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Die Autobranche wittert Frühlingsluft

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Rabattniveau sinkt  

Die Autobranche wittert Frühlingsluft

07.04.2008, 16:19 Uhr | Marion Trimborn, dpa

Rabatte beim Autokauf gehen zurück (Quelle: imago)Rabatte beim Autokauf gehen zurück (Quelle: imago) Die Autoindustrie wittert auf dem deutschen Markt Frühlingsluft. Nach dem Mehrwertsteuerschock 2007 legt der Absatz seit Jahresbeginn wieder zu und soll im laufenden Jahr leicht auf 3,2 Millionen wachsen. Wenn der Leidensdruck von Herstellern und Händlern abnimmt, gehen in der Regel auch die Rabatte beim Autokauf zurück. Nach Untersuchungen von Autohändlern und Experten sind die Preisnachlässe seit Jahresbeginn bereits gesunken. Die Zeiten der Rabattschlachten beim Autokauf könnten sich dem Ende zuneigen.#

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Wieder mehr Privatkunden

"Der gekaufte Markt des Autojahres 2007 war ein Beispiel für kollektiven Wahnsinn", sagt Robert Rademacher, Präsident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), der die meisten Händler in Deutschland vertritt. Im vergangenen Jahr hätten zwei Drittel der 20 000 Autohäuser in Deutschland wegen der Absatzflaute und der um sich greifenden Rabattschlacht rote Zahlen geschrieben. 450 Betriebe gaben ganz auf. Vor allem die Privatkäufer seien ausgeblieben, nachdem die Mehrwertsteuererhöhung ein Auto im Schnitt um 700 Euro verteuerte. Nun schöpfen die Händler Hoffnung: Seit Jahresbeginn sei der Privatkundenanteil wieder leicht von 38 auf 39,3 Prozent gestiegen - der Rest sind Firmenwagen.

Rabattniveau sinkt

"Zum ersten Mal seit dem Jahr 2000 gehen die Rabatte deutlich zurück", beobachtet Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer vom Institut Center Automotive Research (CAR) der Fachhochschule Gelsenkirchen. Nach seinen Berechnungen betrug der durchschnittliche Preisnachlass auf den Listenpreis im März nur noch 16 Prozent nach dem Rekord von 18 Prozent ein Jahr zuvor. Die Belebung der Konjunktur und die steigende Beschäftigung seien der Grund für die stärkere Nachfrage. Laut Berechnung des ZDK ist das Rabattniveau im März im Jahresvergleich um drei Prozentpunkte auf 11 Prozent gesunken.



Von Leasing bis zur Tageszulassung

Die Palette der Rabatte ist nach wie vor breit und reicht von Leasing ohne Leasing-Rate über Komplett-Angebote inklusive Wartung und Versicherung bis hin zu üppig ausgestatteten Sondermodellen. Sparen können Autokäufer auch bei den sogenannten jungen Gebrauchten, die kurzzeitig von Herstellern, Händlern oder Autovermietungen zugelassen wurden.

Honda bietet den höchsten Rabatt

Den höchsten Nachlass bietet laut CAR derzeit mit fast 35 Prozent der japanische Hersteller Honda mit einer Kombination von Leasing und Sondermodell. Aber auch beim französischen Autobauer Citroën müssten Käufer mit der "Grünen Welle für Alle" fast ein Drittel weniger als den Listenpreis zahlen. Der Kompaktwagenhersteller VW bietet eine Golf-Auslaufkampagne. "Volkswagen kauft sich immer noch über Rabatte brutal Marktanteile", kritisiert Christoph Stürmer vom Prognoseinstitut Global Insight.

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Der Automarkt bleibt schwach

Im ersten Quartal wurden zwar drei Prozent mehr Wagen verkauft als im schlechten Vorjahresquartal - aber das waren immer noch neun Prozent weniger als im ersten Quartal 2006. "Auch wenn sich der Privat-Automarkt erholt, wird er nicht mehr das Niveau der Vorjahre erreichen", sagt die Geschäftsführerin des Marktforschungsinstitutes Dataforce, Angela Böhm, voraus. Allein schon aus demografischen Gründen sei dies nicht möglich. Zudem halte angesichts der Klimadebatte und der Diskussion um die Neuregelung der Kfz-Steuer, die von 2009 an nach Schadstoffausstoß und nicht mehr nach Hubraum gestaffelt sein soll, die Verunsicherung der Verbraucher an.

Kunden zahlen wieder mehr

Unklar ist auch, wie die Autokäufer reagieren werden. "Die Verbraucher haben gelernt, dass man Autos für weniger Geld kaufen kann, und werden davon nicht ablassen", sagt Unternehmensberaterin Böhm. Dagegen sieht Frank Roselieb vom Institut für Krisenforschung den richtigen Zeitpunkt für ein Ende der Rabatte gekommen. "Dank gestiegener Nettolöhne ist der Verbraucher bereit, für große Anschaffungen mehr zu zahlen", sagt Volkswirt Roselieb. "Auch in der Reiseindustrie gehen die Schnäppchenangebote stark zurück. Die Bürger haben die Mehrwertsteuererhöhung verkraftet."


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