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Kuba: Preisschock bei importierten Neuwagen

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Nach Embargo-Ende  

Neuwagen auf Kuba nahezu unerschwinglich

05.01.2014, 08:34 Uhr | Von Anne-Marie Garcia, AP

Kuba: Preisschock bei importierten Neuwagen. Für viele eine Augenweide - Oldtimer auf Kuba (Quelle: imago)

Für viele eine Augenweide - Oldtimer auf Kuba (Quelle: imago)

Importierte Neuwagen dürfen endlich auf Kuba verkauft werden. Die Kunden strömen zum Händler. Doch dort erwartet die Kubaner ein Schock. Bereits kurz nach dem Inkrafttreten der neuen Regelung schossen zum Wochenende die Preise für Neuwagen in astronomische Höhen. Für die meisten Menschen dürfte ein neues Vehikel damit unerschwinglich sein.

Kuba: Ein Kia für 30.000 Euro

So wird zum Beispiel ein Kia Rio, der in den USA umgerechnet 10.000 Euro zu haben ist, auf der nahe gelegenen sozialistischen Karibik-Insel für umgerechnet gut 30.000 Euro angeboten. Der billigste Peugeot 508 steht in Deutschland mit rund 25.000 Euro in der Liste, auf Kuba soll er ein Mehrfaches kosten.

Enttäuschte Kubaner

"Selbst wenn alle meine Angehörigen hier und drüben in Miami mitmachen, kriegen wir eine solche Summe nicht zusammen", sagt der 28-jährige Musiker Gilbert Losada. "Wir werden abwarten, ob sie mit den verrückten Preisen runter gehen. Wir sind wirklich enttäuscht."


Autos sind ein schwieriges Geschäft

Kuba, wo immer noch viele jahrzehntealte amerikanische Straßenkreuzer herumkurven, hatte schon 2011 den Verkauf von Gebrauchtwagen an Privatleute legalisiert. Einen Neuwagen konnte man hingegen nur mit einer Sondergenehmigung des Transportministeriums von staatlichen Händlern erwerben. Es konnte Jahre dauern, den nötigen Stempel zu bekommen. Derweil blühte für Neuwagen ein Schwarzmarkt mit überhöhten Preisen.

Der Staat bestimmt die Preise

Das jetzt in Kraft getretene Gesetz schafft die Sondergenehmigung ab. Aber Kubaner dürfen Autos immer noch nicht direkt importieren. Das bleibt dem staatlichen Monopol vorbehalten, das damit auch den Marktwert der Autos bestimmen darf. Und der liegt nun für einige durchaus bescheidene Wägelchen auf deutlich höherem Niveau.

Autos für Kubaner schier unbezahlbar

Damit dürfte die Ära der auf Kuba jahrzehntelang gehegten US-Schlitten aus den 50er Jahren vielleicht doch nicht so schnell zu Ende gehen, wie von manchem erwartet. Denn erschwingliche Alternativen waren zumindest am Freitag bei einem Händler im Westen von Havanna nicht zu erblicken.

Hyundai für über 70.000 Euro

Das billigste Auto war ein BMW aus dem Jahr 1997 für umgerechnet gut 10.600 Euro. Für einen Hyundai Minivan Baujahr 2009 sollten potenzielle Käufer immer noch 74.000 Euro hinblättern.

Geringe Löhne

Üblich sind auf Kuba Löhne von umgerechnet etwa 15 Euro im Monat. Selbst wenn einige als Musiker, Künstler oder Beschäftigte ausländischer Firmen deutlich mehr verdienen und sich einige Familien erstaunlich stattliche Summen zusammensparen.

"Das ist ein Witz"

"Wollen wir doch mal sehen, ob ein revolutionärer Arbeiter, der ehrbar von seinem Gehalt lebt, hier ein Auto für solche Preise kaufen kann", sagt der 27-jährige Computerfachmann Guillermo Flores. "Das ist ein Witz."

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