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Opel  

Bringt der Insignia Opel wirklich neuen Glanz?

23.07.2008, 11:54 Uhr | Von Marion Trimborn, dpa

In Großbritannien heißt der Opel Insignia Vauxhall und kommt als Rechtslenker und natürlich mit anderem Logo (Foto: dpa)In Großbritannien heißt der Opel Insignia Vauxhall und kommt als Rechtslenker und natürlich mit anderem Logo (Foto: dpa) Er soll der Marke Opel neuen Glanz verleihen: Der Mittelklassewagen Insignia feierte am Dienstag seine Weltpremiere auf der Londoner Motorshow. Der Nachfolger des glücklosen Vectra soll das chronisch schlecht ausgelastete Stammwerk des Autobauers in Rüsselsheim langfristig sichern. Ab Dezember kommt er in den Handel. Während Opel von einer "neuen Ära" spricht, dämpfen Experten die Erwartungen. Sie halten es für fraglich, ob der Mutterkonzern General Motors (GM) mit dem Insignia die Marke Opel aufpolieren und den Verlust von Marktanteilen stoppen kann.#

Vorstellung Neuer Opel Insignia
Video Spektakuläre Insignia-Premiere
Video Opel Insignia in Fahrt
Foto-Show Insignia-Präsentation in London
Foto-Show Der neue Opel Insignia



Hat Opel "kein Gesicht"?

"Niemand weiß mehr, wofür die Marke Opel steht", kritisiert Christoph Stürmer von der Marktforschungsfirma Global Insight. Selbst die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat bemängeln, dass die Marke "kein Gesicht" habe, wie es in einem internen Papier heißt. In den 90er Jahren hatten grobe Fehler in der Modellpolitik, Qualitätsprobleme und ein schwaches Marketing das einstige Image von Opel als "der Zuverlässige" ramponiert.

"Auf Lorbeeren ausgeruht"

Bei einer Umfrage der Forschungsstelle Automobilwirtschaft (FAW) unter Opel-Händlern wurde Kritik an der Qualität der neuen Modelle deutlich. "Die Verantwortlichen haben sich leider auf den Lorbeeren der vergangenen Jahre ausgeruht und es versäumt, ihre Qualitätspolitik kompromisslos nach vorn zu treiben", kritisiert FAW-Leiter Wolfgang Meinig.



Ganz harte Konkurrenz

Der neue Insignia startet zudem in einem schrumpfenden Segment und muss sich mit erfolgreichen Wettbewerbern wie dem VW Passat und Ford Mondeo und dem bald neuen Skoda Superb messen. Opel hat sich das anspruchsvolle Ziel gesetzt, im nächsten Jahr 35.000 Insignia allein in Deutschland zu verkaufen. "Der Insignia kommt zu einem Zeitpunkt auf den Markt, in dem die Käufer verstärkt auf den Verbrauch schauen", sagt Experte Stürmer. "Das Auto ist extrem groß und könnte am Privatmarkt vorbeigehen." Die Klimadebatte und die geplante Neuausrichtung der Kfz-Steuer nach dem Schadstoffausstoß ließen den Trend langfristig hin zu kleineren und sparsamen Wagen gehen.

Viel Druck auf Opel

Opel will mit dem neuen Modell den Rückgang des Marktanteils in Deutschland aufhalten, dem nach wie vor profitabelsten Markt. 2007 sank der Anteil von 9,6 auf 9,1 Prozent, im ersten Halbjahr nochmals auf 8,8 Prozent. Ein Grund dafür war, dass Opel das unrentable Autovermietungsgeschäft einschränkte, um den Ertrag zu verbessern. Doch das Geschäft läuft nicht gut, und bis Jahresende ist kaum Besserung in Sicht. Der Konkurrent VW bringt den neuen Golf auf die Straße, der den Druck auf das wichtigste Opel-Modell Astra erhöht.

"Das ist sehr teuer"

Wohl und Wehe von GM in Europa hängen ganz vom Autobauer Opel ab, der einen Anteil von 80 Prozent am Europa-Geschäft des Konzern hat. 2007 konnte sich der Autobauer nur mit Mühe in den schwarzen Zahlen halten. Drei Jahre nach der harten Sanierung mit dem Abbau von rund 9000 Stellen profitiert Opel noch von den Kosteneinsparungen. Nach Berechnungen des Center Automotive Research (CAR) an der FH Gelsenkirchen hat Opel im ersten Halbjahr 40 Prozent seiner Wagen als Eigenzulassungen auf den Markt gebracht, die anschließend als Gebrauchtwagen an Privatkunden gehen. "Das ist sehr teuer", sagt CAR- Leiter Ferdinand Dudenhöffer. "Es wird sehr knapp für Opel werden, in diesem Jahr wieder schwarze Zahlen zu schreiben."

Für Rüsselsheim sieht es gut aus

Die Aussichten für den Standort Rüsselsheim mit rund 17000 Mitarbeitern sind jedenfalls gut. Erstmals werden im Stammwerk mit dem Insignia auch Modelle der Schwester Saab von einem Band rollen. Ab 2010 sollen dort auch Astra-Modelle gebaut werden. "Wir sind das erste Werk von GM weltweit, das auf zwei Plattformen flexibilisiert und unabhängig von Modellzyklen ist", sagt Betriebsratsvorsitzender Klaus Franz. GM hat neun Milliarden Euro an Investitionen bis 2012 in die Marke angekündigt.

Kleine Wagen sind gefragt

Zudem wächst die Bedeutung von Opel im GM- Konzern, weil GM in den USA mit seinen großen Spritfressern in Bedrängnis kommt und unter Milliardenverlusten leidet. Da sind kleine Wagen, Dieselmotoren und Leichtbauplattformen wie von Opel gefragt.

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