Trendiges Kompakt-SUV

Hyundai Kona: Coole Konkurrenz für die Etablierten

17.10.2017, 10:01 Uhr | Wolfgang Gomoll/press-inform, Thomas Geiger, dpa

Ab 2018 liefert Hyundai den Kona auch rein elektrisch angetrieben.

Das Heer der kleinen Geländewagen wächst weiter: Ab Anfang November bringt Hyundai zu Preisen ab 17.500 Euro den Kona an den Start. Damit wollen die Südkoreaner ihr Glück in dem boomenden Segment von Renault Captur oder VW T-Roc versuchen.

Momentan ist es Mode, SUV nach Landstrichen oder Inseln zu benennen. Nach dem Kodiaq und dem Karoq, jetzt also der Kona. Was Skoda recht ist, ist Hyundai nur billig. Kona ist ein Distrikt auf der Insel Big Island von Hawaii, der bei Touristen sehr beliebt ist. 

Dort findet mit dem Ironman der härteste Triathlon der Welt statt, aber auch muntere Partys werden dort allenthalben gerne gefeiert. Mit dieser coolen und hippen Lifestyle-Attitüde will der kleine Korea-Kraxler dem Opel Mokka X, dem Ford EcoSport und dem Renault Capture Konkurrenz machen.

Hyundai Kona

Mit dem Kona besetzt Hyundai ab November das erfolgreiche Segment der kompakten SUV.

Beim Design des Kona haben sich die Koreaner offensichtlich von Konkurrenten inspirieren lassen.

Auf einer Länge von 4,17 Metern bietet der Kona erstaunlich viel Platz.

Ab November steht der Kona hierzulande beim Hyundai-Händler.

Seine Publikumspremiere wird der Hyundai Kona auf der IAA im September feiern.

Im Innenraum finden sich allerhand Hartplastik-Teile.

Der Kofferraum hat ein Volumen von 361 bis 1143 Litern bei umgelegten Rücksitzlehnen.

"Wir wollen eine neue Ikone für Hyundai schaffen", sagt Designer Luc Donckerwolke während hinter ihm Hawaii-Strand-Videos auf dem riesigen Bildschirm zu sehen sind. Diese Lässigkeit geht sogar so weit, dass der Sohn des Hyundai-Chefs und zukünftige Firmeninhaber in Jeans und T-Shirt auf der Bühne steht und den Kona "als strategisches Modell, das die Zukunft von Hyundai zeigt", lobt.

Hyundai Kona: Modernes SUV mit vielen Assistenten

Um in dem hartumkämpften B-Segment erfolgreich zu sein, muss man einiges anders machen, als die Mitbewerber. Zumal Hyundai ein Späteinsteiger ist. Da ist die Optik mehr als wichtig. Das Design mit den schmalen LED Licht-Schlitzen ist eine Mischung aus Mazda CX-3, Citroen C3 und Jeep Cherokee. Das Interieur ist aufgeräumt, sauber verarbeitet und übersichtlich gegliedert. Da stört es auch nicht zu sehr, dass der Hartplastikanteil hoch und die Farbe des Interieurs grau-schwarz ist.

Ein Acht-Zoll-Bildschirm mit hoher Leuchtkraft soll die Anzeigen auch bei direkter Sonneneinstrahlung ermöglichen. Mit Apple CarPlay, Android Auto und einem optionalen 360-Watt-Soundsystem des amerikanischen Herstellers Krell wollen die Koreaner ebenfalls beim Infotainment ganz weit vorne mitspielen. Auch ein Head-Up-Display ist vorgesehen, das mit Hilfe einer kleinen klappbaren Plastikscheibe die Anzeigen in das Gesichtsfeld des Fahrers projiziert.

Für einen Wagen im B-Segment ist die Anzahl der elektrischen Helfer üppig. Die Assistenzsysteme des Kona reichen von aktiven Spurhalte-, über Notbremsassistenten inklusive Fußgängererkennung bis hin zum Fernlichtpiloten. Dazu kommen noch der Tote-Winkel-Warner und die Querverkehrs-Überwachung. Offroad-Fans freuen sich über Bergabfahr- und Berganfahrhilfen.

Sehr gute Platzverhältnisse trotz kompakter Abmessungen

Mit einer Länge von 4,17 Metern ist der Kona um zehn Zentimeter kürzer als zum Beispiel der Opel Mokka X und liegt auf Augenhöhe mit dem 4,15 Meter langen Citroen C3 Aircross. Trotzdem hat man vorne und hinten überraschend viel Platz. Der Kofferraum hat ein Volumen von 361 bis 1143 Litern bei umgelegten Rücksitzlehnen. Zum Vergleich beim längeren Opel Mokka X sind es auch nur 356 bis 1372 Liter.

Der kleine Koreaner steht auf einer komplett neuen Plattform, mit McPherson-Federbeinen vorne und einer Multilenkerachse hinten, was der Agilität zuträglich ist. Die technische Basis wird auf allen Märkten identisch sein, da der Crossover als Weltauto konzipiert ist.

Ab November steht der Kona beim Hyundai-Händler

Zunächst werden lediglich zwei Turbo-Benziner angeboten: Ein 1,0-Liter-Dreizylinder mit 120 PS und ein 1,6-Liter Vierzylinder-Aggregat, das 177 PS leistet. Anders als etwa der Audi Q2 wird der Kona auch mit einem kompakten Allradantrieb zu haben sein, der bis zu 50 Prozent der Antriebskraft auf die Hinterräder leitet.

Den Einstiegsbenziner wird es allerdings nur mit Vorderradantrieb und einer Sechsgang-Handschaltung geben, während das 1,6-Liter-Triebwerk zunächst nur mit Allradantrieb und dem Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kombiniert werden kann. Der Sprint auf Landstraßen-Tempo ist in 7,9 Sekunden erledigt und die Höchstgeschwindigkeit beläuft sich auf Tempo 205. Vermutlich wird es zu einem späteren Zeitpunkt auch den stärkeren Benziner mit Vorderradantrieb und Handschaltung geben.

Ab 2018 schiebt Hyundai eine reine Elektro-Version nach

Für viele Autofahrer wird der Basisbenziner ausreichen, da der Kona mit diesem Antrieb nur 1233 Kilogramm wiegt und immerhin 181 km/h schnell ist. Beim größeren Motor sind es dann schon 170 Kilogramm mehr. Nächstes Jahr bekommt das kleine SUV einen komplett neu entwickelten 1,6-Liter-Diesel mit 115 und 136 PS. Schon 2018 wird Hyundai eine rein elektrische Version des Kona produzieren, der eine Reichweite von mindestens 390 Kilometern und neuere Technik als der Ioniq haben wird.

Hyundai will bis 2021 insgesamt 14 "grüne" Autos im Portfolio haben – fünf reine elektrische, vier Hybride, vier Plug-in-Hybride und ein Brennstoffzellenauto. Seine Publikumspremiere wird der Kona auf der IAA im September feiern. Die Preise dürften bei rund 19.000 Euro starten. 

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