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Opel Calibra: Der Volkssportler mit Kultstatus

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25 Jahre Opel Calibra  

Volkssportler mit Kultstatus

09.09.2014, 13:21 Uhr | SP-X

Opel Calibra: Der Volkssportler mit Kultstatus. Opel Calibra: Vor 25 Jahren wurde der Kultsportler vorgestellt (Quelle: Hersteller)

Opel Calibra: Vor 25 Jahren wurde der Kultsportler vorgestellt (Quelle: Hersteller)

Als der Opel Calibra auf der IAA 1989 enthüllt wurde, applaudierte die Weltpresse ähnlich lange wie einst bei der Vorstellung des Opel GT. Tatsächlich teilte sich der Calibra nicht wenige Charakteristika mit diesem ersten Ballroom-Blitz im Sportwagen-Dress. Vor allem aber hatten GT und Calibra einen gemeinsamen Vater für ihre verführerischen Formen, zeichnete doch jeweils Opel-Chefstilist Erhard Schnell für das dynamische Design mitverantwortlich.

Während der zweisitzige GT von 1968 noch auf dem kleinen Kadett B basierte, nutzte der viersitzige Calibra das stattliche Mittelklasse-Modell Vectra A als Plattform. Schließlich sollte der Calibra in erster Linie der Manta-losen Zeit ein Ende machen und später mit Sechszylinder-Motoren sogar einen Ersatz für den verflossenen Monza bieten. Beides gelang dem Calibra.

Opel Calibra: Nachfolger für Manta und Monza

Tatsächlich galt die Marke mit dem Blitz allgemein als begehrenswert, weil innovativ, sportlich und noch nicht nachhaltig mit Qualitätsmängeln befleckt. Mit einem gewissen Neid betrachteten die Konkurrenten die Bilanz der deutschen GM-Tochter, die nach vorübergehend krisenhaften Zeiten 1990 wieder 1,1 Milliarden Mark Jahresüberschuss auswies mit einer Umsatzrendite, die doppelt so hoch lag wie etwa beim VW-Konzern. Sportler als Markenbotschafter, vor allem aber emotionale Autos wie der Calibra polierten den Glanz des Markenemblems zusätzlich so stark, dass dieses nicht nur beim Calibra Mitte der 1990er Jahre voller Stolz an die prominenteste Stelle des Kühlergrills verlegt wurde.

Erschwingliches Coupé für Opel-Fans

Rückblende. 1987 startete der altgediente Manta GSI als Sonderserie Exclusiv gerade in seine letzte Verkaufsrunde, da entfachte Opel mit dem noch namenlosen Concept eines neuen Stromliniencoupés auf dem Genfer Automobilsalon Begeisterungsstürme. Die Japaner dominierten damals das arg geschrumpfte Feld günstiger Sportcoupés, der Ford Capri war vergessen, der VW Corrado vorerst nur Ankündigung und als er kam zu kostspielig - was fehlte, war ein aufregender und erschwinglicher Opel.

So mutierte die Studie vom Lac Leman in nur 18 Monaten zur Serienversion eines Aerodynamik-Vorreiters mit dem CW-Bestwert 0,26 und dem neuen Namen Calibra. Anders als beim 1988 eingeführten Vectra wurde Calibra sofort zur internationalen Modellbezeichnung für den schnellen Zweitürer. Allein die europäische Nachfrage übertraf die Erwartungen so deutlich, dass der Manta-Erbe mit den weltweit flachsten Serienscheinwerfer in Freiformtechnik der Vor-LED-Ära nicht nur in Rüsselsheim, sondern ab 1991 zusätzlich im finnischen Valmet-Werk in Uusikaupunki gebaut wurde.

Variabler Volkssportler

Dort entstand sogar ein Calibra Cabrio, eine Kür, die sich Valmet als Cabriolet-Spezialist nicht nehmen lassen wollte. Der Volkssportler setzte durch viele Varianten Zeichen. Gab es die meisten Rivalen nur mit einer oder zwei Motorisierungen, stand das Opel Coupé mit verschiedenen Motoren und wahlweise sogar mit 4x4-Antrieb im Angebot.

Motoren zwischen 115 und 204 PS

Das Grundmodell mit 115 PS gab es bereits für bescheidene 33.900 Mark, nicht viel mehr als VW für seinen betagten Scirocco berechnete. Der 150 PS leistende Calibra 2.0i 16V ließ mit 223 km/h Höchstgeschwindigkeit sogar leistungsstärkere Maserati im Rückspiegel verschwinden, während ab 1992 der Top-Calibra Turbo 4x4 mit 204 PS unter der lang gestreckten Haube sogar fast die 250 km/h knackte. Das V6-Modell mit 2,5 Litern Hubraum leistete 170 PS und beschleunigte unter acht Sekunden auf 100 km/h, maximal waren knapp über 230 km/h drin.

Foto-Serie mit 5 Bildern

Opel Calibra: Zeitlos schönes Coupé

Coupés vor zu schnellem Altern zu bewahren, ist eine besondere Kunst. Beim Calibra fiel Opel dies leicht, gilt sein Design doch bis heute als zeitlos elegant. So genügten regelmäßige kleine kosmetische und technische Korrekturen sowie Sondermodelle, um den sportlichen Imageträger begehrenswert zu halten. Im Frühjahr 1997 fuhr die letzte limitierte Edition zu den Händlern. Der Kultstatus des Calibra war da schon längst etabliert.

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