Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Aktuelles >

Straßenverkehr: Die Radarfalle feiert ihren 50. Geburtstag

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

50 Jahre Radarfalle  

Radarfalle - Der erste "Blitzer" stand in Düsseldorf

10.01.2007, 09:42 Uhr | dpa, t-online.de

Radarfalle (Foto: dpa)Radarfalle (Foto: dpa) Unter Polizisten heißt sie "Gebühreneinzugs-
maschine". Wer als erster Verkehrssünder in die Radarfalle fuhr, ist aus Datenschutzgründen nicht überliefert. Vor 50 Jahren wurde erstmals in Deutschland ein Radargerät eingesetzt, das Raser überführen sollte. Nach dem ersten Feldversuch des nordrhein-westfälischen Innenministeriums am 21. Januar 1957 in Düsseldorf trat die Radarfalle ihren bundesweiten Siegeszug an.#

XL-Foto-Show Die Radarfalle
Autos in Videos Neue Modelle in bewegten Bildern
Reifen gesucht? Hier günstig ordern!

Rectangle Auto

Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Erste Fallen leicht erkennbar
Mit Blitzlicht konnten nun sogar in der Nacht Temposünder erwischt werden - die Zeitungen feierten die neue "Wunderwaffe" der Polizei, die ihrerseits davon begeistert war, "statistisch gesehen jeden Autofahrer alle zehn Tage kontrollieren zu können". Inzwischen sind die Geräte als fest montierte "Starenkästen" oder als mobile Einheiten zu tausenden über das Land verteilt - und versetzen mit ihrem Blitz Autofahrer immer wieder in ohnmächtige Wut. "Die ersten Geräte waren so groß und von weitem sichtbar, da konnte man von "Falle" noch nicht wirklich sprechen", sagt Felix Hoffmann, Leiter des Deutschen Polizeimuseums im westfälischen Salzkotten, schmunzelnd. Er hat ein Gerät der ersten Stunden in seinem Fundus.

Falk Textlink

Unzählige Geräte zerstört
Nicht nur zahllose Tempoverstöße, sondern auch Seitensprünge und Kapitalverbrechen haben die "Blitzer" in ihrer 50-jährigen Geschichte aufgedeckt. Dafür sind die Geräte immer wieder dem Hass der Täter ausgesetzt: Radarfallen wurden beschossen, angezündet, abgesägt, mit Farbe besprüht - und schnell durch neue Geräte ersetzt. Nachhaltigeren Erfolg hatte der Kampf auf dem Rechtsweg. Mehrfach erzwangen Rechtsanwälte den Abbau der Anlagen dort, wo sie offensichtlich mehr der klammen Staatskasse als der Unfallverhütung dienen sollten. Auch kuriose Fälle wurden aktenkundig wie vor Jahren im Ruhrgebiet, wo ein Sperrmüllsammler ein mobiles Radargerät mit einer Stereoanlage verwechselte und zum Entsetzen der Polizisten mitten im Einsatz verschleppte.

Ein toter Beamter
Für einen schrecklichen Zwischenfall bei einer Radarkontrolle sorgte ein Fernfahrer im Jahr 2000 an einer Autobahn in Hessen. Als er "geblitzt" wurde und fürchten musste, seinen Führerschein zu verlieren, kehrte er um, erschoss einen der Polizisten und verletzte einen zweiten Beamten schwer.

Aktuelle Meldungen Autogramm.

Illegale Tricks
Inzwischen haben die Gegner der Radargeräte, die sich vom Staat trotz aller Unfallgefahr nicht bremsen lassen, aufgerüstet: Nicht nur Warnungen vor den "Blitzern" in Radio oder Internet, auch eigene Warngeräte für das Auto und reflektierende Folien für das Nummernschild sollen - meist illegal - vor Bußgeld, Punkten in Flensburg und Führerscheinentzug bewahren. Die Polizei kontert seit einigen Jahren mit modernen und kleinen Lasergeräten, die die Radartechnik in Genauigkeit übertrumpfen.

Technik Made in Germany
Wenige Monate vor dem ersten Einsatz 1957 in Düsseldorf war das erste Verkehrsradar im September 1956 von der Firma Telefunken auf der Internationalen Polizeiausstellung in Essen präsentiert worden. Bis dahin hatte die Polizei große Probleme, Tempoverstöße gerichtsfest nachzuweisen. Nach der Beseitigung einiger technischer "Kinderkrankheiten" ging die Weltneuheit "Made in Germany" schließlich 1958 in die Serienproduktion.

Toleranzabzug kam später
Erst allmählich wurde angesichts der einsetzenden Massenverfolgung von Autofahrern hinterfragt, wie zuverlässig die "aus dem Hinterhalt schießenden" Radargeräte wirklich sind. Der Verkehrsclub ADAC zog die Unfehlbarkeit des Radars in Zweifel. Autofahrern musste bald das Recht zur Stellungnahme eingeräumt und alle Messungen durften nur noch abzüglich einer Toleranz verwendet werden.

Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Es blitzt und blitzt und blitzt
Dennoch blitzt es seither ohne Unterlass - im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen allein durch die Polizei im vergangenen Jahr 1,4 Millionen Mal. Hinzu kommen die Aufnahmen der kommunalen Radaranlagen. "Geschwindigkeitskontrollen sind nach wie vor unverzichtbar", sagt eine Sprecherin des NRW- Innenministeriums. Immerhin sei die Hälfte aller Verkehrstoten auf zu schnelles Fahren zurückzuführen.

Seite weiterempfehlen

  • Mehr zu den Themen:
  • Auto
Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Gezielter Schlag 
Hit im Netz: Mit seinem Hund darf sich niemand anlegen

Känguru hält den Vierbeiner im Schwitzkasten, das Herrchen schreitet ein. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 


Anzeige
shopping-portal