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Volkswagen zeigt Spezialkarosserien des Käfers

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Volkswagen zeigt Spezialkarosserien des Käfers

26.01.2004, 12:52 Uhr

Beutler-Coupé von 1957 (Foto: VW)Beutler-Coupé von 1957 (Foto: VW)Längst vergessene Auto-Träume werden wieder wach: Volkswagen zeigt in einer Sonderausstellung "automobile Blech- und Aluminium-Haute-Couture der 50er Jahre". Vom 23. Januar bis zum 21. März dokumentiert die Ausstellung in der Wolfsburger Dieselstraße "VW-Luxus" von deutschen, Schweizer und italienischen Karosserie-Manufakturen auf der Plattform des Käfers.

Foto-Show Auto-Träume der 50er

Käfer, Transporter und sonst nichts
Volkswagen Anfang der 50er Jahre: Von den Bändern läuft der Käfer - nichts als der Käfer und dessen Derivat für Gewerbetreibende, der Transporter. Zwei Pkw-Varianten stehen den Kunden zur Wahl: Limousine Standard und Limousine Export. Ein Faltschiebedach kann ab 1950 als Extra geordert werden - es kostet 250 DM Aufpreis. Die legendäre Blumenvase am Armaturenbrett gilt Volkswagen-Fahrern als Gipfel des Luxus.

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VW-Segen nur für Karmann und Hebmüller
Das Karmann-Cabrio von 1949 (Foto: VW)Das Karmann-Cabrio von 1949 (Foto: VW)Doch wer statt der vernünftigen Limousine etwas ganz Besonderes haben möchte, der beißt bei VW-Direktor Heinrich Nordhoff auf Granit - zunächst jedenfalls. Denn nur die von Karmann und Hebmüller Ende der 40er Jahre konzipierten Offen-Käfer fanden Gnade vor den Augen der VW-Ingenieure. Karmann hatte ihnen ein viersitziges, sogenanntes Cabriolet B mit dick wattiertem Verdeck vorgeführt, Hebmüller eine zweisitzige Alternative mit knapp geschnittener Kapuze (Cabriolet A). Beide Cabrio-Varianten sind in der Sonderausstellung vertreten - beide vom selben Baujahr: 1949.

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Karmann-Ghia beerbt Hebmüller
Die Rolle der sportlich-eleganten Hebmüller-Version sollte später der Karmann-Ghia übernehmen, dessen früher Prototyp aus dem Jahr 1953 einer der Superstars der illustren Museums-Runde ist. Es handelt sich dabei um exakt jene Studie, mit der Wilhelm Karmann im Oktober 1953 Heinrich Nordhoff auf dem Pariser Salon überraschte - und überzeugte.

Den Käfer gab es nur komplett
Karmann-Ghia-Prototyp von 1953 (Foto: VW)Karmann-Ghia-Prototyp von 1953 (Foto: VW)Der Karmann-Ghia, ab 1955 gebaut und 1957 um eine Cabriolet-Version ergänzt, erhielt wie das Käfer-Cabriolet den Ritterschlag eines vollwertigen Volkswagens. Anderen Karosserie-Schneidern erging es weniger gut: Heinrich Nordhoff versagte ihnen die Lieferung bloßer Bodengruppen ohne Karosserie und begründete dies 1954 mit den Worten: "Wir sind eine Automobilfabrik und keine Chassisfabrik."

Die Liebhaber ließen sich nicht schrecken
Trotzdem entstanden auf dem dafür bestens geeigneten Plattformrahmen des Käfers auch ohne den Segen Nordhoffs immer wieder luxuriöse Geschöpfe - Coupés und Cabriolets, die im Wirtschaftswunderland Deutschland und andernorts wohlhabende Käufer fanden. Diese Individualisten nahmen in Kauf, zunächst einmal einen kompletten Volkswagen erwerben zu müssen, ehe der beauftragte Karosserieschneider sein Werk mit der Demontage des Käfer-Aufbaus beginnen konnte.

D & S: Noble Karossen mit Käfer-Technik
D & S-Cabrio von 1951 (Foto: VW)D & S-Cabrio von 1951 (Foto: VW)Gottfried Dannenhauer und sein Schwiegersohn Kurt Stauss in Stuttgart zählten dazu. Alle Dannenhauer & Stauss-Karosserien entstanden ab 1951 in überwiegender Handarbeit unter Verwendung hölzerner Klopfformen. Lediglich die Türen und Hauben erhielten in Pressen ihre Gestalt. Die geringe Höhe der sportlichen Spezial-Volkswagen erforderte natürlich auch eigens gefertigte Sitze, meist mit edlem Leder bezogen, um den luxuriösen Anspruch zu unterstreichen. Unverändert beließen D & S bei der Mehrzahl ihrer Geschöpfe hingegen die Käfer-Technik.

Alu-VW von Beutler
Neben Hebmüller, erstem Karmann-Ghia und D & S warten weitere Volkswagen-Raritäten auf Bewunderer: So zum Beispiel gleich vier Coupé- und Cabrio-Varianten des Berliners Friedrich Rometsch und seines Sohnes Fritz. Sogar noch teurer als ein zeitgenössischer Porsche geriet der Spezial Volkswagen mit Aluminium-Karosserie, den die Gebrüder Fritz und Ernst Beutler 1957 im Schweizer Thun fertigten: 14.950 Schweizer Franken kostete schon das Basismodell mit Volkswagen-Technik (1192 ccm/30 PS). Ähnliche Ziele wie Beutler verfolgte die Carrozzeria Ghia-Aigle in Lugano mit ihrem rasanten 2+2-sitzigen Coupé auf Volkswagen-Basis.

Käfer-Coupé von Stoll
Stoll-Coupé von 1952 (Foto: VW)Stoll-Coupé von 1952 (Foto: VW)Das womöglich skurrilste Exponat der Sonderausstellung, ist ein viersitziges Käfer-Coupé. 1952 von einem Rechtsanwalt bei Karosseriebau Stoll (heute Ackermann/Fruehauf in Wolfshagen bei Kassel) in Auftrag gegeben, ging es in den kommenden Jahrzehnten durch viele Hände. Erst Anfang der 90er Jahre wurde es von einem Engländer liebevoll restauriert.

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