Startseite
Sie sind hier: Home > Auto > Aktuelles >

EU-Parlament: Tempolimit 162 für Neuwagen ab 2013

...
t-online.de ist ein Angebot der Ströer Content Group

EU-Parlament  

EU: Tempolimit für Neuwagen ab 2013

22.06.2007, 11:29 Uhr | T-Online/afp, t-online.de

Klima-Bremse für Neuwagen? (Foto: ddp) Bald soll es den Rasern endgültig an den Kragen gehen. Das sieht nach Presseangaben ein Vorschlagspapier des EU-Parlaments vor. Demnach sollen Neuwagen in der EU ab 2013 erheblich eingebremst werden. Durch die Sperre können die Autos dann nicht mehr schneller als 162 Stundenkilometer (101 Meilen pro Stunde) fahren. Außerdem soll der EU-Abgasgrenzwert weiter gesenkt werden und die Hersteller in ihren Anzeigen zu großen Verbrauchs- und Abgasangaben gezwungen werden.#

Tempo 162 für Neuwagen? Diskutieren Sie mit im Auto-Forum!

XL-Foto-Show Neue Schilder für Umweltzonen
Partikelfilter Diese Neuwagen haben ihn an Bord
Verbrauchsrechner Diesel oder Benziner - jetzt mit CO2-Angabe
Schadstoffe Das pusten Autos aus dem Auspuff

Rectangle Auto

Ablehnung aus Deutschland
Der Vorschlag stammt von dem britischen EU-Abgeordneten Chris Davies berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf ein Vorschlagspapier des EU-Parlaments. Ablehnung kommt aus Deutschland. Der Zeitung sagte der deutsche EU-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkakis: "Davon wären deutsche Autohersteller besonders betroffen. Das darf so nicht umgesetzt werden."

Plakettenfinder Welche Plakette bekommt mein Auto?
Filter-Nachrüstung Die Partikelminderungsstufen
Hybrid-Zukunft: Bald Diesel-Hybrid?


Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk) Freie Fahrt für Polizei und Feuerwehr
Von der Einbremsung der Autos ausgeschlossen werden nach dem Papier die Polizei, Krankenwagen, Militärfahrzeuge und Wagen, die andere hoheitliche Aufgaben zu erfüllen haben. Der Vorschlag der EU ist ein weiterer Schritt in Richtung umweltbewusster Autoverkehr in Europa. Bereits im Jahr 2012 gilt der EU-Abgasgrenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer. Laut dem Papier soll er bis 2020 auf 95 Gramm CO2 gesenkt werden. Außerdem sollen die Autohersteller verpflichtet werden, in ihren Anzeigen 20 Prozent der Werbefläche für Verbrauchs- und Abgasangaben zu reservieren. Wie es aber 2013 aussehen soll, wenn Neuwagen auf 162 Stundenkilometer eingebremst werden und alle älteren Fahrzeuge diese Sperre nicht an Bord haben, darüber sind keine Informationen bekannt.

Großer Wirbel in Deutschland
Der Vorstoß im Europaparlament für ein EU-weites Verbot von besonders schnellen und umweltbelastenden Autos hat in Deutschland für Wirbel gesorgt. Sowohl der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) als auch der ADAC und die Werbebranche übten massive Kritik an dem Vorschlag. Eine solche "Tempobremse" gehe entschieden zu weit, erklärte der VDA am Freitag (22.6.). Die EU brauche nicht noch mehr Vorschriften und Verbote, sondern Anreize, umweltfreundliche Technologien zu entwickeln. "Davon halten wir gar nichts", sagte auch ADAC-Sprecher Andreas Hölzel. Die Werbebranche warnte vor einem Verlust an Werbeeinnahmen in Höhe von einer Milliarde Euro. Der Umweltausschuss des EU-Parlaments will am kommenden Dienstag (26.6.) erstmals über das Vorschlagspapier debattieren.

Zahlreiche Bedenken
Ob diese Vorschläge im Parlament eine Mehrheit finden, ist freilich fraglich. Bei den Vertretern einer industriefreundlichen Linie herrsche "helles Entsetzen", sagte der SPD-Europaabgeordnete Matthias Groote, der selbst dem Umweltausschuss angehört. Im Ausschuss, der die Federführung bei den Beratungen hat, gebe es zahlreiche Bedenken - nicht zuletzt was ein Verbot schneller Autos betreffe. "Darüber sollte jeder EU-Staat selbst entscheiden", betonte Groote. "Mit einem solchen EU-weiten Verbot tun man niemandem einen Gefallen". Auch der FDP-Abgeordnete Jorgo Chatzimarkakis, der zuständige Berichterstatter des Industrieausschusses, lehnte eine Tempobremse für Neuwagen strikt ab.

ADAC: Unsinnige Maßnahme
Heftige Kritik an dem Vorschlag übte der ADAC. Jeder Autofahrer müsse die Möglichkeit haben, "situationsabwägend" selbst zu entscheiden, wie schnell er fahre, sagte Verbandssprecher Hölzel. Im übrigen liege die Durchschnittgeschwindigkeiten auf deutschen Autobahnen bereits unter 120 Stundenkilometern. Ein Tempolimit für Neuwagen sei daher eine unsinnige Maßnahme.

Autohersteller und Umweltverbände werden im Juli gehört
Die EU-Volksvertretung wird ihren "Bericht zur Autogesetzgebung des 21. Jahrhunderts" (CARS21) voraussichtlich noch vor Jahresende verabschieden. Das Parlament will damit rechtzeitig auf das von der Kommission in Brüssel angekündigte Gesetzesvorhaben zur Schadstoffbegrenzung durch Kraftfahrzeuge einwirken. Damit sollen die Autobauer unter anderem verpflichtet werden, den CO2-Durchschnittsausstoß von Neuwagen bis 2012 von derzeit 163 Gramm auf 130 Gramm pro Kilometer zu senken. Das Parlament hat bei den Beratungen über dieses Vorhaben ein Mitentscheidungsrecht. Mit der Vorlage der Brüssler Gesetzespläne wird erst im kommenden Jahr gerechnet. Bis dahin sind noch eine Reihe Konsultationen mit betroffenen Verbänden geplant, unter anderem eine Anhörung mit Autoherstellern und Umweltverbänden am 4. Juli in Brüssel.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Seite weiterempfehlen

Liebe Leser, bitte melden Sie sich an, um diesen Artikel kommentieren zu können. Mehr Informationen.

Kommentare

(0)
Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre Adresse an.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht

Wählen Sie aus dem Pull-Down-Menü Ihren gewünschten Ansprechpartner aus. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
Anzeige
Video des Tages
Die besten Videos des Jahres 2016 
Historischer Panzer fährt nach 70 Jahren wieder

Mit großer Not startet der 520-PS-starke Motor zu neuem Leben. Video

Anzeige
AnzeigeGebrauchtwagensuche
Welcher ist Ihr nächster?

Finden Sie hier Ihren neuen Gebrauchten:

 

Shopping
Shopping
Multimedia-Sale: Technik- artikel stark reduziert

Jetzt zuschlagen: Fernseher, Notebooks, Beamer, Navis u. v. m. zu Toppreisen. bei OTTO

Shopping
Voll im Trend und garantiert keine kalten Füße mehr

Kuschelige weich und warm gefüttert, Boots für gemütliche Tage zuhause. bei BAUR

tchibo.deOTTObonprix.deESPRITC&ACECILzalando.dedouglas.deKlingel.de

Anzeige
shopping-portal