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Berlin: Volkswagen präsentiert größten VW Polo aller Zeiten

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Weltpremiere in Berlin  

VW stellt den größten Polo aller Zeiten vor

17.06.2017, 19:02 Uhr | Andreas Hoenig, Thomas Geiger, dpa-AFX

Berlin: Volkswagen präsentiert größten VW Polo aller Zeiten. Der neue Polo kommt ab 12.975 Euro zu den Händlern. (Quelle: Volkswagen AG/dpa-tmn)

Der neue Polo kommt ab 12.975 Euro zu den Händlern. (Quelle: Volkswagen AG/dpa-tmn)

VW hat den neuen Polo vorgestellt. Die sechste Generation des Kleinwagens ist gewachsen und bietet mehr Platz für Passagiere und Gepäck. Bei der Ausstattung übernimmt der Polo viele Details vom großen Bruder Golf oder dem Passat.

Für 12.975 Euro gibt es den kleinen Bruder des Golf zunächst in fünf Ausstattungslinien mit etwas größerem Format und deutlich mehr Platz im Innenraum, erklärt Entwicklungschef Frank Welsch. Auf der neuen Plattform legt der Polo in Radstand und Länge um jeweils knapp zehn Zentimeter zu und streckt sich nun auf 4,05 Meter. Damit einher gehen vor allem ein Raumgewinn für die Hinterbänkler und mehr Platz hinter der Heckklappe. So wächst der Kofferraum um 25 Prozent auf 351 Liter.

Zugleich rüsten die Niedersachsen bei der Ausstattung auf. Sie bieten viele Technologien aus Golf oder Passat an. Das gilt laut Volkswagen für die LED-Schweinwerfer und die automatische Abstandsregelung genauso wie für die Klimaautomatik mit Luftgütesensor und Allergiefilter.

Neun Motoren stehen zur Auswahl

Für den Antrieb stehen in der ersten Phase sukzessive neun Motoren zur Wahl, die alle die Euro-6-Norm erfüllen. Bei den Benzinern reicht das Spektrum zunächst vom 1,0 Liter großen Dreizylinder mit 48 kW/65 PS bis zum neuen 1,5-Liter mit 110 kW/150 PS und Zylinderanschaltung. Bei den Dieseln haben Kunden die Wahl zwischen zwei mit SCR-Katalysatoren ausgestatteten 1,6-Litern mit 59 kW/80 PS oder 70 kW/95 PS. Für Sparsame gibt es den Polo erstmals auch mit einem Erdgasmotor, der bei 1,0 Liter Hubraum auf 66 kW/90 PS kommt. Sportler lockt VW mit der Aussicht auf einen 147 kW/200 PS starken 2,0-Liter im nächsten Polo GTI. Der neue Polo rollt im Herbst für 12.975 zu den Händlern.

Unruhige Zeiten in der Autobranche

Volkswagen stellt die sechste Auflage des Kleinwagen-Bestsellers in einer Zeit vor, in der viel Unruhe in der Autobranche herrscht. Denn der Abgas-Skandal mit seinen massiven Folgen nicht nur für VW ist alles andere als aufgearbeitet. Die Nachfrage nach neuen Diesel-Fahrzeugen ist im Sinkflug, die Kunden angesichts immer neuer Berichte über erhöhte Abgaswerte offensichtlich verunsichert. Nach Stuttgart drohen nun auch in München Fahrverbote.

"VW sollte beim Polo auf Diesel verzichten"

Doch Deutschland ist Diesel-Land, die Hersteller bangen um die Zukunft der Technologie, an ihr hängen Tausende Jobs. Für die Autoindustrie ist der Diesel alles andere als tot. Auch der neue Polo, der im Herbst auf den Markt kommen soll, hat Diesel-Antriebe im Angebot. Und serienmäßig einen SCR-Katalysator an Bord. Dieser senkt mit einer Harnstofflösung den Stickoxid-Ausstoß.

Und um genau den Ausstoß des gesundheitsschädigenden Stickoxids geht es bei der aktuellen Diesel-Debatte. Die Abgasreinigung mit einem SCR-Katalysator aber ist aufwendiger, das mache die Fahrzeuge potenziell teurer, sagt der Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen. "VW sollte beim Polo eigentlich auf Diesel verzichten."

Die Autoindustrie braucht Diesel

Zwar liegt beim Polo der Absatz-Anteil von Dieselfahrzeugen laut VW aktuell bei nur etwa 15 Prozent. Die Autoindustrie aber braucht generell den Selbstzünder – auch, um künftig strengere Grenzwerte der EU beim Ausstoß des "Klimakillers" CO2 einhalten zu können. Diesel stoßen aus Branchensicht bei vergleichbarer Motorleistung weniger CO2 aus als Benziner. Und die Nachfrage nach Elektroautos ist nach wie vor gering.

Eine Schlüsselrolle bei dem ganzen Thema spielen die sportlichen Geländewagen (SUV), die einen weitaus höheren Diesel-Anteil haben als Kleinwagen wie der Polo. SUV sind die Verkaufsschlager schlechthin der Branche in den vergangenen Jahren. Mit den SUV machen die Hersteller einen Großteil ihrer Gewinne, Tendenz immer noch steigend.

Baukastenprinzip beim Polo

Denn zwar sind Autos wie Golf und Polo das "Brot- und Buttergeschäft" von VW, es sind Fahrzeuge, für die das Unternehmen immer noch ganz wesentlich steht. Doch die Gewinne besonders im Kleinwagengeschäft sind niedrig. Die Marke VW, zu der auch der Polo gehört, ist ertragsschwach. Volkswagen will die Rendite unter anderem mit Einsparungen erhöhen. Für Entlastungen sorgt nach massiven Anfangsinvestitionen aber auch ein neues Baukastensystem, der sogenannte modulare Querbaukasten. Mit dem Verbauen gleicher Teile wird die Produktion günstiger – auch der Polo basiert auf dem Baukastenprinzip.

Das dicke Geld macht die Branche aber nach wie vor mit den SUV. "Im Kleinwagensegment sind die Gewinne niedrig", sagt Branchenexperte Stefan Bratzel vom CAM-Institut in Bergisch Gladbach. Frank Schwope von der NordLB spricht von einem "Beiwerk zum Ergebnis". Aber: "Man darf nicht vergessen, dass es gerade bei jungen Käufern und bei Zweitwagenkäufern ein wichtiges Instrument zum Einstieg in eine Marke und damit zur Kundenbindung ist."

Zahl der Neuzulassungen bei Kleinwagen sinkt

Insgesamt nimmt die Bedeutung der Kleinwagenklasse – Wettbewerber des VW Polo sind etwa der Opel Corsa und der Ford Fiesta – bei den Neuzulassungen nach den Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes aber ab. Das anteilsstärkste Segment ist die Kompaktklasse, mit Fahrzeugen wie dem VW Golf, dem Ford Focus, dem Opel-Astra und der A-Klasse von Mercedes. Bei den Wachstumszahlen dominiert das SUV-Segment.

"Die Bedeutung des klassischen Kleinwagengeschäfts der Marke VW-Pkw ist deutlich geschrumpft", sagt Dudenhöffer. Allerdings habe VW im Kleinwagensegment bisher noch eine klare Lücke, nämlich keinen SUV. Das allerdings soll sich ändern – im kommenden Jahr wird ein Polo-SUV erwartet.

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