balanced Mobility gezeigt. Audi beteiligt sich hier an einem Windpark in der Nordsee, erzeugt dort sauberen Strom, der entweder direkt für die E-Mobilität genutzt werden kann, mit dem sich aber auch grüner Wasserstoff herstellen lässt.

Als dritte Möglichkeit können wir den Wind-Strom nutzen um synthetisches Erdgas herzustellen, das ab 2013 in unseren A3 TCNG als umweltfreundlicher Kraftstoff eingesetzt wird. Wir sehen dies als wichtigen Baustein auf dem Weg zur CO2-neutralen Mobilität. Übrigens: Audi ist bislang als einziger Automobil-Hersteller im Desertec-Projekt engagiert.

auto.t-online.de : Audi ist in China stark - wo sehen Sie weitere Märkte für Audi?

Rupert Stadler: In Westeuropa liefern wir uns ein hartes Kopf-an-Kopf-Rennen um die Spitzenposition, in China ist Audi bereits die Premiummarke Nummer eins. Das wollen wir auch in den kommenden Jahren sein. In China sind wir seit über 20 Jahren auf dem Markt aktiv. Wir investieren dort kräftig, wir produzieren dort auch den Q5. Aber Audi hat auch noch Wachstumspotenziale in den USA, die wir nutzen wollen.

Wir sehen in Russland noch starke Wachstumschancen, ebenso wie in Indien, den ASEAN-Staaten und Südamerika. Wir möchten aber auch in reifen Märkten unseren Marktanteil ausbauen, wie in Westeuropa, den USA und natürlich auch auf unserem Heimatmarkt Deutschland.

auto.t-online.de: Welche Automarke würden Sie eigentlich fahren, wenn es Audi nicht gäbe?

Rupert Stadler: Eine Welt ohne Audi kann ich mir gar nicht vorstellen. Aber ich will Ihnen doch einen Hinweis geben: Mein erstes Auto war bereits ein Golf Cabriolet (das "Erdbeerkörbchen", Anmerkung d. Redaktion) - ein superschickes Auto.

Das Interview führte Timo Bürger

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