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Fahrzeugsicherheit: Importeur stoppt nach Crashtest Billig-Limousine aus China

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China-Limousine  

Nach Crash-Test: Kein Brilliance in Belgien

27.06.2007, 12:26 Uhr | dpa; T-Online, mid

Brilliance BS6 im Crashtest (Foto: ADAC)Brilliance BS6 im Crashtest (Foto: ADAC) Kaum war er da, ist er auch schon wieder weg? Nach dem katastrophalen Abschneiden beim ADAC-Crashtest reagieren die ersten Länder: In Belgien wurde die Limousine BS6 nun vom Markt genommen.#

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Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv)Zum Neuheitenkalender (Foto: Archiv) Käufer bekommen ihr Geld zurück
Käufer der chinesischen Billig-Limousine Brilliance BS6 bekommen in Belgien ihr Geld zurück. Der Importeur nahm das Fahrzeug nach vernichtenden Crashtest-Ergebnissen vom Markt, wie flämische Zeitungen am Dienstag berichteten. Der Antwerpener Autohändler Cardoen hatte 120 Exemplare bestellt und davon neun verkauft. Die Kunden bekommen ihre Anzahlung zurück.

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Verbesserungen angekündigt
Bei Crashtests europäischer Verbraucherorganisationen und Autoclubs hatte der Brilliance BS6 nur einen von fünf möglichen Sternen bekommen. Üblich sind in der Wagenklasse heutzutage vier bis fünf Sterne. Vergangene Woche kündigte der Chef des Europa-Generalimporteurs HSO, Hans-Ulrich Sachs, Verbesserungen an dem Auto an. Ende Juli solle ein Prototyp noch einmal zum Crashtest beim ADAC antreten, sagte er der der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Der Verkauf des Fahrzeugs in Europa werde aber fortgesetzt.

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Sicherheitszelle viel zu weich
In der ADAC-Crash-Anlage wurden ein Frontal- und ein Seitencrash durchgeführt. Der Frontcrash, bei dem das Fahrzeug mit 64 km/h auf der Fahrerseite (40 Prozent Überdeckung) auf eine feste Barriere trifft, hat gezeigt, dass die Sicherheitszelle des Brilliance viel zu weich und deshalb zuwenig formstabil ist. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Vorderwagen samt A-Säule auf der Fahrerseite weit in den Innenraum hineingeschoben. Der Türschweller knickte nach unten durch und die Tür verkeilte sich so, dass sie nur noch mit schwerem Gerät geöffnet werden konnte. Im Ernstfall wäre so wichtige Zeit für die Bergung des hilflos eingeklemmten Fahrers verlorengegangen.

Fahrerkopf schlägt auf
Der für die Sicherheit dringend erforderliche Überlebensraum wurde drastisch verkleinert. Die Pedale drangen 32 Zentimeter tief ein, das Armaturenbrett rund 20 Zentimeter. Das Lenkrad wurde zur Seite weggedrückt, so dass der Airbag relativ wirkungslos blieb, weil der Kopf des Fahrers daran vorbeischrammte und hart auf dem Armaturenbrett aufschlug.

Kaum Überlebenschancen bei Seitencrash
Dem Beifahrer ging es etwas besser, weil auf der rechten unbelasteten Fahrzeugseite der Vorderwagen weniger stark geknautscht wurde. Wegen fehlender Gurtkraftbegrenzer sind Brust und Beine jedoch stark gefährdet. Beim Seitencrash traten beim Fahrer derart hohe Belastungswerte im Brust- und Bauchbereich auf, dass ein Mensch im realen Unfallszenario kaum eine Überlebenschance gehabt hätte.

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Grafik Die Testergebnisse im Überblick
Video: ADAC-Kindersitztest 2007

Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Hier geht es zum großen Archiv (Foto: Werk)Babyschale lässt sich nicht befestigen
Bei der Kindersicherheit hat der Brilliance mit 30 von 49 Punkten noch am besten abgeschnitten, was letztlich aber auf die Qualität der beim Test eingesetzten Kindersitze zurückzuführen ist. Zu bemängeln ist hier die zu kurze Gurtlänge auf den Rücksitzen. Eine Babyschale lässt sich mit diesen Gurten nicht befestigen.

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