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Umweltschützer: Industrie blockiert Partikel-Filter

26.01.2004, 16:36 Uhr

Partikelfilter für VW Passat - nur gegen Aufpreis (Foto: VW)Partikelfilter für VW Passat - nur gegen Aufpreis (Foto: VW)Dass die deutschen Autohersteller nicht gerade Vorreiter bei der Einführung des Partikel-Filters für Diesel sind, ist bekannt. Umweltschützer werfen der deutschen Automobilindustrie jetzt jedoch eine bewusste Blockadepolitik vor: "Hier wird mit vielen Tricks gearbeitet", sagte der Geschäftsführer der Deutschen Umwelthilfe, Jürgen Resch. Die Industrie übe massiven Druck auf die Bundesregierung aus, den Grenzwert für Dieselruß so hoch wie möglich festzusetzen. Ziel sei es, auch künftig einen großen Anteil der Dieselfahrzeuge ohne Partikelfilter zu verkaufen.

"Industrie will höhere Grenzwerte durchsetzen"
Die Industrie wolle einen Grenzwert von 8,5 Milligramm pro Kilometer durchsetzen, so Resch. Damit würde es faktisch keine Filter bei Klein- und Mittelklassewagen geben. Die Bundesregierung und die Bundesländer hätten dagegen bereits einen Grenzwert von 2,5 Milligramm vereinbart. "Wir fordern die Bundesregierung auf, noch in diesem Frühjahr die Förderbedingungen auf der Basis eines Partikelgrenzwertes von 2,5 mg/km festzuschreiben", sagte Resch. Andernfalls würde die bereits vorhandene deutsche Rußfilter-Technologie und ihre weltweiten Exportchancen blockiert.

VDA: der Kunde entscheidet
Der Verband der deutschen Automobilindustrie (VDA) wies die Vorwürfe zurück. "Die Automobilindustrie hat ihre Ankündigung vom Sommer 2003, Fahrzeuge mit Partikelfilter anzubieten, umgesetzt", teilte der Verband mit. Die entsprechenden Produkte würden sukzessiv in den Markt eingeführt. Für welche Technologie sich der Kunde entscheidet, sei ihm vorbehalten. Über die künftigen Grenzwerte für Diesel-Autos könne nur spekuliert werden, daran beteilige sich der VDA nicht, hieß es.

Drohen Fahrverbote?
Besitzer von Diesel-Pkws ohne Rußfilter müssen vom kommendem Jahr an mit erheblichen Einschränkungen rechnen, ist Resch der Ansicht. Mit der Einführung von europaweiten Grenzwerten seien Fahrverbote für Dieselfahrzeuge ohne diese Filter möglich. Deshalb forderten die Umweltschützer eine grüne Plakette, die umweltfreundliches Verbraucherverhalten belohnt.

"Schonfrist muss auslaufen"
"Die Schonfrist für Besitzer von Dieselfahrzeugen ohne Filter muss noch dieses Jahr endgültig auslaufen", sagte Stefan Bundscherer vom Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND). Er forderte Großflottenbetreiber wie die Deutsche Post oder Siemens auf, noch 2004 auf umweltfreundlichere Diesel-Pkw mit Rußfilter umzustellen.

Auch die Bahn soll filtern
Die Initiative "Kein Diesel ohne Filter" soll nach dem Willen der Umweltschützer auch Lastwagen und Busse sowie Lokomotiven und Baumaschinen umfassen. Während in der Schweiz bereits Diesellokomotiven mit Rußfiltern im Einsatz seien, habe die Deutsche Bahn erst kürzlich 500 Lokomotiven ohne Filter bestellt, kritisierte Axel Friedrich vom Umweltbundesamt.

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