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Tokyo Motor Show - Japaner zeigten die Auto-Zukunft

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Tokyo Motor Show - Japaner zeigten die Auto-Zukunft

22.10.2003, 13:18 Uhr | T-Online/dpa

Die Show kann beginnen. (Foto: www.tokyo-motorshow.com)Die Show kann beginnen. (Foto: www.tokyo-motorshow.com)Neue Modelle in immer kleineren Nischen, flexible Fahrzeugkonzepte jenseits aller Segmentgrenzen, ausgefeilte Assistenzsysteme sowie komplexe Unterhaltungselektronik haben die Hersteller für die kommenden Jahre im Blick. Seit dem 24. Oktober hatte die 37. Tokyo Motor Show ihre Pforten in der japanischen Stadt Chiba geöffnet - heute am 5. November werden die Besucher das letzte Mal strömen. 263 Hersteller stellten fast zwei Wochen ihre neuesten Modelle und Technologien vor - 41 Weltpremieren von Personenwagen, 61 Premieren für Japan. Schon diese Zahlen zeigen: Die Vereinigung der japanischen Automobilhersteller (JAMA) wollte sich im großen Stil präsentieren, dabei aber nicht die junge Generation vergessen. Durch aktive Teilnahme und eigene Erfahrungen sollten die Käufer an die neuen Modelle herangeführt werden.

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Foto-Show Die Stars der Tokyo Motor Show
Foto-Show Schöne Models zeigen neue Modelle

Perspektive des Besuchers im Mittelpunkt
Die Studie des Mazda Ibuki. (Foto: reuters)Die Studie des Mazda Ibuki. (Foto: reuters)Die Tokyo Motor Show war wie immer eine internationale Ausstellung. Neben den heimischen Herstellern Toyota, Nissan, Mitsubishi, Honda, Subaru, Suzuki, Mazda, Daihatsu und Mitsuoka zeigten auch viele europäische und amerikanische Automobilgrößen ihre neuen Modelle. Aus Deutschland waren Audi, BMW, Ford, Mercedes, Opel und VW vertreten. Die Perspektive des Besuchers sollte auf der diesjährigen Show stärker in der Mittelpunkt rücken - so das Vorhaben der Veranstalter. So sollte durch interaktive Kommunikation gewährleistet werden, dass sich der Besucher ein Bild machen kann, inwieweit die Hersteller sich um ökonomische Faktoren und die Sicherheit der Fahrzeuge kümmern.

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Mercedes zeigt neue Studie
Die Mercedes-Studie wird viel beachtet. (Foto: reuters)Die Mercedes-Studie wird viel beachtet. (Foto: reuters)Aus europäischer Sicht standen die Besucher am Stand von Mercedes Schlange. Die Studie des F 500 Mind zeigte einen für das Unternehmen richtungsweisenden Ausblick in formaler und technischer Hinsicht. So bekam man durch das Modell auch eine Vorstellung, was die neue S-Klasse so alles bieten kann. Das großzügig verglaste Steilheck-Modell dient nach Angaben des Unternehmens zur Erprobung neuer Tür-Konzepte und sucht auch bei der Instrumentierung und der Fahrerinformation alternative Wege. Aber die Mercedes-Studie war in Japan eine große Ausnahme. Die europäischen Hersteller hielten sich zurück und zeigten in Chiba ihr aufs Wesentliche reduzierte IAA-Programm (September 2003).

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Japaner nutzen den Heimvorteil
Aussergewöhnlich: Der Nissan Redigo. (Foto: dpa)Aussergewöhnlich: Der Nissan Redigo. (Foto: dpa)Vor diesem Hintergrund nutzten die japanischen Marken ihren Heimvorteil zu einem Premierenzauber mit einigen Serienmodellen und zahlreichen Visionen für den Verkehr von morgen und übermorgen: So hatte allein Nissan sieben Showcars ins Rampenlicht gerollt und dabei den Bogen von der recht realistischen Luxuslimousine Fuga bis zum kleinen Roadster Jikoo gespannt, der mit vielen Zitaten aus der Vergangenheit, eigenwilligen Materialien und einem Navigationssystem als Zeitmaschine die die 400-jährige Geschichte Tokios und die 70-jährige Gesichte Nissans widerspiegeln sollte.

Mazda Ibuki Der Nachfolger des MX-5 kommt

Honda zeigt neuen Supersportwagen
Hondas neuer Sportwagen HSC. (Foto: dpa)Hondas neuer Sportwagen HSC. (Foto: dpa)Toyota konterte mit einem halben Dutzend Designentwürfen von den laut Hersteller relativ konkreten Ausblicken auf künftige Lexus-Modelle bis hin zu futuristischen Entwürfen eines einsitzigen Cityflitzers, der sich auf Knopfdruck vom flachen Sportwagen in einen hohen aber kurzen Parkplatz-Knauser verwandelt. Dazu gesellten sich bei Honda als Showcars der designierte Nachfolger des Supersportwagens NSX, ein strömungsgünstiger Hybrid-Sportler und ein flacher Rennkombi, in dem der vermutlich erste Zimmerbrunnen der Automobilgeschichte für eine entspannte Atmosphäre sorgt.

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"Wintergarten" auf Rädern von Daihatsu
Die Suzuki Mobile Terrace. (Foto: Suzuki)Die Suzuki Mobile Terrace. (Foto: Suzuki)Mitsubishi zeigte den leidenschaftlich gezeichneten Kleinstwagen Se-Ro mit Zeppelin-Design. Die Ford-Tochter Mazda wagte sich mit dem Ibuki an einen Entwurf für den nächsten MX-5, Subaru unterstrich mit dem sportlichen Roadster B9 Scrambler den jugendlich-dynamischen Anspruch der Marke, und selbst vermeintliche Nischenanbieter wie Suzuki oder Daihatsu waren in Tokio für manche Überraschung gut. So schreibt Daihatsu die Idee des Smart Crossblade mit dem D-Bone fort und Suzuki zeigte mit dem kleinen Geländewagen Landbreeze nicht nur eine Idee für den nächsten Jimny, sondern stellte mit der rundum verglasten "Mobile Terrace" einen "Wintergarten" auf Räder.

Lexus LF-S und LF-X Offensive in der Oberklasse

Erweiterte Assistenzsysteme
Auch technologisch machte die automobile Welt in Tokio Schritte nach vorn. So standen bei Nissan, Honda und Toyota eine ganze Reihe von Fahrzeugen mit erweiterten Assistenzsystemen, die selbstständig rückwärts einparken können, automatisch die Spur halten oder vor einem drohenden Auffahrunfall eigenständig eine Notbremsung auslösen. Diese Systeme kommen laut der jeweiligen Presseabteilung in Japan noch in diesem Jahr zum Einsatz, sind für Europa aber vorerst nicht vorgesehen. Das gilt auch für zahlreiche Infotainment-Anwendungen mit Internetanbindung, Videoprojektion und Spielekonsolen.

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Hybrid-Konzept im Kommen
Futuristisches Design des IMAS. (Foto: Honda)Futuristisches Design des IMAS. (Foto: Honda)Bei der Antriebstechnologie galt in diesem Jahr die Aufmerksamkeit vor allem der japanischen Hersteller verstärkt den Hybrid-Konzepten. Weil die Brennstoffzelle zwar allenthalben in den Testbetrieb geht, von der Marktreife aber nach Angaben nahezu aller Hersteller noch Jahre entfernt ist, werden die ehrgeizigen Ziele der Verbrauchsreduzierung vorerst mit der Kombination von Benzin- und Elektromotoren in Angriff genommen. So hat Toyota in Japan bereits fünf Hybrid-Modellreihen im Programm, Subaru präsentierte auf der Motorshow einen entsprechend bestückten Kleinwagen, Honda zeigte die sportliche Seite der Technologie, und auch Nissan hatte entsprechende Studien am Stand. In Japan steht bereits die Markteinführung bevor, auch der Export in die USA läuft etwa bei Toyota nach eigenen Angaben bald an. Nur für Europa gibt es vorerst lediglich ein limitiertes Programm.

IMAS Verführerische Pose am Stand von Honda

Auch Modelle für Europa
Doch trotz aller Fokussierung auf den Heimatmarkt und die großen Themen der Zukunft - so ganz weit weg von der europäischen Realität war die Motorshow in Tokio trotz allem nicht: Denn zwischen den Studien und mitunter exotischen Serienmodellen für den Heimatmarkt fanden sich auch eine Hand voll neuer Modelle, die leicht modifiziert schon bald in den Export gehen werden. So präsentierte Nissan in Tokio den Z350 Roadster und den Geländewagen Murano, die nach Angaben des Unternehmens beide gute Chancen für Europa haben.

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