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Kraftstoffe: Mineralölkonzerne wollen Normalbenzin vom Markt verdrängen

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Mineralölkonzerne  

Normalbenzin soll wohl vom Markt verdrängt werden

13.08.2007, 11:22 Uhr | T-Online/afp/AP/dpa, t-online.de

Verschwindet Normalbenzin vom Markt? (Foto: T-Online)Verschwindet Normalbenzin vom Markt? (Foto: T-Online) Die Mineralölkonzerne wollen nach Ansicht eines Experten das Normalbenzin an den Tankstellen durch höhere Preise ganz vom Markt verdrängen. Mittelfristig deute alles auf Abschaffung des Normalkraftstoffs hin, sagte der Präsident des Automobilclubs von Deutschland (AvD), Wolfgang-Ernst Fürst zu Ysenburg, der "Bild"-Zeitung vom Montag: "Super wird das neue, dann aber teurere Normal". Für die Ölgesellschaften ist dies laut der Zeitung ein lohnendes Geschäft, denn die komplette Umstellung auf Super würde zusätzliche Milliardeneinnahmen bringen, während Kosten wie für getrennte Tanks entfallen würden. Die Tankstellenkonzerne haben den Preisunterschied zwischen Normal und Super bereits auf einen Cent halbiert. Die Mineralölkonzerne weisen die Vorwürfe von sich und sprechen von Markteinflüssen.

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AvD-Präsident: "Eiskalte Abzocke"
ADAC-Experte Jürgen Albrecht sagte der Zeitung, die Konzerne wollten die Nachfrage testen und möglicherweise einen Teil der Autofahrer zum Umsteigen bewegen. Der ADAC sieht langfristig die Gefahr, dass Normalbenzin vom Markt verschwinden könnte. "Normalbenzin gibt es nur noch in Deutschland, Österreich und den USA. Andere europäischen Länder fahren bereits mit Euro-Super", sagte ADAC-Sprecher Maximilian Maurer. Weil wieder alle Anbieter zur gleichen Zeit den Preis für Normalbenzin erhöht hätten, müsse sich das Kartellamt darum kümmern, forderte der AvD-Präsident. Er kritisierte dabei eine "eiskalte Abzocke" zulasten des Normalverbrauchers. Betroffen von der Preiserhöhung sind vor allem Fahrer einfacherer und älterer Autos, die oft noch mit Normalbenzin laufen. Teure und sportliche Autos sind dagegen eher auf Super oder gar auf das noch teurere Super Plus ausgelegt.

Konzerne weisen Vorwürfe zurück
Die Mineralölkonzerne weisen die Vorwürfe weit von sich. Sie wollen in Deutschland weiterhin Normalbenzin mit 91 Oktan an den Tankstellen anbieten. So lange Normalbenzin rund 28 Prozent des Marktes für Otto-Kraftstoffe ausmache, werde diese Nachfrage auch befriedigt, erklärten Sprecher der Unternehmen Shell und ExxonMobil am Montag in Hamburg. "In solch eine Lücke würden sofort die freien mittelständischen Anbieter springen und Normalbenzin anbieten", sagte Verbandssprecherin Meyer-Bukow. Die Mineralölkonzerne reagierten damit auf Äußerungen von Automobilclubs, die vermutet hatten, dass Normalbenzin vom Markt verschwinden könnte. Anlass war eine Verringerung der Preisdifferenz von Normal- zu Superkraftstoff von zwei auf einen Cent, was die Branche mit Markteinflüssen erklärt. Die Preise für Benzin sind gegenüber den Vormonaten leicht gesunken.

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Nachfrage in Deutschland geht zurück
In den ersten sieben Monaten dieses Jahres wurden in Deutschland rund 12,6 Millionen Tonnen Otto-Kraftstoffe verkauft, davon 3,5 Millionen Tonnen Normalbenzin. Das entspricht einem Anteil von 27,8 Prozent. "Es ist allerdings richtig, dass die Nachfrage von Jahr zu Jahr zurückgeht und immer weniger Neuwagen auch Normalbenzin vertragen können", sagte Cornelia Wolber von der deutschen Shell- Organisation. Moderne Motoren müssten oft das höherwertige Superbenzin mit 95 Oktan tanken. Es gebe bei Shell dennoch keine aktuellen Pläne, sich aus dem Verkauf von Normalbenzin zurückzuziehen. Ähnlich äußerte sich ein Sprecher von ExxonMobil.

Verstärkte Nachfrage aus den USA und China
Die höheren Preise für Normalbenzin, die seit rund drei Wochen gelten, führten die Sprecher auf das Preisniveau am europäischen Öl- Großmarkt in Rotterdam zurück. Es gebe eine verstärkte Nachfrage aus den USA und China nach Normalbenzin, die teilweise in Europa gedeckt werde und den Preisabstand zwischen Normal und Super habe schrumpfen lassen. Diese Entwicklung sei bereits seit dem vergangenen Jahr zu beobachten und werde nun auf dem Endverbraucher-Markt nachvollzogen. "Zeitweise haben wir Normalbenzin subventioniert, um den Preisabstand zu halten", sagte Wolber.

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