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Biosprit E10  

Umweltminister Gabriel stoppt Biosprit-Verordnung

04.04.2008, 09:25 Uhr | T-Online; mid; dpa

Viele Autos vertragen neuen Biosprit nicht (Quelle: imago)Viele Autos vertragen neuen Biosprit nicht (Quelle: imago) Die Entscheidung über den Stopp der umstrittenen Biosprit-Verordnung ist nach den Worten von Umweltminister Sigmar Gabriel endgültig. "Wir tun das nicht. Wir werden in der Umweltpolitik nicht die Verantwortung dafür zeichnen, dass wir ein paar Millionen Autofahrer, die in der Regel alte Autos fahren, weil sie nicht soviel Geld verdienen, an die teuren Super-Plus-Tankstellen schicken", sagte der SPD-Politiker am Freitag in der ARD. Die Sache sei entschieden, es werde nun auch keine langen und verunsichernden Debatten über Nachrüstmöglichkeiten oder Terminverschiebungen geben.

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Mehr als drei Millionen Pkw vertragen keinen Biosprit

Am Donnerstagabend hatten die ausländischen Autohersteller die ersten ausstehenden Zahlen geliefert, wie viele Benziner eine Verdoppelung des Biosprit-Anteils nicht vertragen würden. Zunächst war von über einer Million Fahrzeuge die Rede. Der Verband der internationalen Kraftfahrzeughersteller (VDIK) teilte dann am Freitag mit, rund 3,3 Millionen Fahrzeuge ausländischer Hersteller vertrügen E10 nicht oder seien noch nicht überprüft worden. Bei über einer Million betroffener Autos wollte Gabriel seine Pläne stoppen, heute morgen sprach er selbst von "weit über drei Millionen" betroffener Fahrzeuge.

Falsche Zahlen als Grundlage

Die beschlossene Verdoppelung des Bioethanol-Anteils von fünf auf zehn Prozent hätte viele Besitzer älterer Autos zum Tanken des teureren Super Plus gezwungen. Das Umweltministerium war lange von einer Zahl von 375.000 Autos ausgegangen, die den neuen Biosprit-Kraftstoff nicht vertragen, wie Gabriel weiter sagte. Es stellte sich aber heraus, dass es nur um die Autos deutscher Hersteller ging. Gestern wurde die genaue Zahl mit 359.000 Fahrzeugen vom VDA benannt, wobei davon 189.000 Autos E10 nicht vertragen und der Rest bereits vom Hersteller eine Empfehlung für Super Plus hat. Eine weit höhere Zahl von Fahrzeugen ausländischer Hersteller auf Deutschlands Straßen kann den Kraftstoff mit höherem Biosprit-Anteil nicht tanken.



Gesamtquote muss gesenkt werden

Nach dem Aus für mehr Biosprit im Benzin muss Gabriel die angestrebte Gesamtquote für Biokraftstoffe senken. Der für 2009 beschlossene Gesamtgehalt von Biosprit in Benzin und Diesel müsse von 6,25 Prozent auf 5 Prozent reduziert werden, sagte Gabriel. Diese Gesamtquote soll bis 2015 schrittweise auf 8 Prozent steigen. Das EU-Ziel für einen Anteil von 10 Prozent Biokraftstoffen am Kraftstoffmarkt im Jahr 2020 sei aber weiterhin erreichbar. Von den Klimaschutz-Vorgaben für die Autoindustrie rücke die Regierung nicht ab, sagte Gabriel. Auch mit Hilfe des höheren Biosprit-Anteils wollten die Hersteller erreichen, dass bei Neuwagen der Kohlendioxid-Ausstoß ab 2012 auf durchschnittlich 120 Gramm pro Kilometer sinkt. Die Autobauer müssten nun mit anderen Mitteln ihren Klimaschutzbeitrag leisten, sagte Gabriel.

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