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Dacia Logan Eco 2: Sparen hoch zwei

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Sparen hoch zwei  

Dacia Logan Eco 2

30.06.2008, 11:32 Uhr | Tom Grünweg

Dacia Logan Eco 2 (Foto: Dacia)Dacia Logan Eco 2 (Foto: Dacia) BMW, VW, Mercedes – bislang bieten vor allem teure Marken Spritspar-Modelle an. Doch niedriger Verbrauch ist keine Frage des Preises, sagt Bruno Cosati und zeigt auf einen Dacia Logan, der mit 2,72 Litern klar kommt. Die Technik ist simpel - kaufen kann man sie nicht.#

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"Niedriger Verbrauch ist keine Frage des Preises"

2,72 Liter Diesel auf 100 Kilometer und 71 Gramm CO2 pro Kilometer - das sind Zahlen, von denen Autoentwickler träumen. Für solche Werte sind Ingenieure gerne bereit, tief in die Kassen zu greifen, exotische Materialien zu kaufen und Hightech zu entwickeln. Trotzdem werden solche Werte meist nur bei Kleinstwagen erreicht - die horrend teuer sind. "Ein niedriger Verbrauch ist keine Frage des Preises", sagt Bruno Cosati und zeigt stolz auf seinen neuen Dienstwagen. Der Renault-Entwickler fährt einen Dacia Logan im Öko-Dress, der im vergangenen Herbst bei der Challenge Bibendum mit eben jenem Rekordverbrauch von 2,72 Litern ins Ziel kam.

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Deutlich sparsamer als das Serienmodell

Der Dacia Logan mit Dieselmotor wird auch als Serienmodell verkauft. Dann jedoch wird ein Durchschnittsverbrauch von 4,7 Litern und eine CO2-Ausstoß von 125 Gramm je Kilometer für den 86 PS starken Selbstzünder angegeben. Der Prototyp ist also deutlich sparsamer. Rechnet man bei der Schadstoffbelastung auch noch die 30 Prozent Biodiesel heraus, die Renault für den Motor zulässt, sinkt der CO2-Ausstoß des Dacia-Prototypen in der Theorie auf 54 Gramm.



Vielzahl von kleinen Eingriffen

Möglich wird das durch eine Vielzahl von kleinen Eingriffen, von denen der Fahrer kaum etwas mitbekommt. So haben die Franzosen beim Verkaufsschlager ihrer rumänischen Tochtermarke Leichtlaufreifen aufgezogen, das Getriebe länger abgestuft und die Aerodynamik verbessert. Zum Spoiler an Front und Heck gibt es nun auch eine Reihe von Luftleitblechen in der Form von Haifischzähnen, die gefährlich aus der hinteren Dachkante heraus ragen und dort Verwirbelungen verhindert sollen. "Allein das bringt uns ein Gramm CO2 pro Kilometer", sagt Cosati. Außerdem muss in dem Spar-Dacia wieder der Mensch und nicht das Auto arbeiten: Die Fenster werden von Hand gekurbelt, eine Servolenkung gibt es nicht. Cosati: "So hat man schon wieder vier Gramm CO2 gespart!"

Gewicht wurde nicht verringert

Nur um das Gewicht des Fahrzeugs hat sich in diesem Fall keiner gekümmert. Wo Ingenieure sonst mit Aluminium oder Magnesium um jedes Gramm ringen und bei ihren Sparmodellen auf manches Extra verzichten, blieb das Team um Cosati gelassen. "Der Kurs in Shanghai, wo wir mit dem Auto den Minimalverbrauch erreichten, hatte keine Steigungen. Um dort ein Gramm CO2 zu sparen, hätten wir 30 Kilo aus dem Auto nehmen müssen. Fünf Gramm hätten 150 Kilo entsprochen. Das hätten wir innerhalb des zuvor gesteckten Rahmens nie geschafft."

Für anspruchslose Kunden

Denn aus dem Vollen schöpfen konnte Cosati nicht. "Wir haben uns einen maximalen Aufpreis von zehn Prozent zum Ziel gesetzt", sagt der Entwickler. Bei einem Diesel-Logan für 10.000 Euro kann man da keine großen Sprünge machen. Dafür allerdings sind Logan-Fahrer von Natur aus anspruchslos: Wo andere Hersteller mit dem Motorgeräusch hadern und nur ungern auf Komfortfunktionen verzichten, liegt die Latte beim Logan tief. Dass der Motor bei der ersten Testfahrt etwas lauter ist, stört keinen. Dass man beim Anfahren kaum aus dem Quark kommt, wird billigend in Kauf genommen. Und dass man zur Kühlung den Fahrtwind nutzt, statt das Gebläse, lässt die Testfahrer kalt. Schließlich dient alles der guten Sache und dem geringen Preis.

Kein konkreter Termin für Serienfertigung

Aus diesem Grund sind die meisten Sparlösungen des Logan simpel und preiswert. Sie könnten eher heute als morgen in Serie gehen. Dennoch kann Cosati keine konkreten Termin für eine Umsetzung nennen. Zumal die Ingenieure auch den 1,5 Liter großen Dieselmotor überarbeiteten. Die Maschine erhielt ein neues Einspritzsystem, modifizierte Kolben und ein spezielles Leichtlauföl. Aber auch das ist keine Zauberei. Cosati: "Die neue Einspritzung wird für die Euro-5-Norm ohnehin gebraucht, und das Öl ist längst im Handel." Auch beim Blick unter die Haube steht deshalb nur eine Frage im Raum: Wenn nicht jetzt, wann dann?

Schaltempfehlung bringt viel

So schlicht und effizient die Diät für den Logan auch war – mit der richtigen Hardware alleine kommt man nicht weit. "Als wir das Auto zur Challenge Bibendum angemeldet haben, lagen wir noch bei 3,8 Litern und 97 Gramm CO2", referiert Cosati die Werte vom Prüfstand. Dass der Wagen beim Wettbewerb dann um einen Liter sparsamer war, führt er vor allem auf die so genannte Schaltempfehlung zurück, die den Fahrer zur Wahl des richtigen Ganges auffordert. Wo andere Hersteller verschämt ein Symbol neben dem Tacho einblenden, funkelt bei diesem Logan eine Lichtorgel, die den gesamten Platz des Radios einnimmt.

Billig-Öko bleibt zunächst Einzelstück

Natürlich hat die Sparfahrt in Shanghai nur wenig mit dem europäischen Prüfzyklus gemein, so dass man den Knauserkurs des Logan nicht mit den Verbrauchswerten der Sparmodelle anderer Hersteller vergleichen kann. Doch die Botschaft des Billig-Ökos ist unmissverständlich. "Wir wollten zeigen, was mit kleinen Mitteln zu geringen Kosten alles möglich ist", sagt Cosati. Leider wird es vorerst bei dem Einzelstück bleiben. "Immerhin", räumt er Cosati ein, könnten sich "die Verantwortlichen in allen Baureihen aus diesem Portfolio bedienen." Zumindest die Schaltanzeige hat es bereits in dezenterer Form in den Renault Laguna geschafft. Was das für den Verbrauch bringt, entscheidet allerdings allein der Fahrer.

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