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Austausch von Billig-Nachrüstfilter ohne Mehrkosten

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Schadhafte Partikelfilter  

Austausch von Billig-Nachrüstfilter ohne Mehrkosten

23.11.2007, 15:38 Uhr | T-Online; dpa; mid, t-online.de

Filternachrüstung (Foto: ddp) Autofahrer, die ihre Diesel-Fahrzeuge mit nicht funktionierenden Rußfiltern nachgerüstet haben, sollen durch einen Austausch nicht zusätzlich belastet werden. Das sicherte die Bundesregierung am Freitag unter Hinweis auf laufende Gespräche mit Filterherstellern, Handel und Werkstätten zu. Damit könne es für diese Fälle bei der Steuerentlastung bleiben, sagte der Sprecher des Bundesverkehrsministeriums, Rainer Lingenthal. Nach Erkenntnissen des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) seien schadhafte Filter in etwa 40.000 Autos eingebaut worden. "Es hat sich gezeigt, dass die Behörden hier bewusst getäuscht worden sind", sagte er.

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Vergölst will umsonst tauschen
Der Autoservice-Dienstleister Vergölst teilte mit, er tausche ab sofort kostenlos sämtliche betroffenen Rußpartikelfilter der Hersteller GAT, Bosal und Tenneco/Walker aus, die von einem seiner Fachbetriebe eingebaut worden sind. Als Ersatz werden in den über 300 Vergölst-Filialen Nachrüstfilter der Firma Twintec verbaut. Deren hohe Wirksamkeit sei durch mehrere TÜV-Untersuchungen nachgewiesen, teilte Vergölst mit.

Anzeige gegen Hersteller GAT
Der Gladbecker Rußfilter-Hersteller GAT ist wegen möglicher Manipulationen bei der Genehmigung von Pkw- Nachrüstgeräten ins Visier der Justiz geraten. "Wir haben Ermittlungen wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung aufgenommen", bestätigte der Essener Oberstaatsanwalt Willi Kassenböhmer am Mittwoch (21.11.2007) der Deutschen Presse-Agentur dpa. Seine Behörde gehe einer Strafanzeige des Kraftfahrtbundesamts nach. Das Amt hatte zuvor schon die Betriebserlaubnis für Nachrüstfilter der Firmen GAT, Bosal und Tenneco zurückgezogen. GAT wird verdächtigt, in den Zulassungs- Anträgen falsche Angaben zur Filterleistung gemacht zu haben.

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Nachrüst-Filter fielen bei Test durch
Bei einem Test des TÜV Süd von fünf Systemen fielen laut "kfz-betrieb" zwei Billig-Produkte komplett durch. Getestet wurden Nachrüstsysteme von HJS, Twintec, VW/Audi, Bosal und GAT Eurokat für den Audi A6 2,5 TDI sowie den VW Golf TDI. Im Ergebnis zeigten sich dramatische Qualitätsunterschiede: Während die drei Marken-Nachrüstsysteme (HJS, Twintec sowie Audi- bzw. VW-Original-Nachrüstfilter) die vom Gesetzgeber vorgeschriebene 30-Prozent-Minderungsquote mit Werten zwischen 48 bis 70 Prozent deutlich übererfüllten, scheiterte das BOSAL-System mit einer Partikelminderung von nur 21 Prozent (Audi) beziehungsweise 29 Prozent (VW) sowie der GAT Eurokat mit nur 18 Prozent (Audi) beziehungsweise 20 Prozent (VW) Partikelminderung.

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Weiterhin unwirksame Filter auf dem Markt
Bei der Nachrüstung von Partikelfiltern für Diesel-Pkw ist weiterhin Vorsicht geboten. Trotz des Auslieferungsstopps für unwirksame Systeme seitens der Hersteller sind immer noch Filter im Umlauf, die keine ausreichende Reinigungswirkung erzielen. So verwenden die Vertragshändler von Land Rover und Jaguar nach Informationen der Deutschen Umwelthilfe (DUH) Original-Nachrüstfilter vom Zulieferer GAT, deren Betriebserlaubnis bereits gelöscht wurde. Beide Marken prüfen zurzeit die Vorwürfe. Auch viele freie Werkstätten und Werkstattketten bauen laut DUH noch unwirksame Filter ein. Eine Liste der betroffenen Filtersysteme finden Verbraucher auf den Internet-Seiten des Kraftfahrt-Bundesamtes. Dort sind die Nummern aller mittlerweile gelöschten Allgemeinen Betriebserlaubnisse (ABE) aufgeführt und können vor dem Einbau eines Systems abgeglichen werden. Wer einen der unwirksamen Filter gekauft hat, kann sich zur Mängelbeseitigung an seine Kfz-Werkstatt wenden.

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