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Wird Sprit bald für viele teurer?

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Bio-Kraftstoffe  

Wird Sprit bald für viele teurer?

30.01.2008, 10:27 Uhr | T-Online, dpa

Tanken könnte für viele teurer werden (Quelle: imago)Tanken könnte für viele teurer werden (Quelle: imago) Die geplante Erhöhung des Bio-Anteils im Kraftstoff wird nach Einschätzung des Mineralölwirtschaftsverbandes den Sprit im kommenden Jahr um sechs Cent pro Liter verteuern. Hintergrund sei der Plan der Bundesregierung, die Pflichtbeimischung von Bioethanol von fünf auf zehn Prozent zu erhöhen, berichtete das ZDF am Dienstag.

Bioethanol Wirklich ein Allheilmittel?

"Mehrkosten in Höhe von sechs Cent"

Je mehr Biokraftstoffe hinzugefügt werden, desto teurer werde das Benzin, sagte der Hauptgeschäftsführer des Verbandes, Klaus Picard. Hinzu komme ein deutlich höherer Spritverbrauch. "Wenn ich beides zusammenzähle und den Mehrverbrauch auf den Liter umrechne, ergeben sich Mehrkosten in Höhe von sechs Cent."

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Der Staat verdient mit

Bioethanol ist bis Ende 2009 von der Energiesteuer befreit und auch die Steuerbefreiung von E85 gilt noch bis 2015. Bei der Beimischung dagegen wird der normale Steuersatz erhoben. Das bedeutet: Wenn der Mineralölwirtschaftsverband einen Benzineinkaufspreis von knapp 41 Cent und für Ethanol zwischen 50 und 55 Cent angibt, bleibt für den Fiskus beim konstant bleibenden Mehrwertsteuersatz ein Plus. Und durch die Pflichtbeimischung hat der Kunde auch keine Möglichkeit auszuweichen - anders als in Schweden, wo beide Kraftstoffarten an der Tankstelle zu haben sind.

Super Plus statt Super

Laut dem Bericht sind ältere Autos, die den Sprit mit der höheren Ethanolbeimischung nicht tanken dürfen, auf das teurere Super Plus angewiesen. Diese Spritsorte darf nur fünf Prozent Ethanol enthalten - und ist daher geeigneter für ältere Motoren. Das Problem bei der Beimischung von Ethanol: Die Leistungsausbeute ist nicht so groß - und der Verbrauch damit höher. Super Plus kostet etwa zehn Cent mehr als Super- oder Normalbenzin.

375.000 oder mehrere Millionen?

Laut Verband der Automobilindustrie seien nur etwa 375.000 Benziner betroffen - und für einen Großteil von ihnen sei von den Herstellern von Anfang an den Betrieb mit Super Plus vorgeschrieben. Anders sieht das der ADAC: Der Automobilclub geht von "mehreren Millionen Autofahrern" aus, die auf das teure Super Plus umsteigen müssten. Welche Wagen E10 vertragen und welche nicht - dazu sollte der Hersteller befragt werden.

Aktuelle Meldungen Autogramm

Stichtag 1. Januar 2009

Der VDA geht davon aus, dass die Aufstockung der Beimischung von Ethanol zum Normal- und Superbenzin voraussichtlich schon ab Mitte 2008 möglich sein wird. Im Augenblick liegt eine Verordnung zur Durchführung des Immissionsschutzgesetzes der Bundesregierung zur Notifizierung in Brüssel. In ihr ist der Start für den Ethanol- Beimischungsanteil von zehn Prozent am 1. Januar 2009 vorgesehen.

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